Reto Knutti zum Pariser Klimaabkommen – nach Rückzug der USA

Vor einem Jahr kündigte US-Präsident Donald Trump an, dass die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen werden. Der Schweizer Klimaforscher Reto Knutti spricht im «Tagesgespräch» über den ausgebliebenen Domino-Effekt und über die Rolle der Wissenschaft beim Klimaschutz.

Es war eine Ankündigung, die Wellen schlug: Heute vor einem Jahr teilte US-Präsident Donald Trump mit, dass sich die USA aus dem Pariser Klimaabkommen zurückziehen würden. Das Abkommen benachteilige die USA und treffe vor allem die US-Wirtschaft. Viele fürchteten nach dieser Ankündigung, dass andere Staaten dem Beispiel der USA folgen und den mühsam errungenen Vertrag verlassen würden. Das Klimaabkommen wurde Ende 2015 in Paris beschlossen und gilt als Meilenstein im Kampf gegen den Klimawandel. Es sieht vor, den Ausstoss von Treibhausgasen zu reduzieren und die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
Der Domino-Effekt ist ausgeblieben, stellt der Schweizer Klimaforscher Reto Knutti von der ETH Zürich ein Jahr nach der Ankündigung Trumps fest. Im «Tagesgespräch» ordnet er ein, wie es um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens steht und spricht über das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik, zwischen Fakten und Meinung, beim Thema Klimawandel. Knutti ist Gast von Barbara Peter.

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