Armeechef in der Defensive

Alkohol-Exzesse an Kaderanlässen, Gold-Geschenke und Luxus-Heli-Flüge: Die Spesenaffäre bringt Armeechef Philippe Rebord in Verlegenheit – zu einem heiklen Zeitpunkt.

Ausgerechnet jetzt, dürfte sich Armeechef Rebord sagen. Ausgerechnet jetzt werde neue Details bekannt zur Spesenaffäre. Jetzt, da die Armee Milliarden fordert für neue Kampfjets und händeringend nach motivierten Offizieren sucht. In der «Samstagsrundschau» nimmt Philippe Rebord Stellung zur Spesenaffäre und zum Imageschaden, der daraus entstanden ist.

An Herausforderungen mangelt es Armeechef Rebord ohnehin nicht: Der Kampfjet-Kauf steht politisch unter keinen guten Sternen. Und die Armeereform WEA ist noch längst nicht umgesetzt. Es fehlt vor allem an höheren Offizieren. Mit der WEA ist die Ausbildungszeit für Armeekader noch länger geworden – umso schwieriger ist es, Männer fürs Weitermachen zu motivieren. Hinzu kommt der Zivildienst, der ungebrochen populär ist bei den jungen Männern. Rebord möchte wie der Bundesrat den Zivildienst weniger attraktiv machen. Wie weit ist der dabei bereit zu gehen? Der Armeechef äussert sich dazu in der «Samstagsrundschau».

Philippe Rebord ist ein Mann der klaren Aussagen. Wie beurteilt er die Bedrohungslage in der Schweiz und in Europa? Welche Gefahr geht von Russland aus? Ist die Armee in Zeiten von Cyber-Angriffen und Fake News überhaupt die richtige Antwort auf die heutigen Bedrohungen? Armeechef Rebord ist Gast bei Dominik Meier.

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