Archiv für März, 2018

März 31st, 2018

Zum Abschied von SRF-Auslandkorrespondentin Iren Meier

37 Jahre Radiojournalismus, viele Jahre Berichterstattung aus Konfliktgebieten, abertausende Beiträge, Reportagen und Gespräche – SRF-Auslandkorrespondentin Iren Meier geht in Pension und zieht Bilanz im «Tagesgespräch» mit Barbara Peter.

Bosnienkrieg, Kosovokrieg, Libanonkrieg, Gazakrieg: Wie kaum jemand bei Radio SRF hat Iren Meier mit ihren Berichten uns allen Brennpunkte und Konfliktregionen im Ausland nähergebracht. Hat Zeugen, geflüchteten Menschen und Opfern eine Stimme gegeben und über die bedrückende Realität des Krieges berichtet.

Nun geht Iren Meier nach 37 Jahren bei Radio SRF in Pension. Im «Tagesgespräch» erzählt sie auch davon, wie sie bei allem Elend nie das Farbige, Fröhliche und Menschliche aus den Augen verloren hat. Auch das sei Teil der Realität ihrer Zeit als Südosteuropa-Korrespondentin in Belgrad oder als Nahost-Korrespondentin in Beirut gewesen. Über die Spuren, welche die jahrzehntelange Arbeit im Ausland bei ihr hinterliess und das, was am Ende dieses Berufslebens bleibt, darüber spricht Iren Meier mit Barbara Peter.

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März 31st, 2018

Verzweifelte Vereinigte Staaten? Klaus Brinkbäumer

Der Chefredakteur des Spiegel hat ein Buch mit provokantem Titel geschrieben: „Nachruf auf Amerika. Das Ende einer Freundschaft und die Zukunft des Westens“ heißt es.

Gast: Klaus Brinkbäumer, Chefredakteur des Spiegel; Moderation: Sabine Brandi

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März 31st, 2018

SWR2 Zeitgenossen: Gert Heidenreich, Schriftsteller und Journalist

Gert Heidenreich ist einer der vielseitigsten deutschen Intellektuellen. Der gebürtige Brandenburger, der sich selbst einen Alt-68er nennt, war Präsident des PEN-Zentrums West, heute ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seine Theaterstücke, Erzählungen, Romane und politischen Essays sind Auseinandersetzungen mit der Zeit des Nationalsozialismus und der 1968er-Bewegung. Bekannt ist Gert Heidenreich aber auch für seine unverwechselbare Stimme. Als Sprecher von Hörbüchern, darunter Umberto Ecos „Der Name der Rose“ oder J.R.R. Tolkiens „Herr der Ringe“-Saga, hat Heidenreich Rundfunkgeschichte geschrieben.

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März 31st, 2018

Annette Widmann-Mauz (CDU), Integrationsbeauftragte zu "Religiösem Mobbing"

Interview mit Mirjam Meinhardt | Im SWR Tagesgespräch mit Mirjam Meinhardt verurteilt die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Widmann-Mauz, Mobbing aus religiösen Gründen. „Religion ist keine Frage von Toleranz, das ist ein Grundrecht“. Dies gelte es zu verteidigen.

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März 31st, 2018

Jack Barsky, Ex-KGB-Spion

Er ist der vermutlich letzte KGB-Spion in den USA – und allein dieser Satz macht klar, welch abenteuerliches Leben hinter ihm liegt. Die ersten dreißig Jahre seines Lebens hieß er Albrecht Dittrich, seit 40 Jahren ist er Jack Barsky: Ein DDR-Bürger und überzeugter Kommunist, der sich in Jena Anfang der 70er Jahre anwerben lässt und den der sowjetische Geheimdienst später in die Vereinigten Staaten schickt, der von dort allerdings wenig Brauchbares liefert und der sich selbst abschaltet mit der Begründung, er habe Aids im Endstadium. Der dann doch noch auffliegt und den alles Glück der Welt vor einem amerikanischen Gefängnis bewahrt. „Der falsche Amerikaner“, so nennt Barsky seine gerade erschienene Autobiografie.

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März 31st, 2018

Máni Orrason

Der 20 Jahre junge Máni Orrason hatte mit 15 Jahren bereits einen Gold-Hit in Island und nun kommt sein Debütalbum „I Woke Up Waiting“ diesen Freitag über alle bekannten Kanäle auf die Bildfläche. Knut Elstermann begrüßte Máni Orrason im radioeins-Studio im Babylon.

