Inga Rogg, NZZ-Korrespondentin, über die Lage in Syrien

Tausende von Toten auf beiden Seiten, Massaker und Kriegsverbrechen, über eine Million Vertriebene in Syrien, über 200 000 registrierte Flüchtlinge in den Nachbarstaaten: Syrien ist ein Land auf der Flucht. NZZ-Korrespondentin Inga Rogg schildert im Tagesgespräch, wie die Luftangriffe des Regimes die Menschen aus ihren Dörfern und Städten vertreiben, auch Spitäler und Schulen werden nicht verschont. Hunger sei noch nicht verbreitet, aber Brot werde zuweilen knapp, weil die Armee gezielt Bäckereien zerstört.Geschont werden Brücken und Strassen, welche das Regime selbst für seine Truppenverschiebungen braucht, aber zugleich sinke die Moral der Kampftruppen. Bis zum Zusammenbruch des Regimes sei es nur noch eine Frage der Zeit. Doch ob danach eine Fortsetzung des Bürgerkriegs verhindert werden kann, sei völlig offen. Trotz des düsteren Bildes gebe es auch Funken der Hoffnung. Inga Rogg hat junge, gläubige Aktivisten beobachtet, die freiwillig und ohne Lohn in Spitälern und in Gemeinden helfen, die schlimmste Not zu lindern.

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