Interview der Woche am 4.6.11 mit Prof. Hendrik Enderlein

Mit einem Rettungsplan für Griechenland muss nach Einschätzung des Politökonomen Hendrik Enderlein gewährleistet sein, dass es bei einem ¿Schuldenschnitt¿ zu keinem Dominoeffekt im Euroraum kommt.

Enderlein schlägt im SWR-Interview der Woche den Tausch griechischer Staatsanleihen in ¿europäisch garantierte Eurobonds¿ vor.

Damit würden Investoren zwar einen Verlust erleiden, aber gleichzeitig eine solide Anlage erwerben. So würden Risikopapiere gegen sichere Papiere eingetauscht.

Die Eurobonds müssten von der EU garantiert werden, fordert Enderlein, insbesondere von Deutschland und Frankreich. Der Politikwissenschaftler fordert zudem eine Beteiligung der Banken.

Man könne Griechenland nicht ¿durchfüttern¿, also müsse der Schuldenschnitt stattfinden. Wenn eine europäische Bank dann in Schieflage gerate, müsse man sie in die Insolvenz führen und nur dann retten, wenn dies eine systemrelevante Bank sei.

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