Gabriel Felbermayr: EU muss freien Welthandel retten

Die Globalisierung macht eine Pause: Keine Woche vergeht, ohne dass sich der weltweite Handelskonflikt verschärft. Wo führt das hin? Wirtschaftsprofessor Gabriel Felbermayr vom Münchner Ifo-Institut erklärts im «Tagesgespräch».

Ein Handelskrieg zwischen den USA, China und der EU wird immer wahrscheinlicher. Die grossen Wirtschaftsmächte belegen einander gegenseitig mit Strafzöllen und Vergeltungsmassnahmen. Der freie Welthandel legt gerade den Rückwärtsgang ein – und der WTO sind die Hände gebunden.
Weshalb diese Eskalation in solch kurzer Zeit, wo man sich doch fast einig war, dass Handelshemnisse nur Nachteile bringen? Der junge österreichische Ökonom Gabriel Felbermayr leitet das Zentrum für Aussenwirtschaft beim renommierten Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München. Er hat zahlreiche Studien publiziert und plädiert für die Einhaltung der WTO-Regeln. Es dürfe nicht sein, dass am Ende sogar noch Europa zur Totengräberin der Welthandelsorganisation werde.

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