Archiv für Februar 10th, 2018

10. Februar 2018

Christoph Graf, Ex-Direktor des Schweizerischen Bundesarchivs

Von 1977 bis 2004 hat Christoph Graf im Bundesarchiv gearbeitet, als sich die Schweiz intensiv mit ihrer jüngeren Vergangenheit auseinandersetzte. Aus dieser Zeit sind nun wichtige Dokumente verschwunden. Er ist Gast von Susanne Brunner.Das Schweizerische Bundesarchiv ist sozusagen unser nationales politisches Gedächtnis. Hier werden Daten und Unterlagen gesammelt, die dokumentieren, wie unser Staat handelt, was unsere Bundesverwaltung tut. Wenn plötzlich eine Gedächtnislücke entdeckt wird, ist das brisant. Über eine solche Gedächtnislücke wird im Moment gerätselt und diskutiert. Wie der «Tages-Anzeiger» vor ein paar Tagen enthüllte, sind Akten über die Geheimarmee P26 «verschwunden». Diese geheime Organisation flog 1990 auf, es gab eine Parlamentarische Untersuchungskommission.Der Historiker und Archivar Christoph Graf war mehr als 13 Jahre lang Direktor des Schweizerischen Bundesarchivs, vorher langjähriger Vizedirektor. Er war an der Universität Honorarprofessor für neueste Schweizer Geschichte und Archivwissenschaft, und er leitete zudem acht Jahre lang das Weiterbildungsprogramm in Archiv-, Bibliotheks- und Informationswissenschaft an den Universitäten Bern und Lausanne. Wenn einer weiss, wie unser nationales Gedächtnis funktioniert, oder wann eben nicht, dann er.

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10. Februar 2018

Dieter Fahrer und «die vierte Gewalt»

Die vierte Gewalt – sie verändert sich gerade rasant. Die Medien in der Schweiz befinden sich in einem fundamentalen Wandel. Das thematisiert der Regisseur Dieter Fahrer in seinem Film, der heute in die Kinos kommt – und im «Tagesgespräch» bei Marc Lehmann.Fahrers Dokumentarfilm zeigt, wie sehr die Medien unter Druck stehen und wie sie sich ständig verändern und anpassen müssen im Kampf um Geld und Publikum. Der Berner Filmer dokumentiert das anhand von vier Medien: dem «Echo der Zeit» als seit Jahrzehnten beständiger Radio-Informationssendung, der Tageszeitung «Bund» als Hort des akribisch-recherchierten Journalismus, der aber ein Auslaufmodell zu sein scheint. Schliesslich der Online-Publikation «Watson», die mit ihrer Fröhlichkeit und Farbigkeit ansteckend wirkt, und der neuen Internet-Zeitung «Republik», die sich als Retter des Journalismus versteht.

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10. Februar 2018

Redezeit mit Ayca Tolun: Am Abschluss – Der NSU-Prozess

Ein Mammutprozess neigt sich dem Ende zu. Seit Juli 2017 laufen im Münchener NSU-Prozess die Plädoyers der Kläger und Nebenkläger. Sie richten den Blick noch einmal auf das Leid der Opfer(-familien) und auf die vielen Fragen, auf die es für sie bis heute keine Antwort gibt.

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10. Februar 2018

Über Abschied und Lebenslust – Christine Westermann

Karneval ist Lebensfreude – und die ist zum Glück altersunabhängig. Christine Westermann erzählt von sich als Jecke, wie es sich anfühlt, älter zu werden und wie sie mit Abschieden umgeht, von geliebten Menschen und Sendungen wie „Zimmer frei“. Moderation: Julia Schöning

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10. Februar 2018

SWR2 Zeitgenossen: Edzard Reuter, Ex-Daimler-Chef

Er mischt sich auch heute noch – fast 90-jährig – in öffentliche Diskussionen ein, schreibt Bücher und widmete sich auch der Integration religiöser und ethnischer Minderheiten in einer Stiftung zusammen mit seiner Frau. Am bekanntesten wurde Reuter als Chef von Daimler-Benz 1987 – 1995. Seine Erfolge und Misserfolge in dieser Zeit sind bis heute umstritten. Manche sagen, seine Idee des „integrierten Technologie-Konzerns“ sei der Zeit weit voraus gewesen. Andere beklagen Geldvernichtung durch falsche Expansion. Edzard Reuter hat eine Meinung zu Managergehältern, zur Zukunft Europas, und selbst zum Bahnprojekt S 21 – und keine Angst, sich mitzuteilen.

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10. Februar 2018

Silke Kassner, DOSB-Athletensprecherin zu OLY und CAS-Urteil

Interview mit Marie Gediehn | Die Athleten-Sprecherin des Deutschen Olympischen Sportbundes, Silke Kassner, begrüßt die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofes CAS, zu 47 russische Athleten und Trainern. Kassner sagte im SWR 2 Tagesgespräch, es sei auf jeden Fall richtig, dass „diese Personen, alle ausgeschlossen bleiben von den Olympischen Spielen“.

