Artikel getaggt mit ‘David Oels’

Oktober 8th, 2013

Zu Gast: David Oels, Literaturwissenschaftler

So wie man für die Bundesrepublik der 1960er Jahre von einer „Suhrkamp-Kultur“ sprach, müsste man für die 50er Jahre von einer „Rowohlt“-Kultur sprechen. Meint der Mainzer Literaturwissenschaftler David Oels. Er hat jetzt eine Geschichte des Rowohlt-Verlags von den 20er- bis 50er Jahren geschrieben. Bei Rowohlt erschienen die Werke von Simone de Beauvoir und Ernest Hemingway, und alle Welt kaufte Taschenbücher mit dem Aufdruck „ro-ro-ro“, „Rowohlts Rotations-Romane“. Verleger Ernst Rowohlt hatte in Diensten von Goebbels Propagandamaschine gestanden, aber er hatte seine jüdischen Autoren geschützt und sie unter Pseudonym weiter veröffentlichen lassen. Welche Tugenden braucht ein Verleger und welchen Einfluss haben Verlage wie Rowohlt heute auf das kulturelle Leben?

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