Gerry Cinnamon

Ein Mann, eine Gitarre, eine Sensation: Gerry Cinnamon. Der schottische Solomusiker bricht mit allen Marktregeln. Es sind große Worte, aber sie sind bei Gerry Cinnamon angebracht: Seit den Anfangstagen von Bob Dylan hat es die Musikwelt nicht mehr erlebt, dass ein einzelner Musiker mit einer akustischen Gitarre und kämpferischen, authentischen, in keinster Weise auf Kommerzialität gebürsteten Songs derart rasant von einem Geheimtipp zu einem internationalen Star gereift ist. Noch vor vier Jahren spielte der 33jährige vor 50 Leuten in einem Pub in seiner Heimatstadt Glasgow, Ende vergangenen Jahres verkaufte er an gleichem Ort den legendären Barrowland Ballroom für zwei Nächte in Folge innerhalb von Sekunden aus. Gleiches galt für seine erste UK-Headline-Tour, für sämtliche Shows in Großbritannien waren die Tickets in Minuten ausverkauft. Dies alles gelingt Gerry Cinnamon trotz oder gerade aufgrund massiver Eigenheiten: Er singt und spricht in einem ausgeprägten schottischen Akzent, intoniert seine Songs weniger schön als vielmehr manisch besessen und vermittelt in ihnen konturscharfe, zuweilen ätzend zynische Gesellschafts- und Medienkritik.

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