Archiv für April 7th, 2018

April 7th, 2018

Alexander Hug: Einsatz an der ukrainischen Front

Der Krieg in der Ukraine hat sich aus den Schlagzeilen verabschiedet – aber er schwelt weiter. Noch immer wird geschossen, gibt es Tote. Dabei müssten und könnten die Waffen längst schweigen, sagt OSZE-Beobachter Alexander Hug im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.

10’000 Tote hat der Konflikt im Osten der Ukraine in den letzten vier Jahren gefordert, und noch immer ist kein Ende in Sicht – trotz dem in Minsk vereinbarten Waffenstillstandsabkommen. Die täglichen Verletzungen dieses Abkommens muss Alexander Hug ermitteln und rapportieren.

Der 45jährige Luzerner ist stellvertretender Leiter der OSZE-Beobachtermission im Konfliktgebiet in der Ostukraine. Hug weilt gerade kurz auf Schweiz-Besuch: Marc Lehmann hat die Gelegenheit wahrgenommen, um mit ihm über einen bei uns schon fast vergessenen Krieg zu sprechen.

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April 7th, 2018

Wilfried Meichtry und die starken Frauen

Er porträtierte die Frauenrechtlerin Iris von Rothen mit einem Buch und Film, nun die Reisereporterin Katharina von Arx. Ihr Ausbrechen aus der Frauenrolle weckte Sehnsüchte von Frauen in den 50ern und bewegt auch heute. Karoline Arn spricht mit Wilfried Meichtry im Tagesgespräch.

Genau vor 90 Jahren kam Katharina von Arx als Fabrikantentochter in Niedergösgen zur Welt. Sie wurde vom Vater gefeiert wie eine Prinzessin. Doch dann begann das Leben zu drehen. Die Fabrik ging Konkurs, der Vater verliess die Familie. Katharina nahm sich vor, ihr Leben fortan alleine zu meistern. Das ist ihr gelungen, mit viel Eigensinn, Humor und Neugierde. Sie unternahm Anfang der 50er Jahre ohne Geld eine Weltreise, nur mit einer Ukulele und einem Skizzenblock bewaffnet – ihre Berichte machten sie weltberühmt. Sie bereiste mit ihrem Mann über drei Jahre die Südsee und verfasste Reportagen von den entlegensten Orten. Aus Geldnot kaufte sich die junge Familie eine Ruine im waadtländischen Romainmôtier, die sich zu einem schicksalshaften Schatz erwies. Katharina von Arx und ihr Mann Freddy Drilhon ist nicht das erste Schweizer Paar, dessen Leben Meichtry in einem Buch aufarbeitet und verfilmt. Auch die Frauenrechtlerin Iris von Rothen und ihr Mann, CVP-Nationalrat Peter von Rothen hat Meichtry porträtiert. Was fasziniert Wilfried Meichtry an diesen Lebensgeschichten, dass er sich jahrelang damit befasst? Welche Spuren hinterlassen diese unterschiedlichen Frauen in der Schweiz? Warum braucht es ein Buch und einen Film, um ein Leben nachzuzeichnen? Was haben Spielfilmelemente im Dokumentarfilm zu suchen?

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April 7th, 2018

Integration und ihre Fallstricke – Inga Liebig

In Zeiten, wo viele Deutsche Angst vor einer Überfremdung haben, klingt häufig die Forderung an: Die Zugezogenen sollen sich möglichst schnell integrieren. Integrationskursleiterin Inga Liebig erzählt in der Redezeit Geschichten aus dem Klassenzimmer.

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April 7th, 2018

Die Bundeswehr und der "Ernstfall Frieden" – Wolfram Wette

Nach der NS-Zeit fand in der deutschen Militärpolitik ein grundlegender Paradigmenwechsel statt: Nicht mehr der Krieg ist seitdem das Maß der Dinge, sondern die Friedenssicherung, der „Ernstfall Frieden“.

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April 7th, 2018

Die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer

im Interview mit Florian Rudolph | Im SWR2-Tagesgespräch fordert Beer die Sozialen Netzwerke auf, ihre Nutzer genau zu informieren, wie deren Daten gefiltert und wozu sie genutzt werden.

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April 7th, 2018

Luise Molling von Foodwatch e.V.

im Interview mit Florian Rudolph | Im SWR-Tagesgespräch sagte die Sprecherin der Verbraucherschutzorganisation, dass die britische Zuckersteuer bereits jetzt ein Erfolg sei. Viele Getränkehersteller hätten schon im Vorfeld den Zuckeranteil reduziert.

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April 7th, 2018

Franz Keller, Koch und Gastronom

Er gehört neben Eckart Witzigmann zur ersten Generation der großen deutschen Köche, der zum Beispiel die Queen, Angela Merkel und andere wichtigen Menschen bekochte. Er bekam viele Sterne und hatte viele Referenzen: Bei Ducloux und Bocuse gelernt, zuhause in Oberbergen den „Schwarzen Adler“ übernommen, Ausflüge nach Italien und nach Köln und dann vor zwanzig Jahren die Wende: Franz Keller begann, Schweine und Rinder selbst zu züchten. Und er verabschiedete sich aus dem Sternezirkus. Sein Motto heute (und der Titel seines Buches): „Vom Einfachen das Beste“. Franz Keller, der nach wie vor in Hattenheim die legendäre „Adler-Wirtschaft“ betreibt, ist zu Gast in „SWR1 Leute“.

