Jan Kalbitzer, Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie

„Das Internet ist da und geht auch nicht mehr weg. Also lasst uns überlegen, wie wir das Beste daraus machen.“ Dieser pragmatischen Erkenntnis geht der Psychotherapeut Jan Kalbitzer nach. Er selbst war zwischen die Fronten der Netzenthusiasten und Bedenkenträger geraten. Vor ein paar Jahren hatte er einen wissenschaftlichen Text über einen Patienten mit Wahnvorstellungen – verursacht durch excessive Twitter-Nutzung – veröffentlicht. Ergebnis: ein veritabler Shitstorm. Der Psychiater schaltete seinen Router aus, um der Diskussion über sich im Netz zu entfliehen. Aber das Thema hatte ihn gepackt: er gründete das Zentrum für „Internet und seelische Gesundheit“ an der Berliner Charité mit Standorten in Münster und Tübingen.

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