Matthias Stürmer – digitale Nachhaltigkeit

Wie speichert man im digitalen Zeitalter Kulturgut so, dass es auch in 200 Jahren noch zugänglich ist? Matthias Stürmer ist Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit an der Universität Bern und Gast von Susanne Brunner.Diese Woche treffen sich an der Universität Bern Fachleute aus aller Welt zur Tagung «Digitale Nachhaltigkeit». Im Zentrum steht die Frage, wie Wissen im digitalen Zeitalter jetzt und in Zukunft verfügbar sein soll. «Es geht einerseits um persönliche Daten, aber auch um Daten der öffentlichen Hand, um Geschäftsdaten von Firmen, Konstruktionsdaten für ein Flugzeug zum Beispiel», sagt Matthias Stürmer, Leiter der Forschungsstelle Digitale Nachhaltigkeit am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern. Wie werden solche Daten gespeichert? Wer soll Zugang dazu erhalten, welche Softwareprogramme soll man benutzen, und wie wird sicherstellt, dass Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte später gelesen werden kann, was heute an Wissen abgespeichert wird? Der längerfristige Zugang zu digitalen Daten sei ein schleichendes Problem, so Matthias Stürmer. Das Thema ist nicht nur ein wissenschaftliches, sondern auch ein politisches. Matthias Stürmer kennt beide Seiten: Er ist auch Berner EVP-Stadtrat und leitet die parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit.

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