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März 31st, 2018

Eric Wrede

Wrede wächst in Rostock und Berlin-Weißensee auf. Er studiert Germanistik und Geschichte, jobbt in einem Plattenladen und arbeitet nachts als DJ in Berliner Clubs. Da ist der Sprung zum Job in der Musik-Industrie zwar nicht selbstverständlich, aber durchaus plausibel. Tim Renner gründet damals gerade Motor Music, Wrede ist mit von der Partie, erst als Praktikant, dann als Manager für Bands wie Selig oder Polarkreis 18. Mit der Zeit verschiebt sich sein Gefühl zur Musik, die Arbeit macht weniger Spaß. Zeit für einen Wechsel. Aber was könnte es sein? So absurd es ihm anfangs erscheint, so sicher war und ist er sich bis heute: Eric Wrede wird Bestatter mit eigenem Bestattungshaus „lebensnah“ und eigenem Podcast „The End“. Wie es dazu kam, was genau er anders macht und warum er für einen neuen Zugang zum Thema Sterben plädiert – das erzählt uns der 37jährige am Sonntag in der Hörbar Rust auf radioeins.

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März 31st, 2018

FM4 Interview: Tracey Thorn

ie britische Sängerin, Songwriterin und Autorin Tracey Thorn hatte mit dem Duo „Everything But The Girl“ mit „Missing“ 1994 einen globalen Clubhit. „Everything But The Girl“ gibt es seit einigen Jahren nicht mehr, Tracey Thorn ist aber weiterhin nicht nur musikalisch aktiv: Als Autorin schreibt sie eine Kolumne für den „New Statesman“ und hat zwei Bücher veröffentlicht, vor kurzem ist auch ihr neues Soloalbum herausgekommen. Die Platte heißt „Record“ und ist das erste Album von Tracey Thorn seit sechs Jahren. Christoph Sepin hat Tracey Thorn um Interview getroffen.

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März 31st, 2018

Am Tisch mit Herfried Münkler, "Geschichtsanalytiker"

Er ist Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität, gehört zu den gefragtesten Politikberatern unserer Zeit. Dabei schreibt Münkler – abgesehen vom Migrations-Bestseller „Die neuen Deutschen“ – vor allem historische Bücher.

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März 31st, 2018

Michael Haneke, Filmemmacher

Abgründig und genial: der große Filmemacher Michael Haneke
Michael Haneke macht anspruchsvolles Kino, das den Zuschauern einiges abverlangt. Der vielfach ausgezeichnete Filmemacher blickt auf die dunklen Seiten unserer Gesellschaft, ob in seinem Film „Funny Games“, „Die Klavierspielerin“ oder „Das weiße Band“. Für seinen Film „Liebe“ wurde Haneke mit einem Oscar ausgezeichnet – und dass er jetzt an einer Fernsehserie arbeitet, kommt einer kleinen Sensation gleich. Ein bitterböses Sittengemälde soll die zehnteilige Serie werden, in der junge Menschen im Mittelpunkt stehen. Über seine Filme, seine Vorbilder und die TV-Serie unter dem Arbeitstitel „Kelwins Buch“ erzählt Michael Haneke im hr2-Kulturfrühstück ab 9.10 Uhr.
Michael Hanekes Buchempfehlungen:
· Lew Tolstoi: „Krieg und Frieden“, neu übersetzt von Barbara Conrad, Hanser Verlag 2010
· Ferdinand von Schirach: „Strafe“, Luchterhand Literaturverlag 2018
· Thomas Mann: „Doktor Faustus“, Fischer Taschenbuch 1990
· Robert Musil: „Gesammtausgabe. Bd. 1-6: Der Mann ohne Eigenschaften“, Jung und Jung Verlag 2016 – 2017

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März 31st, 2018

Gerald Hüther

Mit Büchern wie „Etwas mehr Hirn bitte“ und „Jedes Kind ist hochbegabt“ hat er sich einen Namen gemacht. Der Hirnforscher Gerald Hüther glaubt an das Potenzial in jedem Menschen. Den Grund dafür erklärt er im hr1-Talk.

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März 31st, 2018

Kultursoziologe Ulrich Bröckling – Was macht ein Opfer zum Helden?