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10. Februar 2018

Dietmar Holzapfel, Gastronom

Die „Deutsche Eiche“ in der Reichenbachstraße 13 im Gärtnerplatzviertel ist eine über 150 Jahre alte Münchner Traditionswirtschaft und einer der ältesten Schwulen-Treffpunkte in Süddeutschland, für Freddy Mercury und Rainer Werner Fassbinder war das Lokal ihr zweites Wohnzimmer. Seit 25 Jahren gehört die „Deutsche Eiche“ Dietmar Holzapfel. Der studierte Lehrer und Mentor der Münchner Schwulenszene betreibt das Etablissement zusammen mit seinem Lebenspartner Sepp Sattler. Die „Eiche“ ist im übrigen auch berühmt für ihre riesengroße Sauna und für die kostenlose Verteilung von 150.000 Kondomen pro Jahr.

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10. Februar 2018

Bülent Ceylan, Comedian

Boris Becker und Helmut Kohl waren seine ersten Rollen bei einem Schulauftritt am Mannheimer Gymnasium. Heute ist Bülent Ceylan einer der gefragtesten Comedians und verblüfft die Zuschauer immer wieder mit seiner Wandlungsfähigkeit. Seine Figuren Harald, Hassan, Hausmeister Mompfreed und Anneliese wurden Kult. Indem er ihre Alltagsgeschichten erzählt, parodiert er die Vorurteile zwischen Deutschen und Türken. Bei „SWR1 Leute live“ vom Stuttgarter Fernsehturm hat er auch über seine neue Rolle gesprochen. Bülent Ceylan spielt ab Ende März in „Verpiss Dich, Schneewittchen“ seine erste Kinohauptrolle.

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10. Februar 2018

Prof. Ulrich Limmer, Drehbuchautor und Filmproduzent

Er ist als Drehbuchautor und Filmproduzent genauso vielseitig wie erfolgreich: Ulrich Limmer war Chefproduzent der Bavaria, Geschäftsführer der Kinowelt Filmproduktion und gründete vor 15 Jahren die collina filmproduktion, deren Inhaber und Geschäftsführer er ist. Für „Rennschwein Rudi Rüssel“ und für „Sams in Gefahr“ erhielt er den Bayerischen Filmpreis, für „Das Sams“ den Deutschen Filmpreis. Helmut Dietls „Schtonk“ (Co-Autor und Produzent: Ulrich Limmer) wurde für den Oscar nominiert und hat am 10. Februar als Theaterstück an der Württembergischen Landesbühne Esslingen Premiere.

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10. Februar 2018

Joe Henry

Joe Henry ist einer der großen Songwriter Amerikas, aber trotz seiner fast 30 jährigen Karriere nur den wenigsten ein Begriff. Der Schwager von Madonna arbeitete mit unterschiedlichen Musikern zusammen, von Elvis Costello über Ornette Coleman hin zu Richie Havens. Henry ist ein klassischer Geschichtenerzähler, seine Musik ist ein Mix aus Folk, Rock, Jazz und Blues, aber Henry geht in seinen Songs über klassische Genrebestimmungen hinaus. Auch als Produzent steht er hoch im Kurs, denn neben seinen eigenen 14 Solo-Alben produzierte er auch die vier Grammy-gekrönten Alben: „Don’t Give Up On Me” (Solomon Burke), „Genuine Negro Jig” (Carolina Chocolate Drops), „A Stranger Here” (Ramblin’ Jack Elliott) und „Slipstream” (Bonnie Raitt). Nun kommt Joe Henry mit seinem neuen Album „Thrum“ endlich wieder einmal nach Berlin. Und wir freuen uns sehr auf seinen Besuch bei radioeins.

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10. Februar 2018

Thom And The Wolves

Den Gitarristen & Songwriter Thomas Bewernick aka Thom zog es, wie so viele andere Musiker auch, irgendwann in das kreative Berlin. Hier erspielte Thom sich als Straßenmusiker ein treues Publikum und er lernte den als Almost Charlie bekannten Musiker und Produzenten Dirk Homuth kennen. Gemeinsam nahmen sie das Debütalbum „The Gold In Everything“ auf, das musikalisch an Bands wie Bon Iver oder Wilco erinnert.

Die beiden Musiker verstehen sich blind und spielten das Album quasi in Eigenregie ein.

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10. Februar 2018

FM4 Interview: alt-J

Anfang Februar waren alt-J im Rahmen ihrer Relaxer Tour in Wien und FM4 hat die britische Band in die Studios ins ORF Funkhaus geladen. Hier haben alt-J eine exklusive FM4 Acoustic Session eingespielt, die ihr auf fm4.orf.at sehen könnt – und, Susi Ondrusova hat ein ausführliches Interview mit Joe und Gus geführt. Die beiden alt-J Sänger erzählen unter anderem über ihre 3 Alben umfassende Karriere und ihre Lieblingsmusik.

