«Wir liefern sozusagen die Buchstaben, nicht die Sprache»

Wie viele Menschen leben in der Schweiz? Was sprechen, glauben, arbeiten sie? Um wie viele Quadratmeter wächst die Siedlungsfläche? Diese Daten erhebt das Bundesamt für Statistik. «Sie ermöglichen eine breite Sicht auf die Gesellschaft», sagt Georges-Simon Ulrich, der oberste Schweizer Statistiker.«Wir interpretieren die Zahlen nicht», sagt Ulrich auf den Vorwurf, Statistiken könnten immer beides erklären, das Dafür und das Dawider. Es sei Sache der Benutzerinnen und Benutzer, die Statistiken zu interpretieren. «Unsere Statistiken liefern Inhalt für den Diskurs», erklärt der Direktor des Bundesamts für Statistik. Und was, wenn die Resultate politisch umgedeutet würden? «Wir wollen den Diskurs nicht verhindern. Er gehört zu einer Demokratie.»

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