Er war der Mann für die Realisierung der besonders anspruchsvollen Bauvorhaben. In Frankfurt war es der Römerberg und die Alte Oper, in Berlin das Kanzleramt und das Holocaust-Mahnmal. Und warum ist er unter die Schriftsteller gegangen? Diese Frage und andere Themen beantwortet Hans-Erhard Haverkampf im aktuellen Kulturgespräch.
Zu Gast: Torkel S. Wächter, Schriftsteller
Schwer vorstellbar, dass der Nachkomme einer deutsch-jüdischen Familie mit dem Grauen der Nazizeit Frieden schließen kann. Dem schwedischen Romanautor und ehemaligen Piloten Torkel S. Wächter ist es gelungen. Er suchte und fand die in seiner Familie tabuisierten Erinnerungen, erkannte, dass der Hass des Vaters auf Deutschland eigentlich Trauer war, Trauer um die verratene Liebe zu seiner Heimat und deren Kultur. In der Auseinandersetzung mit der Familiengeschichte findet Torkel S. Wächter auch Zugang zu einem bisher ungelebten Teil seiner eigenen Identität.
Antonio Skármeta im Gespräch
Der Schriftsteller John Jeremiah Sullivan zur US-Wahl – 07.11.2012
Sten Nadolny, Schriftsteller – 25.10.2012
Juri Andruchowytsch, ukrainischer Schriftsteller
Im Gespräch mit Lerke von Saalfeld | Die Ukraine ist für viele in Westeuropa eine terra incognita. Einzelne Stimmen aus diesem Land melden sich aber immer unüberhörbarer zu Wort, dazu gehört Juri Andruchowytsch, 1962 in der Westukraine geboren. In seinen Romanen, die auch ins Deutsche übersetzt wurden, mokiert er sich satirisch und mit historischer List über den Niedergang des Sowjetreichs, den ukrainischen Nationalismus, die Aufgeblasenheit der Macht und die Verschrobenheiten querulanter Einzelgänger. Für sein mutiges Auftreten erhielt er 2006 den Leipziger Buchpreis für Europäischen Verständigung.
Peter Prange, Schriftsteller
Im Gespräch mit Reinold Hermanns | Der aus Westfalen stammende Peter Prange wurde durch eine Reihe von Ratgeber-Sachbüchern und Romanen bekannt; mit dem als ZDF-Zweiteiler verfilmten “Bernstein-Amulett” erfolgte 2004 sein Durchbruch. In seinen Büchern greift Prange insbesondere auf historische Stoffe, Personen und Vorlagen zurück. Exemplarisch dafür ist seine “Weltenbauer-Trilogie” (“Die Principessa”, “Die Philosophin” und “Die Rebellin”), Charakteristisch für Pranges Texte ist ihr Kosmopolitismus, als auf historischer Folie modern reflektiertes Erbe der europäischen Aufklärung.
Alex Capus, Schriftsteller: «Eine Kleinstadt ist literarisch interessanter als eine Metropole.»
Der Schweizer Erfolgsautor, Beizer und Lokalpolitiker Alex Capus zieht Kleinstädte den Metropolen der Welt vor, solange er nicht gezwungen wird, zu bleiben. Für sein neuestes Buch «Skidoo» bereiste er die US-amerikanische Provinz. Zum ramponierten Ruf der Schweiz im Ausland meint der Schriftsteller: «Nachdem wir jahrzehntelang profitieren konnten, müssen wir uns erst daran gewöhnen, mit dem roten Pass nicht mehr überall willkommen zu sein.» Alex Capus, der als Kind von Paris nach Olten kam, ist Gast bei Dominic Dillier in der Talksendung «Focus».
Andreas Altmann, Schriftsteller – 09.08.2012
Rolf Schneider, Schriftsteller – 09.07.2012
Der Zweite Weltkrieg, Bau und Fall der Berliner Mauer: Rolf Schneider hat das alles erlebt! Aber wenn man mit ihm spricht, will man ihm seine 80 Jahre gar nicht glauben. Seinen wachen Geist hat der hochgebildete Mann dem Schreiben und dem unstillbaren Hunger auf Bücher und Bildung zu verdanken. Obwohl ihm dieses Interesse im Arbeiterhaushalt seiner Eltern keineswegs in die Wiege gelegt wurde: 1932 wurde er als Sohn eines Werkmeisters und einer Textilarbeiterin in Chemnitz geboren. Zuhause hatte er nur einen kleinen Bücherschrank, deshalb bediente er sich schon früh in den Bibliotheken von Freunden der Eltern. Nach dem Abitur studierte er Germanistik, wurde dann Redakteur und schrieb ein Radiohörspiel. Schon diese erste Veröffentlichung hatte beachtlichen Erfolg. Deshalb machte er sich bereits mit 26 als Schriftsteller selbstständig. Widerwillig trat er dem Schriftstellerverband der DDR bei, um die Möglichkeit zur Ausreise zu bekommen. Mit systemkritischen Büchern wie “November” oder auch seinem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns machte er sich bei den DDR-Kulturbehörden zunehmend unbeliebt. Er blieb zwar dort, öffentliche Auftritte wurden aber stark eingeschränkt. Mit seinem breit gefächerten Werk von Erzählungen, Romanen, Bühnenstücken, Hörspielen, Fernsehfilmen, Reisebüchern und Essays gehörte er aber zu den wenigen DDR-Schriftstellern, die auch in der BRD bekannt wurden. Heute lebt der zweifache Vater und Großvater bei Berlin und genießt den neuen, geradezu unerschöpflichen Zugang zu Wissen und Bildung: Das Internet!
