Ines Geipel – Ex-DDR-Spitzensportlerin und Schriftstellerin

Dass die Menschen in Ostdeutschland so wütend sind, dafür gibt es viele Gründe: Niedrigere Renten als im Westen, der gefühlte Ausverkauf des Landes durch die Treuhand, Arroganz und mangelndes Interesse der Wessis, fehlende Erfahrung mit kultureller Vielfalt. Doch das ist alles nicht entscheidend, sagt die in Dresden geborene Schriftstellerin Ines Geipel. Entscheiden sei, dass viele Ostdeutsche den inneren Hitler noch in sich trügen. Es gebe nach zwei Diktaturen eine besondere Gewalt-Lust des Ostens.
Ines Geipel hat selbst viel Gewalt erfahren, war DDR-Spitzenportlerin und Opfer des Zwangs-Dopings – bis ihre sportliche Laufbahn brutal beendet wurde. Sie hat sich für die Entschädigung von Doping-Opfern eingesetzt, bis vor kurzem auch als Vorsitzende des Vereins Doping-Opfer-Hilfe. Und sie hat sich als Schriftstellerin intensiv mit den Biographien der Ostdeutschen vor und nach dem Mauerfall beschäftigt. Jetzt ist das neue Buch von Ines Geipel erschienen – Umkämpfte Zone – und Christoph Scheffer hat mit ihr darüber gesprochen.

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