Zu Gast: Billy Hutter, Autor, Künstler und Entrümpler

Ende der 1990er Jahre entdeckt Billy Hutter bei einer Haushaltsauflösung in Ludwigshafen den Nachlass von Karlheinz N., der kurz zuvor mit Mitte sechzig auf ungeklärte Weise im Rhein ertrank. Die Wohnung ist bis unter die Decke vollgestopft, jedoch nicht chaotisch, sondern anscheinend wohlgeordnet. Karlheinz, Sohn eines Chemikers bei der BASF, hat sein Leben akribisch dokumentiert. Aus Kinderzeichnungen, Schulaufsätzen und unzähligen Tagebüchern lassen sich die prototypischen Zutaten eines Spießerlebens ablesen, das exemplarisch die westdeutsche Nachkriegszeit und die Jahre des Wirtschaftswunders dokumentiert. Über sein Buch „Karlheinz“ und sein sehr seltsames, private Heimatmuseum erzählte Billy Hutter in hr2-kultur.

Share

Kommentar hinzufügen