György Dalos, Schriftsteller – 05.06.2012
Ungarn spielte unter den ehemaligen Ostblockstaaten schon immer eine besondere Rolle. Als “Archipel Gulasch” bezeichnete der Schriftsteller György Dalos sein Land augenzwinkernd in einem Buchtitel. Mit seinem neuen Roman “Der Fall des Ökonomen” im Gepäck ist György Dalos heute Gast bei “Eins zu Eins. Der Talk”. Moderation: Norbert Joa
FM4 Interview: Schriftsteller Felix Mitterer
Am Tisch mit Hans Pleschinski, "Geheimnislüfter"
Man könnte ihn einen “Hans-Dampf-in-allen-Literatur-Gassen” nennen, den Schriftsteller, Journalisten und Herausgeber. Er hat nicht nur Romane und Geschichten, Satiren und Glossen geschrieben, sondern auch hochkarätige Dokumente und Briefe aus dem 18. Jahrhundert herausgegeben.
Gastgeberin: Sylvia Schwab
Thomas C. Breuer, Schriftsteller und Kabarettist
Am 25. April wurde Baden-Württemberg 60 Jahre alt. Im selben Jahr 1952 kam auch Thomas C. Breuer auf die Welt. Breuer ist Schriftsteller, Kabarettist und Satiriker. Er lebt in Rottweil. Und weil er zu Baden-Württemberg einen ganz besonderen Bezug hat, hat er ein Reisebuch über den deutschen Südwesten geschrieben mit dem Titel “Günschtig”. Und “Günschtig” heißt auch das Geburtstags-Kabarett-Programm, mit dem er auf Tournee geht.
Péter Nádas, ungarischer Schriftsteller
SWR2 Zeitgenossen vom 06.04.2012
Péter Nádas, geboren 1942 in Budapest, wird seit seinem großen Roman “Buch der Erinnerung”, der scharfsinnig analytischen Besichtigung eines Jahrhunderts, zu den großen europäischen Erzählern in der Tradition Robert Musils gezählt. Nun erscheint sein neuer Roman, an dem der Autor 18 Jahre gearbeitet hat. Bis 1977 stand Nádas in Ungarn unter Zensur. Als Jude ist Nádas im heutigen Ungarn vielen Anfeindungen ausgesetzt, aber der Autor bewahrt einen kühlen Kopf.
WDR 5 Tischgespräch: Schriftsteller und bildender Künstler Feridun Zaimoglu (21.03.2012)
Nikos Dimou, griechischer Schriftsteller und Philosoph
Es sei ein Unglück, Mensch zu sein. Aber ein noch grösseres Unglück, Grieche zu sein. Das sagt Nikos Dimou, ein griechischer Schriftsteller und Philosoph, der schon über 60 Bücher geschrieben hat. Zum ersten Mal ist eines dieser Bücher auf Deutsch erhältlich: «Über das Unglück ein Grieche zu sein». Geschrieben hat er dieses Buch vor 40 Jahren, in seiner Heimat ist es seither ein Dauer-Bestseller, obwohl er seinen Landsleuten darin die Leviten liest. Richtig glücklich macht es Nikos Dimou nicht, dass sich dieses Buch ausgerechnet jetzt auch ausserhalb Griechenlands verkauft. Er hat sich in ein Studio in Athen gesetzt, um über Leitung Susanne Brunner zu erklären, warum Griechen so unglücklich sind. Buchhinweis: Nikos Dimou, «Über das Unglück ein Grieche zu sein», Kunstmann, 2012
Interview mit dem Schriftsteller Navid Kermani zur Wahl im Iran
Deutschlandfunk, Informationen am Morgen
Direkter Link zur Audiodatei
Andreas Altmann, Schriftsteller – 23.02.2012
“Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend.” Das ist der Titel des neuen Buches von Andreas Altmann. Ein Titel, der drastisch klingt, ein Buch, das drastisch ist. Und Deutschland liest Andreas Altmann, das “Scheißleben meines Vaters…” steht nach seinem Erscheinen wochenlang auf den Bestsellerlisten. Moderation: Ursula Heller







