Alix Faßmann, Karriereverweigerin – 19.11.2014

„Ich bin nicht gegen die Arbeit, sondern dagegen, wie sie verteilt wird. Einige arbeiten zu viel und zu lange, andere gar nicht.“ Alix Faßmann will keine Karriere machen. Nicht weil sie nicht könnte: Die 31-jährige hat Abitur, ein abgeschlossenes Studium in Sozialwissenschaften und ein Volontariat in der Tasche. Sie hat erfolgreich als Redakteurin für eine Berliner Zeitung gearbeitet und anschließend in der Onlineredaktion einer großen Partei. Doch sie war unzufrieden und entschied sich deshalb zu kündigen. Sie kaufte sich ein Wohnmobil und fuhr damit nach Süditalien. Dort jobbte sie auf einer Olivenfarm, sprach mit den Menschen und lernte ihre Mentalität kennen. Sie erkannte für sich: Karriere machen – und der damit verbundene, ständige Leistungsdruck – ist nicht alles im Leben. Wieder zurück in Deutschland schrieb sie ein Buch und gründete sie zusammen mit einem Freund die Organisation „Zentrum für Karriereverweigerung“ und hat damit offenbar einen Nerv getroffen: Nach zwei Monaten hatten bereits 300 User ihren Online-Newsletter abonniert, sie werden für Vorträge engagiert und auch in ihr kleines Büro kamen schon nach kurzer Zeit viele Menschen, um sich beraten lassen.

Share

Kommentar hinzufügen