Archiv für November 2nd, 2017

2. November 2017

Fall Gurlitt: Vom Kunst-Krimi zur Ausstellung

Einem alten Mann in München wird die Privat-Kunstsammlung beschlagnahmt. Bevor er stirbt, vermacht er sie dem Kunstmuseum Bern, wo seine Bilder morgen zu sehen sind. Gäste von Susanne Brunner sind Ellinor Landmann und Oliver Meier von SRF 2 Kultur.Vor fünf Jahren stossen deutsche Behörden auf den grössten Kunstfund aus der Nazi-Zeit, und zwar in der Wohnung von Cornelius Gurlitt, Sohn eines bekannten Kunsthändlers der Nazis, Hildebrand Gurlitt. Ohne die Öffentlichkeit zu informieren, beschlagnahmen die Behörden die Bilder des betagten Mannes, Verdacht: alles Raubkunst. Erst viel später, nämlich fast auf den Tag genau vor vier Jahren, macht das deutsche Magazin «Focus» den Fall «Gurlitt» publik. Aus dem Kunst-Krimi ist nun eine Ausstellung geworden, besser gesagt zwei: eine in Bonn, und eine in Bern. Heute Vormittag hat das Kunstmuseum informiert. Ellinor Landmann ist SRF-Kunstredaktorin und Oliver Meier ist Redaktor bei SRF 2 Kultur und Buchautor zum Thema Gurlitt.

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2. November 2017

Andreas Etges, Historiker und John-F.-Kennedy-Spezialist

Seit Donnerstag liest sich der Historiker Andreas Etges durch die neu veröffentlichten Kennedy-Akten. Der Kurator einer grossen JFK-Ausstellung am Deutschen Historischen Museum Berlin ist Gast von Susanne Brunner im «Tagesgespräch».Letzte Woche sind Hunderte bisher geheime «Kennedy-Akten» freigegeben worden, und sie sind für alle auf dem Internet zugänglich. Nur: Wer diese Akten anschaut, ist erstmal mit einer unübersichtlichen Sammlung von Protokollen und manchmal kaum lesbaren Notizen konfrontiert. Nicht alle habe direkt mit der Ermordung des US-Präsidenten John F. Kennedy im Jahr 1963 zu tun, und es gibt darunter Akten, die aus den 1990er Jahren stammen. Wie liest ein Historiker diesen Aktenberg? Wonach sucht er? Und was vermutet er in den Dokumenten, deren Veröffentlichung US-Präsident Donald Trump in letzter Minute gestoppt hat?Andreas Etges ist Historiker am Amerika-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er hat sich intensiv mit John F. Kennedy und den Umständen seiner Ermordung beschäftigt.

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2. November 2017

Bestatter Eric Wrede im Gespräch mit Gisela Keuerleber

Es passiert ihm schon mal, dass er mitweinen muss, sagt Eric Wrede, der als Quereinsteiger Bestatter wurde. Nach vielen Jahren als Manager im hektischen Musikgeschäft suchte er einen Beruf, der ihn erfüllt und in dem er Menschen helfen kann. Ein Bestatter der etwas anderen Art.

– Moderation: Gisela Keuerleber

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2. November 2017

SWR2 Zeitgenossen: Volker Leppin, Kirchenhistoriker und Reformationsexperte

Zu den Architekten des Reformationsjubiläumsjahrs gehört zweifellos der evangelische Theologe Dr. Volker Leppin. Früh setzte sich der Professor für Kirchengeschichte an der Universität Tübingen für wichtige Schwerpunkte wie „Rechtfertigung“ und „Freiheit“ sowie deren ökumenische Ausrichtung ein. Zudem untersuchte der Pfarrerssohn aus Marburg Martin Luthers mystische Wurzeln. Der international gefragte Experte ist überzeugt: Mittelalterliche Kirchengeschichte kann wichtige Impulse für heute geben. Kritische Auseinandersetzungen darüber, ob in Fachkreisen oder der Ökumene, scheut Volker Leppin nicht.

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2. November 2017

SWR1 Leute 01.11.2017 mit Gerold Eppler

Gerold Eppler

Steinbildhauer und Kunstpädagoge

Ein Sarg in Gestalt eines Hahnes aus Ghana, ein neobarocker Leichenwagen aus dem 19. Jahrhundert, dazu Urnen aller Art, Trauerkleidung und Sterbemedaillen: Das weltweit einzige Museum für Sepulkralkultur in Kassel zeigt den Wandel im Umgang mit Sterben und Tod im Laufe von Jahrhunderten und informiert über Religionen und ihre Bestattungsriten. Der Tod beschäftigt Gerold Eppler seit seinem Zivildienst in einer psychiatrischen Klinik. Nach der Lehre zum Steinbildhauer studierte er Kunstpädagogik. Seit der Gründung des Museums für Sepulkralkultur 1992 vermittelt er Besuchern das Tabuthema Tod – vom Schrumpfen deutscher Friedhöfe bis zur Kulturgeschichte der Angst vor dem Scheintod. Gerold Eppler ist momentan der kommissarische Leiter des Museums.

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2. November 2017

Der Talk: Jens-Martin Kruse im Gespräch

Im katholisch geprägten Rom vertritt Jens-Martin Kruse den Protestantismus. Der Pfarrer der evangelisch-lutherischen Gemeinde gilt als Brückenbauer in Fragen der Ökumene.

