Ulli Wegner – 15.07.2011

„Der Profiboxsport ist ein Haifischbecken, in dem man ohne Erfolg schnell gefressen werden kann.“ Deshalb zählt für Trainerlegende Ulli Wegner nur eines: Leistung! Für seine Boxschützlinge ist der temperamentvolle 69-Jährige eine Mischung aus Trainer, Vater, Lehrer und Diktator, der ihnen alles abverlangt. Wegner wuchs in der ehemaligen DDR auf und wollte nach einer Lehre zum Traktorenschlosser eigentlich Fußballer werden. Durch einen Zufall wurde er von einem Boxtrainer entdeckt und feierte bald Erfolge: Zum Beispiel 1970 als DDR-Mannschaftsmeister. Später wechselte Wegner die Seiten und trainierte Boxgrößen wie Sven Ottke, Markus Beyer, Arthur Abraham und Marco Huck. Mehrfach wurde Wegner als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet. Seine bedingungslose Identifikation mit dem, was er tut, zeigt sich immer wieder am Ring, wenn er mit hochrotem Kopf und heiserer Stimme ruft: „Det reicht nich, Junge! Du musst mehr machen!“

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