Der Psychoanalytiker und Forscher am Sigmund-Freud-Institut Kurt Grünberg über die Prozesse des Verdrängens und Vergesse

Kurt Grünberg ist psychologischer Psychotherapeut in Frankfurt und wissenschaftlicher Mitarbeiteram Sigmund-Freud-Institut, dem Forschungsinstitut für Psychoanalyse und ihre Anwendungen. In der Ausstellung im Historischen Museum konzentriert sich der Themen-Komplex „Die Vergangenheit verleugnen“ auf das Verdrängen der Schuld an den Gräueltaten und der eigenen Beteiligung am Nationalsozialismus im Deutschland der 1950er und 60er Jahre: Nationales Selbstmitleid, der Wiederaufbau der zerstörten Städte und das westdeutsche „Wirtschaftswunder“ förderten die Haltung des Verdrängens und Verleugnens bei den nicht verfolgten Deutschen. Vor allem die daran beteiligten psychischen Prozesse stehen hierbei im Vordergrund. Kurt Grünberg erforscht die psychosozialen Spätfolgen der nationalsozialistischen Judenvernichtung. Er hat einen Aufsatz im Begleitbuch zu der Ausstellung „Vergessen – Warum wir nicht alles erinnern“ im Historischen Museum Frankfurt geschrieben. Darin geht es um das Forschungsprojekt „Szenisches Erinnern der Shoah“, an dem er gemeinsam mit anderen arbeiten.

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