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April 7th, 2018

Jacqueline Bächli-Biétry, Schweizer Verkehrspsychologin

Die meisten Raser sind männlich und jung. Viele kommen aus problematischen Verhältnissen. Vielen fehlt es an Empathie und Einfühlungsvermögen. Und viele nehmen den Tod anderer Menschen billigend in Kauf: Die Schweizer Verkehrspsychologin Jacqueline Bächli hat in ihrem beruflichen Alltag mit diesen Menschen zu tun. Seit 30 Jahren erstellt sie psychologische Gutachten, deren Ergebnisse verurteilten Rasern den Führerschein zurückgibt oder auch nicht. Das alles in einer heute emotional hoch aufgeheizten Atmosphäre, in der ein deutsches Gericht zwei Raser bereits wegen Mordes verurteilte.

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April 7th, 2018

Poems For Laila

Zwischen dunklem Folk, Pop, Chanson bewegt sich das Duo von Nikolai Tomás und Joanna Gemma Auguri. „Dark Timber“, das neue Album von Poems for Laila wurde in einer Jurte im Havelland aufgenommen. Das Album ienstand in absoluter Abgeschiedenheit und erstmals haben Nikolai Tomás und Joanna Gemma Auguri die Songs geschrieben haben. Jetzt geht es auf Tour und am 28. April 2018 werden Poems For Laila im Frannz Club in Berlin auftreten. Heute begrüßte Christiane Falk Joanna von Poems For Laila im radioeins-Studio.

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April 7th, 2018

Die Skeptiker

Gegründet vor mehr als 30. Jahren in Ost-Berlin, sind die Helden des DDR Undergrounds immer noch aktiv und wütend wie eh und je. Zwar ist nur noch Sänger Eugen Balanskat als Gründungsmitglied dabei, aber Die Skeptiker sind sich treu geblieben. Morgen, am 06. April 2018, stellen sie ihr neues Album „Kein Weg zu weit“ im Gladhouse in Cottbus vor und am 7. April 2018 spielen Die Skeptiker dann im Astra in Berlin.

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April 7th, 2018

Bad Stream

Bad Stream, so heißt nicht nur das Solodebüt des von Martin Steer, es ist auch gleichzeitig der Name seines neuen Projektes. Der Gitarrist von „Frittenbude“ liebt Postrock und Noise und Dronesounds. Das passt perfekt zum Konzept des Albums, denn es geht in den Songs um die Internetsucht, über das Abtauchen ins Reich der Social Media, übers Ertrinken in Datenmüll und kaputten Links. „Bad Stream“ ist ein Post-Industrial / Electronica Soundtrack über Resignation, Isolation und Zynismus im neoliberalen Cyberspace mit hybriden Songs, für die es keine Grenzen zwischen Rock und Elektronik gibt.

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April 7th, 2018

FM4 Interview: Isolation Berlin

Sie selbst bezeichnen ihre Musik als „Berliner Schule“ oder „Proto-Pop“: Isolation Berlin ist eine der letzten, eher schlecht gelaunten Rockbands der Bundesrepublik Deutschland. Aber das macht die vierköpfige Truppe um Tobias Bamborschke auch liebenswert, weil Isolation Berlin mit ihrem Kneipen-Indie-Rock einen sehr guten Gegenentwurf zum gefühligen Deutschpop der Gegenwart liefern und auch zur bunten Illusion von Berlin als dauervergnügte Partywelthauptstadt. „Vergifte Dich“ heißt das zweite Album von Isolation Berlin. Christian Lehner hat Sänger Tobias Bamborschke ebendort, also in Berlin, zum Gespräch getroffen.

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April 7th, 2018

FM4 Interview: Heinz Bude

Der deutsche Soziologe Heinz Bude lehrt an der Universität Kassel und ist Autor zahlreicher Bücher. Zuletzt hat Heinz Bude über die Macht von Stimmungen geschrieben, sein aktuelles Buch heißt „Adorno für Ruinenkinder. Eine Geschichte von 1968“. Thomas Edlinger hat mit Heinz Bude für FM4 Im Sumpf gesprochen, über heimatlose Antikapitalisten und entspannte Systemfatalisten, über das alte und das neue 1968 und die Entwicklung der Sozialform Party.

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April 7th, 2018

Jörg Stempel im Gespräch

Er war und ist quasi die Seele des Sounds aus dem Osten: Jörg Stempel, langjähriger Geschäftsführer der DDR-Plattenfirma AMIGA, die kürzlich ihr 70jähriges Bestehen feierte.

