Archiv für April 14th, 2018

April 14th, 2018

Roberto Simanowski: Das Problem ist Big Data, nicht Facebook

Mark Zuckerberg hat sich diese Woche vor dem US-Kongress für das Datenleck bei Facebook entschuldigt und Besserung versprochen. Das reiche nicht, meint Medienwissenschaftler Roberto Simanowski im «Tagesgespräch». Es brauche eine grundlegende Diskussion über Facebook und den digitalen Wandel.

«Es war mein Fehler, es tut mir leid». Facebook-Chef Mark Zuckerberg war diese Woche auf Entschuldigungstour vor dem US-Kongress. Nach dem Skandal um den millionenfachen Missbrauch von Nutzerdaten war das soziale Netzwerk von allen Seiten und ungewohnt scharf kritisiert worden.

Es ist ein bekanntes Muster: Sobald Facebook in die Kritik gerät, entschuldigt sich der Chef und gelobt Besserung. Doch dieses Mal zeigte sich Mark Zuckerberg auch offen für mehr Regulierung beim Datenschutz. Was ist davon zu halten? Und reicht das?

Nein, findet der deutsche Medienwissenschaftler und Facebook-Kritiker Roberto Simanowski von der Universität Basel. In mehreren Büchern hat er sich kritisch mit den neuen Medien und dem digitalen Wandel auseinandergesetzt. Es brauche eine ganz grundlegende Diskussion über die Risiken der Digitalisierung, sagt Simanowski. Er ist Gast von Barbara Peter.

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April 14th, 2018

Clement Guitton: Wie der Geheimdienst arbeitet

Die Schweiz hat einen obersten Staatsschützer: Der Bundesrat hat gestern den Waadtländer Jean-Philippe Gaudin zum Nachrichtendienstchef gewählt. Welche Herausforderungen der Neue anpacken muss, erklärt der Geheimdienstexperte Clement Guitton im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.

Über kaum eine Bundesbehörde kursieren so viele Mythen wie über den Nachrichtendienst NDB. Von Dunkelkammer des Staats ist die Rede, von totaler Überwachung – und immer wieder machen Skandale Schlagzeilen wie jüngst der Fall Daniel M. Doch was kann und darf der Nachrichtendienst wirklich? Und in welches Umfeld kommt dessen neuer Chef? Mit welchen Herausforderungen sieht er sich konfrontiert. Der erst 30-jährige Polit-Analyst Clement Guitton aus dem Kanton Freiburg hat ein Buch über den Schweizer Nachrichtendienst geschrieben, das heute im NZZ-Verlag erscheint. Er räumt auf mit den Mythen.

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April 14th, 2018

Die Erfindung der Leistung – Nina Verheyen

Es gibt keine individuelle Leistung. So lautet Nina Verheyens zentrale These. In einer Gesellschaft, die sich selbst als Leistungsgesellschaft versteht, kommt das ketzerisch daher. Ist das Leistungsparadigma nicht zutiefst demokratisch?

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April 14th, 2018

Big Data – Michael Steinbrecher über die Krise des Journalismus

Der Facebook-Datenskandal ist nur ein Beispiel von vielen – durch die Digitalisierung ändert sich der Charakter von „Öffentlichkeit“ grundlegend. Was bedeutet das für die Demokratie, was für den Journalismus?

Gast: Michael Steinbrecher, Journalist, Medienwissenschaftler; Moderation: Julia Schöning

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April 14th, 2018

Robert Habeck, Grünen-Vorsitzender, zum Grundsatzprogramm

Interview mit Marion Theis | Im SWR Tagesgespräch mit Marion Theis kündigt Habeck an, bei der Debatte um ein neues Grünes Grundsatzprogramm die „großen politischen Fragen“ stellen zu wollen.

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April 14th, 2018

Boris Meinecke, Patientenanwalt

Ärztliche Behandlungs- und Kunstfehler, Patienten, die durch falsche Behandlung dauerhaft geschädigt werden, schwerste Behinderungen, weil etwas katastrophal schiefgegangen ist. Das alles ist eine riesige Grauzone ohne wirklich seriöse und belastbare Zahlen. Auch weil die Betroffenen oft gegen eine Mauer des Schweigens rennen. Niemand weiß das besser als Boris Meinecke. Meinecke ist ein erfahrener und erfolgreicher Patientenanwalt, dessen Mandanten durch ärztliche Fehler zum Teil schwerst geschädigt wurden. Juristische Verfahren sind schwierig und langwierig, weil die Beweislast beim Patienten liegt.

