Barrie Kosky

Als Barrie mit 7 Jahren zum ersten Mal Puccinis „Madame Butterfly“ hört, passiert etwas mit ihm. Stundenlang spielt der Junge Klavier oder schnappt sich die chinesischen Ess-Stäbchen, um in seinem Zimmer im australischen Melbourne große Phantasie-Orchester zu dirigieren. Noch in der Schule inszeniert er sein 1. Theaterstück. Mit 12 begleitet Barrie Kosky seine Eltern auf einer Reise in die DDR und verbringt einen Abend in der Komischen Oper Berlin, deren Intendant er heute ist. Dazwischen liegen zahlreiche Stationen. Los ging es 1990 mit einer eigenen Theater Company, er geht ans Wiener Schauspielhaus, an die Berliner, dann an die Wiener Staatsoper. 2006 inszeniert er in Essen Wagners Fliegenden Holländer, überhaupt lässt ausgerechnet Wagner ihn nicht los, seine Inszenierung der „Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen im letzten Jahr wurde bejubelt. Alle wollen Barrie – vielleicht auch, weil der 51-jährige auf die Unterscheidung zwischen U und E in der Klassischen

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