Archiv für November, 2018

November 30th, 2018

Josef Joffe über Heinrich Manns Buch "Der Untertan" – "Ich halte die Deutschen für ziemlich anarchisch"

Josef Joffe Herausgeber der "Die Zeit". (imago stock&people)Mit 14 Jahren entdeckte Publizist Josef Joffe Manns „Der Untertan“. Von einem Untertanentum, wie dort ironisch beschrieben, seien die Deutschen inzwischen weit entfernt. Politischer Protest gehöre inzwischen zur Normalität.

Josef Joffe im Gespräch mit Axel Rahmlow
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 08.06.2019 18:46
Direkter Link zur Audiodatei

Share
November 30th, 2018

Linguist über Sprache im Hip-Hop – Poetisch, kunstvoll kombiniert – und mit Botschaft

Herr Sorge a.k.a. Samy Deluxe bei einem Auftritt im Mehr! Theater Hamburg am 28.10.2016.  (imago / Future Image)Die Popakademie Baden-Württemberg lädt zum ersten deutschen Hip-Hop-Symposium. Was macht diese Kunst auch in Deutschland so erfolgreich? Der Linguist Jannis Androutsopoulos erklärt, wie wichtig die Songtexte und ihre Sprachmixtur sind.

Jannis Androutsopoulos im Gespräch mit Liane von Billerbeck
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 08.06.2019 09:09
Direkter Link zur Audiodatei

Share
November 30th, 2018

Robert Habeck über sein Stück "Neunzehnachtzehn" – "Das Herz schlägt für die Revolution"

Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, spricht auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Leipzig. (picture alliance / dpa-Zentralbild / Hendrik Schmidt )Im Theaterstück „Neunzehnachtzehn“ geht es um den Kieler Matrosenaufstand vor 100 Jahren. Geschrieben haben es Robert Habeck und seine Frau Andrea Paluch. Der Grünen-Chef sieht in dem historischen Stoff Parallelen zum eigenen politischen Alltag.

Robert Habeck im Gespräch mit Liane von Billerbeck
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 08.06.2019 08:48
Direkter Link zur Audiodatei

Share
November 30th, 2018

G20-Gipfel – "Trump ist der große Unsicherheitsfaktor"

Ein Plakat mit der Aufschrift G20 an einer Straße in Buenos Aires (picture alliance/dpa/Ralf Hirschberger)Der Aufwand für den G20-Gipfel in Buenos Aires ist riesig. Ist er auch gerechtfertigt? Die Globalisierungsexpertin Claudia Schmucker sagt, die meisten Ergebnisse stünden schon vorher fest. Ausschlaggebend seien informelle bilaterale Gespräche.

Claudia Schmucker im Gespräch mit Liane von Billerbeck
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 08.06.2019 07:50
Direkter Link zur Audiodatei

Share
November 29th, 2018

Zoé Kergomard über die Protestbewegung «gilets jaunes»

Die «gilets jaunes» halten seit einigen Tagen Frankreich im Atem. Zu Tausenden protestieren die Menschen gegen hohe Spritpreise und gegen die Reformpolitik von Präsident Macron. Woher kommt diese Bewegung? Im «Tagesgespräch» befragen wir dazu die Historikerin Zoé Kergomard.

Frankreich hat seit einigen Tagen eine neue Protestbewegung. Die «gilets jaunes». In gelbe Warnwesten gekleidete Franzosen protestieren gegen hohe Benzin- und Dieselpreise und gegen Präsident Macrons Reformpolitik. Am Wochenende sind nach offiziellen Angaben im ganzen Land erneut mehr als 100‘000 Menschen auf die Strassen gegangen. Dabei kam es am Samstag in Paris zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei.