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April 7th, 2018

Katrin Behr – Gründerin des Vereins "Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen"

Kathrin Behr hat eines der dunkelsten Kapitel der DDR-Geschichte erlebt. Ihre Mutter wurde vor ihren Augen verhaftet, sie selbst wurde zwangsadoptiert. Heute berät die Anfang 50-jährige andere Betroffene in ihrer Beratungstelle in Berlin. Bis heute ist unklar, wie viele Menschen in der DDR Opfer von Zwangsadoptionen wurden: Zwischen 1950 und1991 gab es 7000 Adoptionen ohne Einverständnis. Ein Teil davon war politisch motiviert, weil der Staat Kinder von kritischen, nicht linientreuen Eltern trennen wollte. Jetzt haben Betroffene im Bundestag eine Petition überreicht.

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April 7th, 2018

Carl von Siemens – Journalist und Autor

Er hat beruflich einen anderen Weg eingeschlagen, als viele andere aus seiner berühmten Familie: Carl von Siemens. Er ist der Urururenkel des Firmengründers Werner von Siemens. Er arbeitet nicht im Unternehmen sondern ist Journalist, Schriftsteller und er engagiert sich umweltpolitisch.
Ausgerechnet bei einer Reise ans andere Ende der Welt hat er begonnen, sich kritisch mit dem eigenen Erbe auseinander zu setzen. Wie es dazu kam und welche Erfahrungen er gemacht hat auf der Suche nach dem Ursprünglichen, darüber hat Mariela Milkowa mit Carl von Siemens gesprochen.

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April 7th, 2018

Am Tisch mit Ludwig Lugmeier, "Fensterspringer"

Bevor Ludwig Lugmeier aus dem Fenster im ersten Stock des Frankfurter Landgerichtsgebäudes sprang, hatte er eine Minute und 55 Sekunden Zeit zur Flucht gehabt beim größten Bankraub seit dem Zweiten Weltkrieg.

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April 7th, 2018

Zu Gast: Peter Kemper, Helge-Schneider-Kenner

In seinen Liedern besingt er so tiefschürfende Themen wie Käsebrote und Katzenklos. Doch Helge Schneider ist weit mehr als der Komiker, über dessen Nonsense-Texten man den Kopf schüttelt. Der Comedian aus Mühlheim an der Ruhr ist ein Unterhaltungskünstler und Multitalent im besten Sinne: Hörspiel- und Romanautor, Schauspieler, Filmemacher und natürlich Sänger. Auf der Bühne spielt er Klavier, Cello, Akkordeon, Vibraphon und eigentlich auch noch jedes andere Instrument. Der Musikkritiker Peter Kemper begleitet Helge Schneiders Karriere schon seit vielen Jahren und konnte schon zahlreiche Interviews mit dem Katzeklo-Poeten führen. Jetzt hat Peter Kemper ein Buch zu Helge Schneiders Leben und Werk im Reclam-Verlag veröffentlicht. Darüber und über das Phänomen Helge Schneider sprach Peter Kemper im hr2-Kulturcafé mit Daniella Baumeister.

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April 7th, 2018

Zu Gast: Autorin Esther Kinsky über Italien abseits der Wege

„Hain“, der neue, gerade mit dem Belletristikpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnete Roman von Esther Kinski, ist laut Untertitel ein „Geländeroman“. Es geht ums Reisen, suggeriert der Untertitel, aber die drei in diesem Roman geschilderten Italienreisen führen nicht zu den altbekannten Tourismusmagneten Rom oder Florenz, sondern tatsächlich ins Gelände, ins unwegsame Abseits: In die Hügellandschaft nordöstlich von Rom und in die magische Lagunenwelt der Poebene. Damit verschlungen ist noch eine Reise in die Kindheit der Protagonistin. Eine ambitionierte literarische Reise, die Esther Kinski unternimmt und über die Daniella Baumeister mit ihr sprach.

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April 7th, 2018

Zu Gast war: Martin Schulze Wessel, Osteuropahistoriker

Im Januar 1968 übernahm Alexander Dubcek die Führung der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KPC). Er setzte einen Reformkurs in Gang, der als „Prager Frühling“ in die Geschichte eingegangen ist. Vor 50 Jahren (5. April 1968) verabschiedete die tschechoslowakische KP ein Aktionsprogramm, das die Lockerung der Planwirtschaft, Meinungs- und Informationsfreiheit und eine Aufarbeitung der stalinistischen Vergangenheit vorsah. Die damaligen Reformen ließen die Hoffnung aufkommen, dass ein „Sozialismus mit menschlichem Antlitz“ möglich sei. Die Aufbruchsstimmung endete jedoch mit der gewaltsamen Niederschlagung durch Truppen des Warschauer Paktes. Das aktuelle Buch „Der Prager Frühling. Aufbruch in eine neue Welt“ ist die erste deutschsprachige Gesamtdarstellung der Ereignisse in der Tschechoslowakei des Jahres 1968. Der Autor, der Osteuropahistoriker Martin Schulze Wessel, ist Gast im hr2-Kulturcafe. Wir sprechen mit ihm über die Prager Reformbewegung als den Versuch einer Annäherung zwischen sowjetischem System und westlicher Gesellschaftsform, ihre Bedeutung für die Aufarbeitung des Stalinismus und die Aktualität der Ideen der Prager Reformer für heute.

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