Jockel Sperlich, Zirkusdirektor – 04.11.2014

„Ich habe den schönsten Beruf der Welt. Denn ich kann ihn überall hin mitnehmen.“ Zirkusdirektor Joachim „Jockel“ Sperlich stammt aus einer 300 Jahre alten Zirkusdynastie. Schon 1728 zogen seine Vorfahren als Gaukler quer durch Europa. Geboren wird Jockel 1962 in Neumarkt in der Oberpfalz. Er wächst mit fünf jüngeren Geschwistern wächst auf, einen festen Wohnsitz kennt er nicht. Als er 16 Jahre alt ist, stirbt seine Mutter. Sein Vater wird depressiv und beginnt, zu trinken. Als Ältester übernimmt Jockel die Verantwortung für seine Geschwister und den Zirkus. Mit Anfang 20 erfüllt er sich zusammen mit seiner Jugendliebe Reni einen großen Traum und gründen den „Circus Rio“. Bis heute ist es ein Familienunternehmen: Jockels fünf Kinder und sein Bruder packen mit an. Jede Woche gastiert der „Circus Rio“ woanders. Eine Besonderheit sind auch die Ferienprogramme, bei denen Schulkinder jonglieren oder Seil tanzen lernen. Was für ein Kämpfer Jockel Sperlich ist, beweist er, als 2006 bei einem LKW-Unfall seine Beine zerquetscht werden. Er gibt nicht auf und steht heute wieder als Zirkusdirektor in der Manege: „Selbst in schweren Zeiten: Wenn das Publikum applaudiert und lacht, sind alle Probleme vergessen .“

Share

Kommentar hinzufügen