Mann mit Rettungsring steht im Meer auf den Schultern eines anderen Mannes. (imago stock&people)Um eine Geisel zu retten, setzte der Polizist Beltrame sein Leben aufs Spiel – und wurde erschossen. Frankreich feiert ihn jetzt als Helden. Doch die Forderung, Opfer zu bringen, kann schnell ins Autoritäre abrutschen, warnt Kultursoziologe Ulrich Bröckling.

Ulrich Bröckling im Gespräch mit Hans-Joachim Wiese und Liane von Billerbeck
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 05.10.2018 18:10
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März 31st, 2018

Unbekanntes Kammersystem im Körper – Neues Organ entdeckt?

Eine anatomische Figur ermöglicht einen Einblick in die menschlichen Organe. (Samuel Zeller / Unsplash)Überraschende Entdeckung: Ärzte der New York University School of Medicine haben im Bauchraum eines Patienten eine Art Netzwerk aus mit Flüssigkeit gefüllten Kammern entdeckt. Dabei könnte es sich um ein unbekanntes Organ handeln, sagt der Mediziner Michael Zeißberg.

Michael Zeißberg im Gespräch mit Hans-Joachim Wiese und Liane von Billerbeck
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 05.10.2018 17:36
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März 31st, 2018

Philosoph Di Blasi über Opferrollen – Die Gefahr, Privilegienverlust mit Diskriminierung zu verwechseln

Frauentags-Demonstration in Berlin - die Proteste richteten sich gegen Sexismus und Geschlechterdiskriminierung. Auf einem Schild steht "Gleiche Rechte für alle", Demonstrantinnen rufen etwas mit erhobenem Arm (imago/Christian Mang)Auch weiße, heterosexuelle Männer fühlen sich inzwischen als Opfer. Solche Gruppenidentitäten begünstigen eine gesellschaftliche Spaltung, sagt der Philosoph Luca Di Blasi. Dass man sich als Opfer wahrnehme, könne aber auch dabei helfen, die Sorgen anderer ernst zu nehmen.

Luca Di Blasi im Gespräch mit Dieter Kassel
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 05.10.2018 08:12
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März 31st, 2018

Wilbert Olinde, Basketballer und Coach

„Black Pearl“ war sein Spitzname als Basketball-Profi. Wilbert Olinde muss aufgefallen sein, als er 1977 nach Deutschland kam: Über zwei Meter groß, Schuhgröße 49, ein Afroamerikaner in Göttingen. Das war zu einer Zeit, in der nur ein Ausländer pro Mannschaft in der Deutschen Bundesliga spielen durfte. Nur eine Saison wollte der, aus Louisiana stammende, junge Mann in Deutschland bleiben. Daraus wurde ein ganzes Leben. In seiner Kindheit erlebte er Rassismus in der Schule und durfte sich mit seiner ersten Freundin, einer Weißen, nicht auf der Straße zeigen. Deutsch lernte der schüchterne Junge schon an der Highschool. In der Bundesrepublik war er bald so bekannt, dass er sogar beim damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl auftrat. Nach einer Krebserkrankung musste er seine aktive Sportlerkarriere aufgeben. Er wurde Manager einer Bank und arbeitet inzwischen als Motivationstrainer. „Ich leuchte Menschen den Weg zu Ihrem Gipfel. Unterstütze sie, ihren Fokus zielgerichtet einzustellen. Ihre Sinne zu schärfen, ihrer Intuition zu vertrauen und Begeisterung und Leidenschaft zu entfachen.“ Sein ältester Sohn, Louis Olinde, ist in die Fußstapfen seines Vaters getreten und spielt als Basketball-Profi für Brose Bamberg.

