SWR2 Zeitgenossen: Johannes Fried, Historiker

Johannes Fried, geboren 1942 in Hamburg, war bis zu seiner Emeritierung 2009 fast drei Jahrzehnte lang Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Frankfurt am Main. Er hat geschafft, was vielen Historikern ein Leben lang verwehrt bleibt: Seine Bücher sind Bestseller! Dazu zählt insbesondere sein 2013 erschienenes Buch „Karl der Große. Gewalt und Glaube“. Fried ist überzeugt, dass das menschliche Erinnerungsvermögen und damit der Wert historischer Quellen begrenzt sind. Er plädiert dafür, die Erkenntnisse der Hirnforschung für die Geschichtswissenschaft heranzuziehen und fordert eine Neuausrichtung des Fachs als neurokulturelle Geschichts- und Lebenswissenschaft. Seine Ideen haben viel Zuspruch gefunden, sind aber auch stark kritisiert worden.

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