Clap Your Hands Say Yeah

Im Jahr 2006, als Clap Your Hands Say Yeah ihr selbstbetiteltes Debüt aus dem Keller ans Licht zerrten und über das Internet verbreiteten, jubelte die versammelte Indie-Anti-Hipster-Community über diese charmante Unvollkommenheit. Ein Selfmade-Album, das dem Anspruch des Independent wahrhaft gerecht wurde; Musik, die sich stets dann dem Zugang verweigerte, wenn man glaubte, die lieblichst spinnerte Melodie der letzten Jahre gehört zu haben: die Truppe aus Brooklyn wusste, wie man Arcade Fire das Orchestrale, Wolf Parade die überdrehte Hektik und Modest Mouse die Düsternis austreibt. Das Ergebnis war Indie-Rock, wie er lange davor und danach nicht mehr in dieser Reinkultur praktiziert wurde. Abstrus, kaputt, schräg — aber für alle Liebhaber ein Endorphin-Abonnement.

Heute nun gastieren CYHSY mit neuem Album im Berliner Postbahnhof, zuvor war Sänger Alec Ounsworth live auf radioeins.

Share

Kommentar hinzufügen