Charles M. Huber, Autor und Schauspieler – 02.05.2012

„Meine Identität habe ich schon längst gefunden, aber die Frage danach zieht sich durch mein Leben!“ Sein Vater war ein senegalesischer Diplomat, die Mutter arbeitete als Hausangestellte bei einer Münchner Millionärsfamilie. Bis zum neunten Lebensjahr wuchs Charles M., der damals noch Karl-Heinz gerufen wurde, bei seiner Großmutter im niederbayerischen Großköllnbach auf. Natürlich war ein schwarzes Baby am Anfang eine Sensation, aber irgendwann war die Hautfarbe kein Thema mehr. Er sagt: „Ein Problem war nicht meine Jugend in Niederbayern, sondern dass ich weg musste!“ Als er neun war holte ihn die Mutter zu sich nach München. Vor zehn Jahren gründete der 55-Jährige die Organisation Afrika Direkt e. V., die u.a. Künstler, Jugendliche und Notleidende im Senegal unterstützt und mit der er gerade eine Schule baut. Im Gespräch mit Thorsten Otto erzählt er von der ersten Begegnung mit seinem Vater. Außerdem verrät er, wie es war, den Dalai Lama zu treffen und woher das M. in seinem Namen kommt.

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