Zu Gast war Andrea Köpke, Rechtsextremismusforscherin

Andrea Röpke analysiert die Querverbindungen zwischen „Neuer Rechte“ und „Identitärer Bewegung“, zwischen „Reichsbürgern“ und rechtsextremer Szene. Ein starkes Augenmerk legt sie auf die Mischszenen, bislang von den Behörden eher vernachlässigt. Offensichtlich wird, so die Autorin, die Vermischung der Szenen bei Rechtsrock-Konzerten. Die Bedeutung der braunen Erlebniswelt, gepaart mit der Hetze durch Musik, sei es nun die von Gruppen wie „Landser“, „Stahlgewitter“ oder „Blutzeugen“, werde in der Öffentlichkeit nicht recht wahrgenommen. Dabei seien durch das Massenphänomen Rechtsrock Zehntausende Jugendliche an den organisierten Neonazismus herangeführt worden. Jugendkultur, Neonazismus und Gewalt seien eine untrennbare Verbindung eingegangen.
Außerdem behandelt das neue Jahrbuch auch Gewalttaten von rechts im westlichen Ausland u.a. in Italien, Frankreich, USA und Finnland. Und auch da erstaunt es, wie eng vernetzt die einzelnen Szenen international sind.

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