Archiv für ‘Focus’

September 28th, 2020

Ganga Jey Aratnam: «Wir müssen die Migrationspolitik neu denken»

Mit seiner Aussage über Integrationskurse für Schweizerinnen und Schweizer löste er einen Proteststurm aus. Dabei geht es Ganga Jey Aratnam vor allem darum, dass über das schwierige Thema Einwanderung endlich eine sachliche Debatte geführt wird. 

Was es bedeutet, sich in einem fremden Land zurechtzufinden, hat der 48-jährige Soziologe am eigenen Leib erlebt. Vor 25 Jahren in die Schweiz gekommen, stellt er fest: «Die Schweiz ist hypervielfältig und entwickelt sich rasant. Ich kann verstehen, dass das die Leute verunsichert.» In «Focus» spricht Jey Aratnam darüber, was wir als Gesellschaft tun müssen, damit die Herausforderung nicht zur Überforderung wird. 

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September 21st, 2020

Isa Pulver: «Es gibt einen Grund, wieso die Füsse so weit weg sind vom Hirn»

In 11 Tagen mit dem Velo quer durch Amerika. Fast ohne Schlaf, dafür mit viel Schmerzen, am Rande der totalen Erschöpfung. Mit der ehemaligen Siegerin des berühmt-berüchtigten Race Across America, Isa Pulver, verlassen wir die Komfortzone. 

Ultracycling heisst ihr Sport. Zu gewinnen gibt es kein Geld, dafür viel Selbsterkenntnis. Und Isa Pulver lotet auch in ihrem beruflichen Alltag Grenzen aus. Als Physiotherapeutin arbeitet sie mit körperlich beeinträchtigten Menschen. „Geht nicht gibt es nicht für sie. Ein Gespräch über Bequemlichkeiten und wie wir diese überwinden, gerade in Zeiten einer lähmenden Pandemie. 

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September 14th, 2020

Bernard Senn: «Als Kind habe ich mich nicht dunkelhäutig gefühlt»

Lange Zeit dachte Bernard Senn, sein Vater sei bei einem Militärputsch umgekommen. Auf der Suche nach seinen eigenen Wurzeln fand er ihn in Ghana als König eines Volkes in Westafrika wieder. Senn erzählt seine bewegte Familiengeschichte und sagt, wie er zur aktuellen Rassismus-Debatte steht.

Seine Lebensgeschichte ist filmreif. Geboren 1966 als Sohn einer Schweizerin und eines afrikanischen Ingenieurs in Deutschland, erfuhr der SRF-Kulturjournalist Bernard Senn erst in den 90er Jahren, dass er von einer königlichen Familie in Ghana abstammt und sein Vater nach der Rückkehr in die Heimat als König eines ghanaischen Volkes herrschte. Bernard Senn erzählt im Gespräch mit Dominic Dillier, wie er seine afrikanische Seite entdeckte, weshalb er sich seiner Identität als Schwarzer erst spät bewusst wurde und wie der Kampf gegen Rassismus auch die Kultur verändert. 

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September 7th, 2020

Alexandra Kruse – Astrokolumnistin: «Ich möchte kein Guru sein»

Steinbock, Fische, Skorpion – die Millenials haben Astrologie zum Lifestyle-Phänomen erhoben. Als «Miss Magic» schreibt Alexandra Kruse Astrokolumnen für die Zeitschriften «Vogue» und «Annabelle». Ein Gespräch über die spirituelle Sinnsuche in Krisenzeiten.

«Wir folgen lieber Google Maps als den Sternen. Das ist ein Fehler», sagt Alexandra Kruse. Die Journalistin und Stylistin verfasst Astrokolumnen für diverse Zeitschriften, legt Tarotkarten und schreckt auch vor «Lipstick Reading» – der Persönlichkeitsdeutung nach Lippenabdruck – nicht zurück. Warum ihr das Kosmische am Herzen liegt und wo sie den Trennstrich zwischen Spiritualität und Hokuspokus zieht, verrät Alexandra Kruse im Gespräch mit Hannes Hug.

