Alexander Probst (Missbrauchsopfer Regensburger Domspatzen) – 02.02.2016

Sie wurden geprügelt, gedemütigt und sexuell missbraucht – jahrzehntelang wurde die Misshandlungen vertuscht, die viele Schüler des Musikgymnasiums der Regensburger Domspatzen zwischen 1953 und 1992 ertragen mussten. Einer von ihnen war Alexander Probst. Der gebürtige Regensburger kam 1968 an die Vorschule der Domspatzen in Etterzhausen und erlebte dort furchtbare Misshandlungen. Als er 1970 an das Musikgymnasium wechselte, kamen dazu auch noch sexuelle Übergriffe, durch seinen damaligen Betreuer. Erst als er sich seinem Vater anvertraute, hatte sein Martyrium ein Ende, weil dieser ihn sofort von der Schule nahm. Konsequenzen für seine Peiniger gab es damals nicht. Jahrelang trug er seine schlimmen Erlebnisse mit sich herum, bevor er sich 2010 schließlich entschied, damit endlich an die Öffentlichkeit zu gehen. Seitdem trägt Alexander Probst entscheidend zur Aufarbeitung der Vorfälle bei und hat einen Verein für die Opfer gegründet. Zudem ist er Teil des Kuratoriums, dass der inzwischen eingesetzte unabhängiger Gutachter, Rechtsanwalt Ulrich Weber, gegründet hat. Das Kuratorium trifft sich am 1. Februar 2016 zum ersten Mal.

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