Xatar (WDH vom 07.10.2015)

Xatars erste Kindheitserinnerung ist die an den Knast. 1981 wird er als Giwar Hajabi in der Nähe der iranisch-irakischen Grenze geboren. Seine Eltern träumen von einem autonomen kurdischen Staat. Sie werden deshalb inhaftiert, Giwar gleich mit – und er ist damals erst drei Jahre alt. Irgendwann kann die Familie fliehen, landet erst in Paris, dann in Bonn, in einer Sozialwohnung. „Heute würde man sagen: mitten im sozialen Brennpunkt. Aber diese Begriffe sagten uns damals nichts. Wir kamen aus einem Kriegsgebiet. Brennpunkte waren für uns etwas anderes.“

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