Thomas Heiniger: Für ein bezahlbares Gesundheitswesen

Alle Jahre wieder: Viele Schweizerinnen und Schweizer stöhnen über die Krankenkassenprämien, die viel stärker steigen als der Lohn. Gibt es wirklich kein Rezept, um die Gesundheitskosten zu bremsen? Der Zürcher Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger hat im Tagesgespräch bei Marc Lehmann ein paar Ideen.Die Schweiz hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Doch das hat seinen Preis, die Gesundheitsausgaben haben sich in nur 20 Jahren verdoppelt. Und für die Prämienzahler ist keine Entwarnung in Sicht: Das Gesundheitswesen wird auch in den nächsten Jahren teurer, die Kostenexplosion ist für alle spürbar. Was könnte der Weg sein zu einer gleich guten, aber effizienteren und nicht ständig teureren Versorgung? Wie können Fehlanreize im System und die schier endlose Nachfrage nach Gesundheitsleistungen eingedämmt werden? Der Zürcher FDP-Regierungsrat Thomas Heiniger steht seit 10 Jahren dem Gesundheitsdepartement vor und ist Präsident der Gesundheitsdirektoren-Konferenz. Anlässlich der heutigen nationalen Gesundheitstagung in Bern, vertritt er die Haltung der Kantone. Heiniger wirbt für eine Rationalisierung: «Es gilt, in der Medizin nicht alles zu machen, was man machen könnte.»

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