SWR2 Tagesgespräch vom 30.10.2013: mit Ulrich Kelber, SPD-Franktionsvize

mit Andrea Beer | Eine Woche nach Beginn der schwarz-roten Koalitionsverhandlungen loten die Arbeitsgruppen weiter mögliche Kompromisse aus. Morgen treffen sich die der Energieexperten von Union und SPD im Bundesumweltministerium. In der SPD sorgten zuvor Äußerungen von Hannelore Kraft zur Energiewende für Verwirrung. Die NRW-Ministerpräsidentin hatte gesagt, man brauche Vorrang für Industriearbeitsplätze und Investitionssicherheit für Unternehmen. Ulrich Kelber, SPD Fraktionsvize im Bundestag, sagte im Südwestrundfunk (SWR), als führender Umweltpolitiker seiner Partei wolle er schnell zu 100% erneuerbaren Energien kommen. Sein Pulsschlag sei aber um keinen einzigen Schlag schneller geworden. ¿Das ist gut, wenn die Ministerpräsidentin eines Industrielandes darauf hinweist, dass wir eben auch Industriewertschöpfung¿im Land erhalten müssen, wenn Konkurrenten nicht die gleichen Belastungen haben.¿ Die Energiewende wird nach Ansicht von Kelber schlecht gemanagt. In vier Jahren schwarz-gelber Regierung habe sich das Geld, das an die Betreiber erneuerbarer Energien ausgezahlt worden sei, etwa verdoppelt, die bei den Kunden eingesammelte EEG-Umlage aber fast versechsfacht. Das zeige, dass Geld zur Förderung erneuerbarer Energien an anderen Stellen versickere. Der Markt müsse so umgebaut werden, dass diese eine wirkliche Chance hätten.

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