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August 31st, 2020

Rolf Lyssy: «Ich bin dankbar, dass ich überhaupt noch lebe»

Mit der Komödie «Die Schweizermacher» realisierte er 1978 den grössten Schweizer Kinohit aller Zeiten. Heute ist Rolf Lyssy 84 und denkt nicht ans Aufhören: «Wenn ich etwas kreieren kann, bin ich richtig glücklich.» Im Herbst wird er für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 

Als Kind aus einer jüdischen Familie war Rolf Lyssy während des Zweiten Weltkriegs ganz konkret mit dem Schrecken des Nazi-Regimes konfrontiert. Die Grosseltern aus Frankfurt wurden im KZ in Weissrussland umgebracht, das letzte Lebenszeichen kam per Post: «Wir werden jetzt abgeholt, wir wissen nicht, wo die Reise hingeht.» In «Focus» spricht Rolf Lyssy über seine bewegende Familiengeschichte und blickt zurück auf grosse Erfolge und schwere Krisen.

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August 24th, 2020

Boris Blank: «Ich bin wie ein Kind, das Bauklötze auftürmt»

Yello, eine der erfolgreichsten Schweizer Bands aller Zeiten, ist zurück mit neuer Musik. Im «Focus» für einmal nicht der extrovertierte Vielsprecher Dieter Meier, sondern das musikalische Mastermind des Duos, der scheue Soundtüftler Boris Blank. 

Dieter Meier und Boris Blank lernen sich Ende der 70er-Jahre in Blanks WG kennen. Noch am selben Tag beginnen sie, zusammen zu musizieren. Der Rest ist Pop-Geschichte. Boris Blank, Sohn eines Fabrikarbeiters, musikalischer Autodidakt, ist mit seinen elektronischen Sounds einer der Mitbegründer des Techno.

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August 17th, 2020

Silvia Steiner: «Die Bildungschancen sind ungerecht verteilt»

Silvia Steiner hat unruhige Zeiten hinter sich. Die Bewältigung der Corona-Krise an den Schulen brachte ihr viel Kritik ein. Mit welchen Plänen, Sorgen und Hoffnungen die 62-Jährige den Schulstart nach den Sommerferien angeht, erzählt sie im Gespräch mit Dominic Dillier. 

Die Corona-Krise ist der bisher grösste Auftritt auf nationaler Bühne für die oberste Schweizer Bildungsdirektorin Silvia Steiner. Sie sei hauptverantwortlich für den Flickenteppich rund um Halbklassenunterricht und Maturaprüfungen, wurde ihr vorgeworfen. Dabei wollte sie nur die Lehrerpersonen und Schüler schützen, sagt Steiner. Die ehemalige Kriminalpolizistin habe Nerven wie Drahtseile, heisst es aus ihrem Umfeld. Wie erlebte sie die letzten Monate persönlich und wieviel haben die Schulen aufzuholen? Die 62-jährige Silvia Steiner ist Gast in der Gesprächssendung «Focus».

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Juli 6th, 2020

Conrad Wagner: «Mit dem Walkman begann die neue Mobilität»

Flugreisen, Zug- und Autofahrten: Die Mobilität ist Merkmal unseres Alltags. Zugleich ist sie Treiber der Corona-Pandemie. In der Folge ist die Nutzung des öffentlichen Verkehrs eingebrochen, Autos und Zweiräder boomen. Der Mobilitätspionier Conrad Wagner über unser Leben mit Nähe und Distanz.

Mit einem Motorrad und einem Opel Kadett hat alles angefangen. Gemeinsam mit Kollegen gründet Conrad Wagner das erste Car-Sharing-Unternehmen der Schweiz. Was als «Auto Teilet Genossenschaft» vor beinahe vierzig Jahren beginnt, wächst zum Branchenprimus «Mobility» und wird zum Erfolgsmodell der Shared Mobility in der Schweiz. Worauf Conrad Wagner heute abfährt, wie wir uns morgen von A nach B bewegen werden und wer dabei auf der Strecke bleibt, verrät der Mobilitätspionier im Gespräch mit Hannes Hug.

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Juni 29th, 2020

David Fopp: «Die Klimakrise wird nicht als Krise behandelt»

Der gebürtige St.Galler David Fopp forscht an der Uni Stockholm über Demokratisierungsprozesse. Seit Greta Thunberg 2018 in der Innenstadt von Stockholm ihren Schulstreik begann, steht er mit ihr im kontinuierlichen Austausch. Wie wird sich die Klimabewegung nach Corona entwickeln?