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2. November 2017

Uisenma Borchu im Gespräch

Mit fünf kam Uisenma Borchu aus der Mongolei nach Deutschland. Die kulturellen Unterschiede sind ein wichtiges Thema für die erfolgreiche Nachwuchs-Regisseurin.

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2. November 2017

Der Talk: Thomas Kaufmann im Gespräch

Thomas Kaufmann mischt sich häufig ein in die Debatten rund um das Reformationsjahr 2017. Der Theologie-Professor kritisiert den Eventcharakter vieler Veranstaltungen.

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2. November 2017

Anna Meister – Sozialunternehmerin

Wir schaffen das! – Wenn dieser berühmte Satz von Bundeskanzlerin Merkel als Ermutigung gemeint war, die Integration von Flüchtlingen als Aufgabe aller zu begreifen, dann hat Anna Meister ihn ernst genommen. Zusammen mit anderen hat die Frankfurterin das Projekt Zubaka gegründet, das geflüchteten Kindern und Jugendlichen die Ankunft an Schulen und in der Gesellschaft erleichtern soll. Dafür hat Anna Meister den zweiten Preis bekommen beim Deutschen Integrationspreis, den die Hertie-Stiftung jetzt zum ersten Mal vergeben hat.

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2. November 2017

Am Tisch mit Günter Baby Sommer, "Blechtrommler"

Mit zwölf Jahren schulterte der schmale Schüler Günter sein achtzigbässiges Akkordeon auf dem Weg durch Radebeul. Krank trommelte er am liebsten in seinem Bett auf Töpfen. Nachts schlich er sich zu einem Freund: Willis Conovers „Jazz Hour“ lockte Nacht für Nacht mit der Erkennungsmelodie des Duke „Take The A-Train“.

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2. November 2017

Am Tisch mit Margot Käßmann, "Reformations-Bilanziererin"

Sechs Jahre lang war sie im Namen Luthers unterwegs. In ganz Deutschland aber auch in fast allen Teilen der Erde. Die evangelische Theologin Margot Käßmann ist seit 2011 Botschafterin für das Reformationsjubiläum.

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2. November 2017

Zu Gast war Peter Sillim, Galerist

Peter Sillim war Cheflektor beim S.Fischer Verlag – dann wurde er 50 und wollte nochmal etwas ganz anderes machen. Und gründete eine Galerie. Die hat jetzt gerade eröffnet – mit einer Ausstellung der Künstlerin Alia Ali. Sie kommt aus zwei Ländern, die nicht mehr existieren: aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus Süd-Jemen. Heute kann sie sagen: sie kommt aus Bosnien und Jemen. Mit zwölf wanderte sie mit ihrer Familie in die USA ein, wurde amerikanische Staatsbürgerin und fühlt sich jetzt als Amerikanerin. Aber in ihren künstlerischen Arbeiten beschäftigt sie sich bis heute damit, welche Bedeutung Grenzen haben. Dafür hat sie fast die gesamte Welt bereist, Tansania, die Mongolei und Nepal eingeschlossen. Wir sprechen mit Peter Sillim über seine neue Aufgabe, über den Mut, den es erfordert, einen sicheren Job einfach hinter sich zu lassen und, natürlich, über die erste Ausstellung.

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2. November 2017

Zu Gast: Stefan Rhein, Direktor Stiftung Luther Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt

Stefan Rhein ist Direktor der Stiftung Luther Gedenkstätten, in der sich fünf Museen befinden: Martin Luthers Geburtshaus und das Museum „Luthers Sterbehaus“ in Eisleben, Luthers Elternhaus in Mansfeld sowie das Lutherhaus und das Melanchthonhaus in Wittenberg. Kaum jemand ist so eng verbunden mit der Lutherdekade und dem Reformationsjubiläum wie Rhein. Er hat ab 2007 die staatliche Geschäftsstelle „Luther 2017“ mit aufgebaut, die alle bundesweiten Aktivitäten des Reformationsjubiläums koordiniert hat. Passend zum Jubiläum hat Rhein sein Buch „Der Beginn der Reformation. Wittenberg 1517“ veröffentlicht. Was sich durch das Lutherjahr verändert hat, erzählt Stefan Rhein im Kulturfrühstück.

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2. November 2017

Fabian Vogt

Er ist Pfarrer aus Leidenschaft, aber er ist auch Sänger, Künstler, Autor, Kabarettist und Organisator. Fabian Vogt organisiert das Lutherjahr für die evangelische Kirche in Hessen. Am Reformationstag war er zu Gast im hr1-Talk.

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2. November 2017

Kirchenhistoriker über Martin Luther – "Vorbild nicht, aber Herausforderung"

Denkmal des Reformators Martin Luther (1483-1546) mit der Stadtkirche im Hintergrund in der Lutherstadt Wittenberg (Sachsen-Anhalt).  (dpa / picture alliance / Peter Endig)In diesem Jahr feiert Deutschland 500 Jahre Reformation – die damals ausgelöst wurde durch 95 Thesen, die ein wütender Martin Luther an die Kirchentür in Wittenberg nagelte. Warum Luther trotzdem nicht als Vorbild taugt, erläutert der Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann.

Thomas Kaufmann im Gespräch mit Elke Durak
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 09.05.2018 13:09
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