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10. Februar 2018

Volker Borowski, hessischer SPD-Politiker

Der Unterbezirksvorsitzende der Wiesbadener Sozialdemokraten ist eines von über 400.000 SPD-Mitgliedern, die über die Große Koalition abstimmen sollen. Er war immer GroKo-Gegner, jetzt schwankt der 39-Jährige. Wären Neuwahlen nicht noch schlimmer? Im Interview spricht er über sein inneres Dilemma.

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10. Februar 2018

Martin Hyun – Technischer Direktor der olympischen Eishockeywettbewerbe

Er hat 3 Jahre lang auf die olympischen Winterspiele in Pyeonchang hingearbeitet – Martin Hyun: in Deutschland geborener Sohn koreanischer Gastarbeiter, Politikwissenschaftler, Autor und ehemaliger Eishockey-Profi bei den Krefeld Pinguinen. Er ist Technischer Direktor für die olympischen Eishockeywettbewerbe und sammelt auch persönlich wertvolle Eindrücke und Erfahrungen im Heimatland seiner Eltern. Mariela Milkowa hat mit Martin Hyun gesprochen.

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10. Februar 2018

Am Tisch mit Götz Schubert, "Verwandlungskünstler"

Bis heute ist der Schauspieler Götz Schubert eine der bodenständigsten Persönlichkeiten im gesamtdeutschen Theaterbetrieb.

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10. Februar 2018

Am Tisch mit Adele Neuhauser, "Zwei-Welten-Kind"

Sie ist in Athen geboren und in Wien aufgewachsen. Als ihr griechischer Vater und ihre österreichische Mutter sich trennen, beschließt die erst 9-jährige Adele beim Vater zu leben – eine Entscheidung, die Gefühle von Schuld und Zerrissenheit auslöst. Mehrfach versucht sie sich das Leben zu nehmen.

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10. Februar 2018

Zu Gast: Klaus Zeyringer, Literaturkritiker und Sportfanatiker

Es hat mehr als ein Vierteljahrhundert gedauert, bis sich die Winter-Olympiade neben den Sommerspielen etablieren konnten. Die Skandinavier waren dagegen, der Kalte Krieg tobte und dann war es die hohe Zeit von Rosi Mittermaier und Tony Sailer oder dem Skispringer „Eddy the eagle“. Der Literaturkritiker Klaus Zeyringer hat eine Kulturgeschichte der Winterolympiade verfasst – erschienen bei S. Fischer- und gibt Auskunft zum Beispiel über den Streit, ob Sportler wegen des Tragens von Reklame ausgeschlossen werden sollten, über neue Techniken, die eine Sportart revolutionierten. Konstant bleibt immer: das Wetter, das Probleme macht. Darüber sprach er mit Moderator Christian Sprenger im hr2-Kulturcafé.

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10. Februar 2018

Zu Gast: Jochen Sander, Vizedirektor des Städel Museums

Das Städel Museum widmet dem Maler Peter Paul Rubens die Sonderausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus.
Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte. Die Schau überschreitet alle Gattungen, vereint Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Werke der angewandten Kunst. Neben Originalskulpturen von der Antike bis zur Renaissance werden auch Gemälde und Grafiken von Ruben`s Vorläufern und Zeitgenossen zu sehen sein, darunter Schlüsselwerke von Tizian und Tintoretto. Kurator der Ausstellung ist der renommierte Kunsthistoriker und Vize-Städeldirektor Jochen Sander, er sprach mit hr2-Moderator Alf Haubitz.

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10. Februar 2018

Zu Gast: Steffen Radlmaier, Autor und Musikfreak

Wenn Bob Dylan den Kuppler spielt, Janis Joplin die Gefängnistore sprengt oder Mick Jagger den Liebeskummer lindert – darüber erzählen in persönlichen Einblicken berühmte Autoren, Regisseure und Musiker von den Songs, die ihr Leben und Wirken aufs Intensivste verändert haben. Songs, die sie besonders gerührt, berührt oder aufgewühlt haben, die sie mit ganz bestimmten Abschnitten ihrer eigenen Geschichte oder wichtigen gesellschaftlichen Umwälzungen verbinden. Steffen Radlmaier versammelt 70 Erzählungen und autobiografische Texte zu einer Anthologie, die auch eine kleine Musikgeschichte ist und sprach darüber mit Christian Sprenger im hr2-Kulturcafé.

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10. Februar 2018

Wiener Opernball – Der Walzer als revolutionäre Gegenbewegung

Debütanten beim Wiener Opernball 2013 (picture alliance/ dpa/ Jens Kalaene)Heute Abend wird der Wiener Opernball mit den üblichen Ritualen eröffnet. Tanz habe viele Jahrhunderte lang dazu gedient, eine Gesellschaft in Szene zu setzen − oft auch als politisches Signal, sagt die Psychologin Gabriele Klein.

Gabriele Klein im Gespräch mit Liane von Billerbeck
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 17.08.2018 09:40
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