Die Corona-Krise hat die Ökologie vorerst verdrängt. Der Schweizer Wissenschaftler David Fopp lebt und forscht in Stockholm und ist überzeugt, dass dies nicht so bleibt. Solange die Politik keine Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit habe, würden sich Bewegungen und Demonstrationen aus der Zivilbevölerung verschärfen. Was haben die Black Lives Matter-Proteste, die #metoo-Bewegung und die Klimastreiks gemeinsam? David Fopp im Gespräch mit Dominic Dillier über neue Formen von Protestkultur.

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Juni 22nd, 2020

Bernhard Schär, Historiker: «Die Schweiz war schon immer global»

Im Zuge der Proteste um «Black Lives Matter» gehen die Emotionen hoch. Statuen werden gestürzt, Deutschland erwägt den Begriff «Rasse» aus der Verfassung zu streichen, und in der Schweiz ist eine Kontroverse um die Umbenennung einer Süssigkeit entbrannt.

Der Kolonialhistoriker Bernhard C. Schär über die Wurzeln von Rassismus, Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit.

Die Debatte um Schaumküsse sei wichtig und richtig, ritze aber lediglich die Oberfläche, sagt Bernhard C. Schär. Um zu erfassen, worum sich der Sprachenstreit und die «Black Lives Matter»-Proteste tatsächlich drehten und was das mit uns allen zu tun habe, müssten wir tiefer schürfen, meint der Historiker. In seiner Forschung beschäftigt sich Schär mit der kulturgeschichtlichen und gesellschaftlichen Prägung durch unser koloniales Erbe. Ein Gespräch über Ursache und Wirkung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz und der Welt.

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Juni 15th, 2020

Martina van Berkel: «Der Sport muss sich Grundsatzfragen stellen»

Die ehemalige Spitzenschwimmerin doktorierte noch während ihrer Zeit als Profisportlerin. Heute ist die 31-jährige Martina van Berkel bestens gerüstet für ihre zweite Karriere. Sie berät den Bundesrat während der Corona-Pandemie und erzählt, weshalb sich der Sport jetzt nachhaltig verändern sollte.

Ihre Rucksack-Reise durch Mittelamerika fiel dem Virus zum Opfer. Nun lernt Martina van Berkel im Engadin Kitesurfen, bevor sie nach dem Sommer einen neuen Job in der IT-Branche beginnt. Sechs Sprachen spricht die holländisch-schweizerische Doppelbürgerin, und sie weiss auch nach ihrer Schwimmkarriere genau, was sie will. Sie berät weibliche Spitzensportlerinnen, sitzt im Komitee von Swiss Olympic und beginnt demnächst einen neuen Job in der Finanzwelt. Im Gespräch mit Dominic Dillier erzählt van Berkel von entfernten Zielen, sinnstiftenden Aufgaben und wie sie mit 1.66m Körpergrösse in ihrem Basketballteam zurechtkommt.

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Juni 8th, 2020

Andres Lietha, Tourismusdirektor: «Ich teile meine Geheimtipps»

Im Februar wurde Andres Lietha Tourismusdirektor von Engelberg. Einen Monat später kam Corona. Wie der ehemalige Bergführer die Zwangspause nutzte, um seine Destination für die veränderten Bedingungen startklar zu machen, erzählt er in «Focus». 

Mit 13 Jahren ging Andres Lietha zum ersten Mal «zBärg» – in Knickerbockerhosen und roten Socken. Gut 40 Jahre später ist der gebürtige Bündner Tourismusdirektor von Engelberg. Wie er die Renaissance der Schweiz als Feriendestination für Einheimische vorantreibt und dabei den Spagat zwischen Naturerlebnis und Rendite schaffen will, verrät der ausgebildete Geograf im Gespräch mit Hannes Hug.

