WDR 3 Samstagsgespräch: Raoul Mörchen im Gespräch mit Karl Otto Conrady über die internationale Schriftstellervereinigung und ihre deutsche Geschichte (gesendet in WDR 3 Mosaik am 26.11.2011)

Noch unter dem Eindruck des Ersten Weltkriegs gründete am 5. Oktober 1921 ein Kreis von Schriftstellern in London den PEN-Club. Ihr Ziel war es, selbst im Kriegsfall Grenzen offen zu halten und Brücken zu bauen mittels der Literatur. Im deutschen PEN herrschte allerdings keine Solidarität, als die Nationalsozialisten Autoren verfolgten und Bücher verbrannten. Die humanitären Prinzipien des PEN hielten dagegen die Exilschriftsteller aufrecht, die unter dem Vorsitz von Heinrich Mann eine eigene Vereinigung gründeten. Die Wiedergründung des deutschen PEN-Zentrums nach dem Zweiten Weltkrieg war geprägt vom Kalten Krieg und der deutschen Teilung. Ab 1951 gab es deutsche PEN-Zentren in West- und Ostdeutschland. Die schwierige Vereinigung von West- und Ost-PEN gelang erst 1998 unter dem Vorsitz des Kölner Literaturhistorikers Karl Otto Conrady. © WDR 2010

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