Sibylle Lichtensteiger: «Der Druck auf die Museumsleiter steigt»

Schweizer Museen sind beliebt – beliebter sogar als Kino und Theater. Warum ist das so? Und wie wichtig sind Besucherzahlen? Darüber erzählt die Leiterin des Stapferhauses Lenzburg, Sibylle Lichtensteiger bei Ivana Pribakovic im Tagesgespräch.Die neuste Museumsstatistik zeigt: die 1111 Museen der Schweiz sind beliebte Ausflugsorte. Vom Verkehrshaus Luzern über das Beyeler-Museum bis hin zu den grossen Kunstsammlungen: sie locken die meisten Besucher an. «Man kann in Gruppen gehen, es ist ein Erlebnis», sagt Sibylle Lichtensteiger. 70 Prozent der Museen verbuchen aber nur wenige Eintritte. «Viele der grossen Häuser haben eine Sammlung, die viele Leute anlocken. Man muss abwägen, wie wichtig ist der Inhalt der Museen. Bei den Kleinen entscheiden Subventionen oft über das Überleben, bei den Grossen ist es nur ein Zustupf», so Lichtsteiger. «Vielfalt ist wichtig.» Lohnt es sich, solche Kleinen zu subventionieren? Oder ist genau das die Aufgabe des Staates? Und wie macht man eine erfolgreiche Ausstellung? Erfahrung darin hat Sibylle Lichtensteiger. Sie ist Leiterin des Stapferhauses in Lenzburg.

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