EU-Asylpolitik: Einschätzungen aus Brüssel, Rom und Berlin

Die EU-Staaten haben sich in Brüssel auf eine Verschärfung der gemeinsamen Asylpolitik geeinigt. Die Aussengrenzen der EU sollen besser geschützt werden. Innerhalb der EU sollen Aufnahmelager errichtet werden. Einschätzungen zum Gipfel aus Brüssel, Rom und Berlin im «Tagesgespräch».

In der Nacht haben die EU-Länder beim Gipfel in Brüssel um eine gemeinsame Asylpolitik gerungen. Am Ende haben sich die Länder auf eine härtere Gangart geeinigt. Auf EU-Boden sollen geschlossene Aufnahmelager für gerettete Bootsflüchtlinge eingerichtet werden. Zudem sollen in nordafrikanischen Ländern Sammellager entstehen, damit Migranten gar nicht erst den Weg übers Mittelmeer antreten. Ein Kompromiss, der alle Seiten zufrieden stellen soll. Tut er das tatsächlich?

Vor allem Italien und Deutschland hatten in den letzten Wochen den Druck massiv erhöht. Die neue italienische Regierung wehrt sich entschieden dagegen, dass Italien weiterhin einen grossen Teil der Last tragen soll. Und in Deutschland liegt Kanzlerin Angela Merkel mit der CSU im Streit und muss bis Sonntag eine europäische Lösung präsentieren. Reichen die Beschlüsse des Gipfels? Wir ordnen den Gipfel und seine Ergebnisse ein mit unseren Korrespondenten in Brüssel, Rom und Berlin. Oliver Washington, Franco Battel und Peter Voegeli sind nun im «Tagesgespräch» bei Barbara Peter.

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