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April 14th, 2018

Katika Kühnreich, Sinologin

„Menschen und Unternehmen bekommen noch mehr Macht, Ihr Leben zu zerstören“, sagte Katika Kühnreich auf dem Jahreskongress des Chaos Computer Clubs in Leipzig. Die Sinologin erforscht, wie China mit Hilfe von sozialen Punktesystemen spielerisch Anreize schafft, sich regierungstreu zu verhalten. Die Macher orientieren sich an den Anreizsystemen in Computerspielen. Und da im Alltag kaum noch Bargeld verwendet wird, fast alle Geschäfte mit Smartphone-Apps getätigt werden, werden breite Datenspuren zur Auswertung hinterlassen. Schon bevor die Systeme ab 2020 verpflichtend sind, haben geringe Punktwerte negative Folgen. So können Bürger, die Unterhaltszahlungen für ihre Kinder schuldig geblieben sind, keine Fahrten in Hochgeschwindigkeitszügen buchen. Für Katika Kühnreich ist das, was in China passiert, keine exotische Schnapsidee einer Diktatur in Fernost, sondern Ausdruck eines weltweiten Trends. Katika Kühnreich hat Politikwissenschaft und Sinologie studiert und lebte für längere Zeit in China.

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April 14th, 2018

Shred Kelly

Shred Kelly aus British Columbia genießen bei uns noch den Status eines Geheimtipps, aber das könnte sich mit ihrem aktuellen Album „Archipelago“ ändern. Das Quintett setzt nun verstärkt auf elektrische Gitarren, Synthies und pulsierende Beats, ohne dabei auf ihren prägenden Banjo Sound zu verzichten. Herausgekommen sind strahlende Popsongs mit Tiefe, die Arrangements sind ausgereift, die Stimmen glasklar, und die Melodien haben Klasse. Shred Kelly waren zu Gast im radioeins-Studio im Babylon.

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April 14th, 2018

Dennis "Denyo" Lisk von Beginner

Am 1. September spielen die Beginner mit zahlreichen musikalischen Freunden in der Wuhlheide. Was uns dort erwartet verrät uns Denyo, der radioeins im Schönen Morgen besucht hat.

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April 14th, 2018

Klan

„Lang lebe die Liebe“, so heißt die erste Single der beiden Brüder Stefan und Michael aus Leipzig. Gemeinsam bilden sie das Duo Klan und mit ihren präzisen deutschen Texten lassen sie aufhorchen. Wenn Klan über Liebe und Freundschaft singen, klingt das alles andere als kitschig, denn es geht ihnen darum die Brüche und das Widersprüchliche offenzulegen. Michael ist bei Klan für die Texte und den Gesang zuständig und Multiinstrumentalist Stefan kreiert mittels Keyboards, Drumcomputer und Gitarre den passenden Sound zwischen, Pop, Rock und einer Prise Soul. Klan waren zu Gast im radioeins-Studio im Babylon.

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April 14th, 2018

Sarah Klang

In ihrer Heimat Schweden ist Sarah Klang momentan in aller Munde. Mit ihrem Debüt „Love In The Milky Way“ landete die Songwriterin sofort auf Platz eins der Charts und 2,5 Millionen Streams bei Spotify sprechen für sich. Wie ihre Kolleginnen von First Aid Kit, so liebt auch Sarah Klang amerikanischen Country und Folk. Mit ihrer kraftvollen und zugleich emotionalen Stimme müsste Sarah Klang auch international den Durchbruch schaffen. „Sarah Klang ist eine Künstlerin nach der sich alle gesehnt haben: Sie steht für etwas Neues, Vollkommenes und sehr Eigenes. Es ist unmöglich sich ihrem Zauber zu entziehen“, schwärmt das Svenska Dagbladet und das kann man heute Abend im Auster Club überprüfen.

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April 14th, 2018

FM4 Interview: David Schalko

Der Wiener Autor und Regisseur David Schalko hat einen neuen Roman geschrieben: „Schwere Knochen“ ist ein Vorstadt- und Gangsterroman, dessen Hauptfigur Ferdinand Krutzler elf Mal wegen Notwehr freigesprochen worden ist. Anekdote um Anekdote fügt sich zu einem Werdegang, der von der 1. Republik bis ins Österreich der 60er Jahre reicht. Im FM4-Interview mit Maria Motter erzählt David Schalko von den realen Vorbildern für seine Figuren und wie er die Sprache dieses alten Wiens der Nachkriegszeit freigelegt hat.

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April 14th, 2018

Michael Jürgs im Gespräch

Er war Mitte dreißig, ehrgeizig und bereit für einen journalistischen Coup. Michael Jürgs führte 1981 das letzte große Interview mit Romy Schneider: Drei Tage in Quiberon.