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März 31st, 2018

Ingrid Hopman, Pilotin

Mit ihren 78 Jahren ist Ingrid Hopman die älteste Pilotin Bayerns. Sie hat viele Länder von oben gesehen, eigentlich aber etwas ganz anderes gelernt: Anästhesieschwester. Moderation: Ursula Heller

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März 30th, 2018

Skripal-Affäre – Grünen-Politikerin Vollmer "entsetzt" über deutsche Russland-Politik

Die Grünen-Politikerin Antje Vollmer (picture alliance)Die Grünen-Politikerin Antje Vollmer wirft Außenminister Heiko Maas vor, das gute Verhältnis zu Russland zu verspielen. Die Reaktion in der Skripal-Affäre widerspreche der Tradition der Entspannungspolitik. „Man kommt nicht weiter, wenn man sich gegenseitig mit Sanktionen überzieht.“

Antje Vollmer im Gespräch mit Elke Durak
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 06.10.2018 12:09
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März 29th, 2018

Astrid Frefel: «Die Menschen in Ägypten sind müde»

Bis Mittwoch läuft in Ägypten die Präsidentenwahl. Am Wahlsieg von Amtsinhaber al-Sisi zweifelt niemand. Er regiert das Land seit 2014 mit harter Hand. Wie sich Ägypten verändert hat und wohin das Land steuert, bespricht Barbara Peter mit der Journalistin Astrid Frefel in Kairo.

Drei Tage dauert die Wahl des Präsidenten in Ägypten. Noch bis morgen können rund 60 Millionen Ägypterinnen und Ägypter den neuen Präsidenten wählen. Wobei der neue mit grösster Wahrscheinlichkeit der alte sein wird. Amtsinhaber Abdel Fattah al-Sisi dürfte mit grosser Mehrheit wiedergewählt werden. Neben ihm steht nur ein Gegenkandidat zur Wahl, der sich vor allem als grosser Sisi-Anhänger inszenierte. Was also ist von dieser Wahl zu erwarten? Und was heisst das für die Zukunft des Landes? Die Journalistin Astrid Frefel berichtet bereits seit 18 Jahren aus Kairo, sie hat ägyptische Machthaber kommen und gehen sehen. Aktuell stellt sie in der Bevölkerung eine grosse Müdigkeit fest, der zermürbende Alltag raube alle Kräfte, an politische Revolutionen denke derzeit kaum jemand, sagt sie im «Tagesgespräch» mit Barbara Peter.

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März 29th, 2018

Markus Dürr: Die Suva als 100-jährige Erfolgsgeschichte

Suva – das Kürzel der Unfallversicherung kennen alle. Die Suva ging als erste Sozialversicherung in der Schweiz an den Start – vor genau 100 Jahren. Der frühere Suva-Präsident Markus Dürr diskutiert im Tagesgespräch bei Marc Lehmann die Entstehungsgeschichte und aktuelle Herausforderungen.

Weil sich die Arbeitsunfälle in der Industrie um die vorletzte Jahrhundertwende häuften, wurde in der Schweiz der Ruf nach einer allgemeinen Versicherung laut. Vor 100 Jahren nahm schliesslich die Suva ihren Betrieb auf und half mit, den sozialen Frieden zu sichern. Bis heute ist die staatsnahe Unfallversicherung ein wichtiger Pfeiler im Schweizer Versicherungswesen. Aber auch sie muss sich Reformen stellen, denn mit dem Schwinden von Industriearbeitsplätzen lässt ihre Bedeutung nach. Markus Dürr war bis Ende letzten Jahres Präsident der Suva. Der ehemalige Luzerner Gesundheitsdirektor weiss, woher die Unfallversicherung kommt und wohin sie gehen muss.

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März 29th, 2018

Ex-Profi Benjamin Lüthi: «Es gibt kaum Tiefgang im Fussball»

Der deutsche Fussball-Weltmeister Per Mertesacker hat in einem Interview den gewaltigen Druck im Profifussball offengelegt. Der ehemalige Thun- und GC-Spieler Benjamin Lüthi erzählt im Focus seine Geschichte und weshalb er seine Karriere als Profi-Fussballer bereits mit 28 Jahren beendet hat.

Am liebsten sei er auf der Ersatzbank gesessen. Noch lieber auf der Tribüne. Der Arsenal-Profi und Nationalspieler Deutschlands Per Mertesacker hat ein Tabu gebrochen. Er beschrieb in einem Interview, wie manche Fussballer Druck erleben und daran zerbrechen. Benjamin Lüthi hat ähnliches erlebt. Er war Fussballprofi bei GC, verdiente viel Geld, aber Spass hatte er kaum noch. Für ihn ist klar: Sensible Menschen haben es im modernen Fussball enorm schwer. Druck und Fremdbestimmung können krank machen. Lüthi hörte auf, begann ein Studium, jobbt heute als Kellner und bietet Coachings an. Den Profi-Fussball vermisst er in keinem Moment.

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