Die Protestbewegung ist breit und diffus. Hinter ihr stehen keine Gewerkschaft und keine Partei. Wer also sind die «gilets jaunes»? Und wie konnten sie sich so rasch mobilisieren? Wir beleuchten die Hintergründe dieser neuen Bewegung mit Zoé Kergomard. Die Historikerin und Politikwissenschaftlerin hat in Paris und Fribourg studiert. Derzeit arbeitet die 29-jährige Französin am Deutschen Historischen Institut in Paris und forscht unter anderem zur demokratischen Partizipation. Barbara Peter hat mit Zoé Kergomard über die «gilets jaunes» gesprochen.

Share
November 29th, 2018

Heidi Z’graggen: Die Aufholjagd der Aussenseiterin

Sie ist die grosse Unbekannte im Rennen um einen Bundesrats-Sitz: Die Urnerin Heidi Z’graggen bewirbt sich um die Nachfolge von Doris Leuthard. Wer ist die 52-jährige CVP-Regierungsrätin und wie denkt sie? Marc Lehmann fühlt ihr im Tagesgespräch auf den Zahn.

Sie wäre das erste Bundesratsmitglied aus dem Urkanton Uri. Und Heidi Z’graggen hat durchaus Chancen. Die SVP hat sich als grösste Fraktion im Bundeshaus schon hinter sie gestellt. Schafft die grosse Aussenseiterin, die national kaum bekannt ist, die Überraschung? Immerhin bringt sie 14 Jahre Regierungserfahrung als kantonale Justizdirektorin und als Frau Landammann mit. Sie handle pragmatisch und lösungsorientiert, heisst es, lässt sich politisch aber nicht so recht verorten. Heidi Z’graggen hat noch eine Woche Zeit, um bis zur Bundesratswahl die Mitglieder der eidgenössischen Räte von sich zu überzeugen. Wie sie die Vorstellungstour angeht, wie sie die Parteien-Hearings erlebt und was sie zu den grossen Fragen in der Schweizer Politik zu sagen hat, erklärt sie im Tagesgespräch.

Share
November 29th, 2018

Hans Wicki: «Beim Jassen reg ich mich auf, nicht in der Politik»

Hans Wicki, FDP, hat regiert; als Gemeindepräsident in Hergiswil und Baudirektor in Nidwalden. Hans Wicki hat geführt; als Wirtschaftschef. Als Ständerat hat er politisiert: Aber es wird kaum möglich sein, Bundesrat zu werden. Er ist trotzdem zuversichtlich und Gast im Tagesgespräch.

Der ehemalige Gemeindepräsident von Hergiswil und Regierungsrat des Kantons Nidwalden, Hans Wicki, sitzt erst drei Jahre im Ständerat. Schweizweit von sich reden gemacht hat er bisher noch nicht und besitzt deswegen auch nicht die Bekanntheit von Karin Keller-Sutter. Seine Wahlchancen sind denn auch deutlich kleiner – auch weil seine Partei, die FDP, keinen Hehl daraus macht, gerne eine Bundesrätin zu stellen. Hans Wicki bleibt trotzdem zuversichtlich, denn er ist es gewohnt, gut mit Gegenwind zu fahren. Auch vor schwierigen Aufgaben schreckt er nicht zurück, wie er sie beispielsweise in Südafrika angetroffen hatte. Was ihn bewegt, warum er politisiert und wie er das Unmögliche einer Bundesratswahl möglich machen will, das erzählt er im Tagesgespräch mit Karoline Arn.

Share
November 29th, 2018

Die Sprache der Politik – Robert Habeck

Robert Habeck ist Schriftsteller – und Spitzenpolitiker. Zwei verschiedene Berufe, ein Medium: In der Redezeit erzählt der Co-Vorsitzenden der Grünen, dass gute Politik vor allem eine Frage der richtigen Sprache ist.

Share
November 29th, 2018

Radikale Gegenwartschronistin – Helene Hegemann

Sie gilt als die junge Stimme der deutschen Literatur, sieht sich selbst allerdings keineswegs als Sprachrohr einer Generation: In der Redezeit findet Helene Hegemann Worte und Geschichten für das Unbehagen an der Gegenwart.

