WDR 3 Samstagsgespräch: Michael Struck-Schloen im Gespräch mit Wulf Herzogenrath über John Cage (aus der Sendung WDR 3 Mosaik vom 01.09.2012)

„Ich habe nichts zu sagen, und das sage ich. Deshalb ist es Kunst“ John Cage und die Revolution der Kunst im 20.Jahrhundert Im Allgemeinen wird John Cage, der am 5. September vor 100 Jahren in Los Angeles geboren wurde, als Revolutionär der Musik verehrt oder auch belächelt. Aber der Sohn eines Erfinders hat mit seiner Zufallsästhetik und der Ablehnung des künstlerischen Egos nicht nur die alte Musikauffassung ins Wanken gebracht. Auch die Bildende Kunst verdankt ihm viel. Marcel Duchamp war sein Vorbild, Robert Rauschenberg sein Freund, Joseph Beuys sein Anhänger. Unter Cages Leitung fand am legendären Black Mountain College 1952 das erste Happening statt, die Fluxus-Bewegung stand seinen Ideen nahe, mit Events wie „Musicircus“ hat er den öffentlichen Raum erobert. Grund genug, einmal mit einem Museumsdirektor und Ausstellungsmacher über den Mann mit den „Happy new ears“ zu sprechen.
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