Astrid Frefel: «Die Menschen in Ägypten sind müde»

Bis Mittwoch läuft in Ägypten die Präsidentenwahl. Am Wahlsieg von Amtsinhaber al-Sisi zweifelt niemand. Er regiert das Land seit 2014 mit harter Hand. Wie sich Ägypten verändert hat und wohin das Land steuert, bespricht Barbara Peter mit der Journalistin Astrid Frefel in Kairo.

Drei Tage dauert die Wahl des Präsidenten in Ägypten. Noch bis morgen können rund 60 Millionen Ägypterinnen und Ägypter den neuen Präsidenten wählen. Wobei der neue mit grösster Wahrscheinlichkeit der alte sein wird. Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi dürfte mit grosser Mehrheit wiedergewählt werden. Neben ihm steht nur ein Gegenkandidat zur Wahl, der sich vor allem als grosser Sisi-Anhänger inszenierte. Was also ist von dieser Wahl zu erwarten? Und was heisst das für die Zukunft des Landes? Die Journalistin Astrid Frefel berichtet bereits seit 18 Jahren aus Kairo, sie hat ägyptische Machthaber kommen und gehen sehen. Aktuell stellt sie in der Bevölkerung eine grosse Müdigkeit fest, der zermürbende Alltag raube alle Kräfte, an politische Revolutionen denke derzeit kaum jemand, sagt sie im «Tagesgespräch» mit Barbara Peter.

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