Share
November 29th, 2018

SWR2 Zeitgenossen: Katharina Wackernagel, Schauspielerin.

Sie sei die „Frau für tragende Rollen“ heißt es über die Schauspielerin Katharina Wackernagel. Tatsächlich stand die gebürtige Freiburgerin bereits mit 14 Jahren auf der Bühne. Es folgten unzählige Rollen in Film und Fernsehen. Zum Beispiel die der Vera Wegener, Mutter einer schwerbehinderten Tochter, in dem Film „Contergan“. In „Der Baader-Meinhof-Komplex“ spielte Wackernagel Astrid Proll, die Mitbegründerin der RAF. Aktuell ist sie in der Rolle der Aenne Burda, Frau des Offenburger Verlegers Franz Burda, in dem SWR-Zweiteiler „Aenne Burda – die Wirtschaftswunderfrau“ zu sehen.

Share
November 29th, 2018

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime

Interview mit Marion Theis | Im SWR Tagesgespräch mit Marion Theis wirft Mazyek der Politik vor, die Ausbildung von Imamen in Deutschland zu fordern, aber nichts dafür zu tun.

Share
November 29th, 2018

Stephan Harbarth, Unions-Fraktionsvize, zum UNO-Migrationspakt

Intervie mit Marion Theis | Im SWR Tagesgespräch mit Marion Theis wirft Harbarth der AfD vor, falsche Behauptungen aufzustellen und den Interessen Deutschlands zu schaden.

Share
November 29th, 2018

War 30 Jahre in Afghanistan | Entwicklungshelferin Sybille Schnehage | SWR1 Leute

Sybille Schnehage ist seit drei Jahrzehnten Entwicklungshelferin in Afghanistan. Sie gründete den Verein Katachel e.V., der nach dem Dorf Katachel bei Kunduz benannt wurde und stellt die direkte Hilfe zur Selbsthilfe in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Sie gründete mehr als 30 Schulen, betreibt Nähprojekte und unterstützt mehr als 400 Witwen und Waisen. Als der afghanische Projektleiter Geld und Immobilien veruntreut, geriet der Verein in negative Schlagzeilen. Sybille Schnehage darf seit 2016 nicht mehr nach Afghanistan einreisen, weil die Bundesregierung um ihr Leben fürchtet.

Share
November 29th, 2018

Hat Mukoviszidose, wurde gegen den Rat ihrer Ärzte schwanger, Schauspielerin Miriam Maertens, SWR1 Leute

rtens bei der Ernennung von Nicholas Ofczarek und Michael
Miriam Maertens hat Mukoviszidose, eine unheilbare Erbkrankheit. Trotz düsterer Prognosen der Ärzte verwirklicht sie ihren Traum und wird Schauspielerin. In andere Rollen zu schlüpfen, lenkt sie ab und macht sie mental stark. Mit Anfang dreißig wird sie gegen den Rat der Ärzte schwanger, zu diesem Zeitpunkt ist ihre Lunge schon ziemlich schwach. In „Verschieben wir es auf morgen“ beschreibt Miriam Maertens, wie sie durch alle Widrigkeiten des Schicksals ihren Weg findet und einfach so lebt, als wäre sie gesund.

Share
November 29th, 2018

FM4 Interview mit Regisseurin Eva Trobisch über ihren Film "Alles ist gut"