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Juni 1st, 2020

Elif Oskan: «Manchmal fühle ich mich wie ein Oktopus»

Als der Bundesrat den Restaurants wieder erlaubte, Gäste zu bewirten, zögerte Elif Oskan keine Sekunde, ihren Betrieb wieder hochzufahren. «Ich bin ein Praxis-Typ – Corona-Krise hin oder her», sagt sie. «Existenzängste? Kenne ich nicht.» 

Elif Oskan, 30, stammt aus einer türkisch-kurdischen Familie. Nach der Kochlehre stand sie bei einer Reihe von internationalen Spitzenköchen am Herd, bevor sie mit ihrem Lebenspartner zwei Lokale in Zürich eröffnete, ein bayrisches und ein türkisches. Ihr Freund kommt aus Bayern. «Die Selbstständigkeit ist das grösste Abenteuer meines Lebens», sagt sie. Ein Gespräch über die Bereitschaft, Risiken einzugehen und die grosse Liebe zur Gastronomie.

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Mai 25th, 2020

Adrienne Fichter, Politologin:«Die Tracing-App? Ich bin dabei!»

Die Coronakrise beschleunigt den digitalen Wandel und akzentuiert die Debatte um unser Recht auf Privatsphäre und den Schutz unserer Daten. Die Politologin und Autorin Adrienne Fichter über Nutzen, Risiken und Chancen einer Gesellschaft, deren Politik sich zunehmend in die Virtualität verlagert.

Nach Homeoffice und Homeschooling steht die Einführung der Tracing-App des Bundes unmittelbar bevor. Die App soll einen allfälligen Ausbruch des Virus bei allen Registrierten nachverfolgbar machen und so dazu beitragen, die Weiterverbreitung einzudämmen. Die einen sehen dadurch unsere Grundrechte bedroht, die anderen betrachten die App als einen wichtigen Schritt in Richtung «neue» Normalität. Adrienne Fichter beschäftigt sich Zeit ihres Lebens mit Politik im Netz und Netzpolitik. Mit Hannes Hug spricht die Politologin und Herausgeberin des Buches «Smartphone-Demokratie» über die beschleunigte Digitalisierung und ihre Folgen für Politik und Gesellschaft.

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Mai 18th, 2020

Pascal Nufer: «Leute sind verschwunden, weil ich sie interviewte»

5 Jahre arbeitete und lebte Pascal Nufer als SRF-Korrespondent in China. Die Zeit erlebte er wegen der Überwachung als zunehmend zermürbend. Um sich mit Land und Leuten zu versöhnen, reiste er im Januar für eine Filmreihe erneut nach China – und geriet mitten in die Corona-Krise. 

Je länger Pascal Nufer mit seiner Familie in Shanghai lebte, desto schwieriger empfand er die Arbeit und das Leben im Überwachungsstaat China. Als eine Art Versöhnung mit den Menschen reiste er im Januar noch einmal zurück und drehte eine 4-teilige Filmreihe für 3sat und SRF. Er tauchte ab in die Rockszene, besuchte Schamanen und Hippies in den Bergen und verbrachte Zeit mit den Leuten, die ihn in den Jahren seines Aufenthalts begleitet haben. Aber auch hier holte ihn die staatliche Zensur immer wieder ein. Ein china-müder Journalist erzählt im Gespräch mit Dominic Dillier über ein ihm fremd gebliebenes Land.

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Mai 11th, 2020

Peter Zeidler: «Hüppi, Sutter und ich – jeder gibt dem anderen Energie»

Mit einer Truppe junger, unbekannter Spieler begeistert Peter Zeidler die Fussballschweiz. Die jungen Wilden stürmen an die Spitze der Super League, werden dann aber vom Coronavirus abrupt ausgebremst. Der deutsche Gymi-Lehrer schreibt in St. Gallen ein vorläufig unvollendetes Fussballmärchen. 

Der deutsche Fussball-Mastermind Ralf Rangnick ist verantwortlich dafür, dass Peter Zeidler doch noch im Profifussball landet. Als Coach des Bundesligavereins Hoffenheim macht Rangnick den damals 46-jährigen Lehrer 2008 zu seinem Co-Trainer. Sie kennen sich aus gemeinsamen Uni-Zeiten. Zwei Fussballdenker, die über den Spielfeldrand hinausdenken. Nach zahlreichen Trainer-Stationen führt Zeidlers Weg schliesslich nach St. Gallen, wo er mit Präsident Matthias Hüppi und Sportchef Alain Sutter ein kongeniales Trio bildet. Ein Gespräch über die Bedeutung des Fussballs in Corona-Zeiten.

