Norbert Bolz, deutscher Philosoph, über Globalisierung und Terror

Enthauptungen vor laufender Kamera, Verbrennung von Menschen bei lebendigem Leib, Versklavung von Frauen und Mädchen: Der Terror des «Islamischen Staats» schockiert. Dieser sei bloss ein Produkt der Globalisierung, sagt der deutsche Zeitgeist-Philosoph Norbert Bolz im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.Bolz gehört zu den streitbarsten und provokativsten Denkern der Gegenwart. Er scheut sich nicht, seine eigene liberale Meinung zu vertreten auch wenn sie dem sogenannten Mainstream völlig zuwiderläuft. Der Professor von der Technischen Universität Berlin, der auch Kommunikationstheoretiker und Designwissenschaftler ist, schreibt zirka alle zwei Jahre ein Buch und äussert sich pointiert zu vielen Gegenwarts-Themen: «Das Internet ist ein phantastisches Mittel für Verrückte aller Art – früher waren sie verstreut auf der ganzen Welt – heute können sie mit einem Mausklick weltweit Wut und Zorn organisieren». Er deckt mit Vorliebe die Widersprüche der modernen Gesellschaft auf. Dass der islamistische Terror und die Globalisierung zwei Seiten derselben Medaille sind, war Thema eines Referats, das Norbert Bolz auf Einladung des Efficiency Clubs in Zürich gehalten hat. Dort hat ihn Marc Lehmann zum Gespräch getroffen.

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