Ohne auf eine aktuelle Hashtag-Aufregung zu reagieren, liefert „Alles ist gut“ einen wesentlichen, intelligenten und bitter-satirischen Beitrag zu aktuellen Macht- und Geschlechter-Debatten, zu Beziehungs- und Konsenssex-Fragen. Eine Frau – gespielt von Aenne Schwarz – lernt auf einer Party einen Mann kennen, man säuft Schnaps, tanzt am Tisch, grölt mit und am Ende der langen Nacht findet er seine Übernachtungsmöglichkeit nicht. Sie lässt ihn auf ihrem Sofa pennen. Es kommt zu Sex, obwohl sie es nicht will. Danach macht sie weiter, wie bisher. Nix passiert, Schwamm drüber, alles gut.
Eva Trobisch hat ihren Debütfilm über sieben Jahre hinweg entwickelt und geschrieben und ist in diesem Jahr für „Alles ist gut“ (unter anderem) am Filmfest in München als Beste Nachwuchsregisseurin ausgezeichnet worden. Anna Katharina Laggner im Gespräch mit Eva Trobisch.

Share
November 29th, 2018

Horst Hrubesch – Fußball-Legende

Fußball-Legende, Torschützen-König, Kopfball-Ungeheuer und Erfolgstrainer. Horst Hrubesch hat in seiner Fußball-Karriere viele Ehrentitel angesammelt. Martina Knief und Stefan Bücheler haben mit ihm in „hr-iNFO Das Interview“ über Werte im Fußball-Geschäft, sein Hobby Angeln und seine späte Liebe zum Frauenfußball gesprochen.

Share
November 29th, 2018

Der Priester Johannes zu Eltz spricht u. a. über die Tabuthemen, die er öffentlich anspricht.

Er gehört zum deutschen Hochadel. Und eine Karriere als Priester in der Katholischen Kirche war nicht vorgezeichnet. Johannes zu Eltz studierte vor dem Theologiestudium zunächst Jura und schloss mit einer Promotion ab.

Share
November 29th, 2018

Der Verleger Hans-Joachim Gelberg berichtet von seinem Leben und von der Gründungsgeschichte des Verlags Beltz & Gelberg

Wer Kinderbücher schreiben will, muss erst einmal dem Kind in sich selbst vertrauen. Das war immer die Maxime von Hans-Joachim Gelberg. Im Gespräch mit Jochanan Shelliem berichtet der Verleger von seinem Leben und von der Gründungsgeschichte des Verlags Beltz & Gelberg – und er rezitiert zärtlich Gedichte.

Share
November 29th, 2018

Musikkritiker Wolfgang Sander über die Erfolgsgeschichte der hr-Bigband

Die hr-Bigband zählt zu den großen Jazz Ensembles in Europa. Das Renommee verdankt sich allen Spielern- ein Team von siebzehn individuellen Musikern – vom Bassisten, der immer wichtig ist, aber kaum wahrgenommen wird, den Bass Posaunisten, der die Harmonien des Bläsersatzes stützt, bis zu den hohen Trompeten jenseits der Bühnenrampe, die den Klang auf die Spitze treiben. „Siebzehn Feinmechaniker für geschliffene Jazzkunst“ nennt sie der Musikkritiker Wolfgang Sandner. Er hat die Musiker, ihren Chefdirigenten und sowie Manager für den Band „Die glorreichen Siebzehn“ porträtiert. Über die Erfolgsgeschichte der hr-Bigband und ihre Protagonsiten sprechen wir mit Wolfgang Sandner im hr2-Kulturcafé.

Share
November 29th, 2018

Autor Dirk Hülstrunk über sein Klang-Projekt in Hünfeld

„Autorenresidenzen im ländlichen Raum“ heißt ein Projekt, das der Hessische Literraturrat im vergangenen Jahr angestoßen hat. Seit Mitte Oktober residiert nun auch der Frankfurter Autor, Klangkünstler, Sound Poet, Dozent und Moderator Dirk Hülstrunk in Hünfeld. Sein Projekt dort heißt „Der fremde Ton/vorübergehend fremd“. Hülstrunk begibt sich darin auf eine Spurensuche in der Region, die ihm zugleich nah und fern ist. Er macht Field Recordings von dortigen Klanglandschaften und verarbeitet sein Erleben literarisch – die Kirchenglocken, die Mundartgruppen, die Stimmen von Flüchtlingsinitiativen.

Share