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April 14th, 2018

Gerd Koenen – Frankfurter Historiker

Im Interview mit Alexander Göbel erinnert sich der Frankfurter Zeithistoriker Gerd Koenen an seine 68er Zeit: als er sich in Tübingen der Studentenbewegung anschloss und in Berlin Rudi Dutschke erlebte, als er in Frankfurt seine Promotion schmiss und warum er nie einen Pflasterstein geworfen hat.

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April 14th, 2018

Stefan Pelzer – politischer Aktionskünstler

Funktioniert Kunst als politische Waffe? Das „Zentrum für politische Schönheit“ beantwortet diese Frage mit Ja ! Das Künstler- und Aktivistenkollektiv aus Berlin wählt für seinen Protest und seine politischen Botschaften einen ästhetischen Rahmen: so bauten sie eine Kopie des Holocaust Mahnmals vor dem Haus des AfD-Politikers Björn Höcke, sorgten für Ausnahmezustand in der thüringischen Provinz und für eine breite Diskussion. Provokation und Eskalation gehören zu allen Aktionen des Zentrums, dessen „Eskalationsbeauftragter“ Stefan Pelzer ist. Mit ihm hat Stefan Bücheler über Ziele und Grenzen ihrer politischen Aktionskunst gesprochen.

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April 14th, 2018

Am Tisch mit Maria Jepsen, "Kirchenfeministin"

Ihr Lebensmotto lautet „Wie Kinder fromm und fröhlich sein.“ Und das passt wirklich gut zu ihr, der gar nicht so kühlen Norddeutschen.

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April 14th, 2018

Am Tisch mit Dörthe Jung, "Karriereanschieberin"

Wenn über die 1968er in Frankfurt – einem Zentrum der Bewegung – gesprochen wird, fällt immer auch der Name Dörthe Jung. Die Studentin der Soziologie an der Goethe-Uni engagierte sich gleich 1968 in der neuen Frauenbewegung.

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April 14th, 2018

Zu Gast war Charly Hübner, Theater-, Film- und Fernsehschauspieler

Wer Charly Hübner einmal als Theater-, Film- oder Fernsehschauspieler gesehen hat, wird sich sein Gesicht und sein Spiel einprägen. Egal ob er den Kommissar Bukow im Polizeiruf gibt oder am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg auf der Bühne steht. Für seine Rollen in „Onkel Wanja“ und „Schuld und Sühne“ am Deutschen Schauspielhaus wurde Hübner mit dem Gertrud-Eysoldt-Ring geehrt. Jetzt läuft nicht nur ein Film mit ihm an, er spielt den Fotografen Robert Lebeck in dem Romy Schneider Film „Drei Tage in Quiberon“, sondern auch ein Film von Charly Hübner. „Wildes Herz“ heißt er und begleitet die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ aus Mecklenburg-Vorpommern bei ihren Auftritten.

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April 14th, 2018

Zu Gast war Till Brönner, Jazz-Trompter

Till Brönner ist heute einer der renommiertesten Jazz-Trompeter Deutschlands. Angefangen aber hat er im Bundesjazzorchester, dem Jugendjazzorchester der Bundesrepublik Deutschland. Heute wird dieses Nachwuchsorchester mit dem Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet. Die Laudatio hält kein geringer als Till Brönner. Im hr2 Kulturcafé wird er sich an seine Anfangszeit erinnern und darüber sprechen, was ihm dieses Orchester einmal bedeutet hat.

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April 14th, 2018

Zu Gast war Christoph Marx, Autor u.a. von "Imagine"

Wie in keinem Jahrzehnt zuvor, ergriff eine weltweite Jugendbewegung in den 60er-Jahren die Initiative und begann, eine Weltordnung einzufordern, die schlicht anders sein sollte. Zum ersten mal entstand so etwas wie ein globales Denken im Protest und eine gemeinsame Sprache in der Popkultur. In den USA kämpfte die Bürgerrechtsbewegung gegen Rassismus und den Vietnamkrieg, in Westeuropa thematisierten Studenten die Nichtaufarbeitung des Nationalsozialismus. In Afrika befreiten sich die Kolonien von ihren Kolonialherren. Im „summer of love“ 1967 feierte der Idealismus ein Freudenfest und inspirierte Hippies auf der ganzen Welt. Mit ihrem Buch „Imagine“ laden Markus Hattstein und Christoph Marx zu einer Zeitreise in die Welt der 68er ein. Zwischen Antibabypille und dem Kniefall von Warschau entstand eine ideelle Weltrevolution. Was das bedeutet, sagt uns einer der Autoren, Christoph Marx.

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