Zu Gast: Carolin Emcke, Schriftstellerin

Sie geht dorthin, wo es weh tut, schreibt Reportagen über Waisenkinder im erdbebentraumatisierten Haiti und hält die Geschichten bosnischer Vergewaltigungsopfer fest. Die studierte Philosophin Emcke tut das ohne jeden Voyeurismus und ohne Bloßstellung. Sie gibt denen eine Stimme, die durch Folter, körperliche Gewalt oder seelischer Grausamkeit verstummen und zeichnet nach, wie Menschen mit Beschädigungen leben. Sie will dokumentieren und bezeugen, als Akt der Gerechtigkeit. Einige ihrer Reportagen und Essays sind nun unter dem Titel „Weil es sagbar ist: Über Zeugenschaft und Gerechtigkeit“ erschienen.

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