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Mai 4th, 2020

Rahul Gupta, Psychiater: «Einsamkeit kann tödlich sein»

Ein Lächeln durch den Mundschutz? Bleibt unsichtbar. Ein Leben mit Distanz und ohne Nähe? Kann einsam machen. Was passiert mit unserer Psyche in der Zeit des «Lockdown» in der Schweiz?

Rahul Gupta, Psychiater und Chefarzt in der Psychiatrischen Klinik Beverin, hat die Not zum Youtube-Channel gemacht und leistet digitale Unterstützung während der Krise.

Rahul Gupta ist zuständig für die «Spezialpsychiatrie» in der Klinik Beverin – hier, inmitten der Tannenwälder des Domleschgs, tüftelt er an Pionierprojekten der Psychiatrie: Er hat die erste Transgendersprechstunde in einem Bergkanton aufgebaut und die Abgabe von medizinischem Heroin auf der Sucht-Station eingeführt. Über die Macht der Depression und die Zukunft der Psychiatrie spricht er in «Focus» mit Kathrin Hönegger.

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April 27th, 2020

Susi Jenni-Eiermann, Biologin: «Vögel erbringen Höchstleistungen»

Der Frühling ist da. Der Himmel frei von Flugzeugen, die Umgebung ohne Lärm. Einzig die Vögel zwitschern lauter denn je. Was diese den ganzen Tag treiben, weiss die Biologin und Ornithologin Susi Jenni-Eiermann.

Im Zuge der Corona-Krise ist unser Bewegungsradius massiv geschrumpft. Die unmittelbare Umgebung wird zum grossen Kino – der Blick aus dem Fenster zum Spektakel. Ganz vorne mit dabei: Die Vögel. Was tun die eigentlich den lieben langen Tag? Die Biologin Susi Jenni-Eiermann weiss es. Sie ist Laborleiterin an der Vogelwarte Sempach und hat Einsitz im Leitungsgremium der Internationalen Ornithologischen Vereinigung. Im Gespräch mit Hannes Hug verrät sie, wie frei Vögel wirklich sind und wie stark ihr Wohlbefinden unser Leben beeinflusst.

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April 20th, 2020

Lukas Bärfuss: «Wir leben nicht in einer Expertendiktatur»

Seine Kritik am Umgang der Schweiz mit der Pandemie war laut und schonungslos. Lukas Bärfuss, der wichtigste Schweizer Schriftsteller der Gegenwart, hat schon öfter mit seiner Heimat abgerechnet. In «Focus» nimmt er Stellung zu seiner System-Kritik und den grossen Fragen, die sich jetzt stellen.

Die Schweiz sei weder gut noch schlecht, sondern gar nicht auf das Virus vorbereitet, schrieb Lukas Bärfuss im März im deutschen «Spiegel». Diese Kritik war vielen in unserem Land zu viel. Für Debatten dieser Art sei später Zeit, schrieb der «Tages-Anzeiger».

Doch warum kritische Fragen gerade jetzt wichtig sind, darüber diskutiert Dominic Dillier mit Lukas Bärfuss. Ein Gespräch über Freiheit und Solidarität in Krisenzeiten.

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April 13th, 2020

Andrea Liniger: «Meine Kinder schlafen jeden Tag aus»

Lernen soll Freude machen. Deshalb unterrichtet Andrea Liniger ihre fünf Kinder zuhause. Warum sie an den Methoden der heutigen Schule zweifelt, erzählt die 38-jährige Sozialpädagogin in «Focus».

Mit der Corona-Krise ist das «Homeschooling» in aller Munde. Nur: Kinder, die daheim ausgebildet werden, gibt es schon lange, und es werden zusehends mehr. Andrea Liniger entschied sich dafür, weil ihr Sohn in der Schule immer unglücklicher wurde. Doch macht nicht gerade das Überwinden von Schwierigkeiten Kinder stark? Ein Gespräch über Freiheit und Eigenverantwortung in der Erziehung.

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