Wald im Dauerstress – Klöckner will mit 1,5 Milliarden der Forstwirtschaft unter die Arme greifen

Trockenheit setzt Wald im dritten Jahr in Folge zu – Im SWR Tagesgespräch verweist Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf die Bundesfördermittel für die Forstwirtschaft
Angesichts der anhaltenden Trockenheit sorgt sich Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner um den Zustand des deutschen Waldes. Jeder sehe inzwischen, dass unsere Wälder dauergestresst seien, so Klöckner im SWR Tagesgespräch. Das Ministerium stellt in diesem Jahr insgesamt 1,5 Milliarden Euro für die Forstwirtschaft bereit. Man werde sehen, ob das Geld ausreiche, so die Ministerin im SWR. Auf jeden Fall fließe das Geld ab. Kritik an der schleppenden Bearbeitung von Förderanträgen wies die Ministerin zurück. Das komme auf das Bundesland an, so Klöckner im SWR. Manche Länder hätten die Mittel schon zu 100 % abgerufen.
Problem sei nicht nur, dass wegen der anhaltenden Dürre auch Jungbäume vertrockneten: Auch das Wild schädige die neu gepflanzten Bäume. Deshalb habe sie auch das Bundesjagdgesetz ändern lassen. Die Neupflanzung von Bäumen mache zudem nur Sinn, wenn die Wasservorräte ausreichten. Sie hoffe sehr, dass sich die Wasservorräte langsam wieder auffüllten, so Klöckner im SWR.
Außerdem müssten die Bundesländer dafür sorgen, dass sie genügend Forstpersonal bereitstellten, um die vom Borkenkäfer befallenen Bäume aus dem Wald zu schaffen. Das Geld des Bundes könne sehr breit eingesetzt werden.

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