Freiburgs Oberbürgermeister Horn: „Freiburg hat sich nicht politisch instrumentalisieren lassen“

Vor dem heutigen Urteil im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg hat Oberbürgermeister, Martin Horn (parteilos), die besonnene Haltung der Freiburgerinnen und Freiburger betont. Im SWR Tagesgespräch sagte Horn, „Freiburg hat sich nicht politisch instrumentalisieren lassen“. Dafür sei er dankbar. Da die meisten Angeklagten Geflüchtete seien, habe es viel „Hass und Hetze“ gegeben und den Versuch, z.B. von Seiten der AfD, den Fall politisch zu nutzen. Die Stadt Freiburg habe auf die Tat ihrerseits mit einer Intensivierung der Sicherheitspartnerschaft mit dem Land Baden-Württemberg reagiert. Dies habe die Kriminalität in Freiburg spürbar zurückgedrängt, sagte Horn im SWR: „Wir brauchen einen handlungsfähigen Rechtsstaat“. Das bedeutet unter anderem mehr Polizisten. Die Polizeireviere seien strukturell unterbesetzt, hier habe man etwas aufstocken können, dafür sei er dem Land bis heute „dankbar“. Darüber hinaus werde mehr für Prävention getan mit Straßensozialarbeitern, Sicherheitskonferenzen in den Stadtteilen oder einem Frauennachttaxi.
In Freiburg fällt das Urteil im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung in Freiburg. Angeklagt sind elf Beschuldigte wegen Vergewaltigung oder unterlassener Hilfeleistung.

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