Archiv für Oktober 5th, 2017

5. Oktober 2017

Monika Oettli über ihre Eindrücke aus Agadez

Europa lockt: Immer noch wagen junge Westafrikaner die gefährliche Reise durch die Sahara über Libyen nach Europa. Zentrale Stadt auf der Fluchtroute ist Agadez, die Wüstenstadt in Niger. Auslandredaktorin und frühere Afrika-Korrespondentin Monika Oettli war dort und erzählt bei Ivana Pribakovic.Die Frauen, die es ohne Vergewaltigung nach Agadez schaffen, haben Glück. Wer von Agadez weiter will nach Libyen, begibt sich in die Hände von Schleppern. Viele überleben die Fahrt durch die Wüste nicht. Flüchtlinge selbst vermuten, dass die Sahara das grössere Massengrab ist als das Mittelmeer. Vereinzelte flüchten aus Libyen wieder zurück, verletzt und misshandelt in libyschen Internierungslagern. Monika Oettli hat diese Informationen direkt von Menschen auf der Flucht, von den Schleppern und den Behörden vor Ort. Wer wagt es, all diese Gefahren aufzunehmen? Wie gross ist der Leidensdruck für dieses Wagnis?

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5. Oktober 2017

Mario Thaler: «Wir helfen sicher nicht den Schleppern!»

Wenn Hilfsorganisationen Bootsflüchtlinge vor Libyen auf ihre Schiffe laden, helfen sie Schleppern und feuern deren Geschäft an, sagen Kenner des Mahgreb-Gebiets. Mario Thaler von «Ärzte ohne Grenzen» Österreich stellt sich den Vorwürfen bei Ivana Pribakovic und weist diese kategorisch von sich.Es sei schon eine Gratwanderung, wo man helfe und wo nicht, gibt Mario Thaler zu. Die Organisation, die politisch neutral ist, mischt sich aktuell in die Diskussion um Flucht und Migration ein. Jetzt eröffnet sie eine Ausstellung namens «Die Stimme meiner Verletzungen». Diese Wanderausstellung, die im Laufe der kommenden drei Jahre durch die Schweiz reisen wird, soll das Schicksal von Bootsflüchtlingen aufzeigen – und in der Bevölkerung Solidarität mit den Menschen wecken, die ihre Heimat verlassen haben, verlassen mussten, oder auch verlassen wollten. Ist dies Aufgabe einer politisch neutralen Hilfsorganisation, solche Ausstellungen zu organisieren? Und was weiss Mario Thaler über die Verhältnisse in den Internierungslagern in Libyen, wo die aus Seenot geretteten Migranten leben?

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5. Oktober 2017

Moritz Bleibtreu: «Ich wuchs zwischen Huren und gebrauchten Kondomen auf»

Kiffender Tunichtgut oder chaotischer Kleinganove. Moritz Bleibtreu spielte sich als kultiger Trottel in die Herzen des Kinopublikums. Mittlerweile auch im ernsten Fach angekommen, ist der Hamburger einer der erfolgreichsten Schauspieler Deutschlands.Als Sohn zweier österreichischer Schauspieler, war für Moritz Bleibtreu immer klar, welchen Weg er beruflich gehen will. Er brach früh die Schule ab, ging als Au-pair nach Paris, lebte in Rom und New York. Er jobbte als Kellner und Koch und verfolgte stets sein Ziel, Schauspieler zu werden.Heute steht er als Wachsfigur in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Von sich selber sagt er: «Ich bin nicht sonderlich gesellig, habe keine grossartigen Hobbies und gerne meine Ruhe. Mit mir ist nicht viel los». In Focus überprüfen wir, ob dem wirklich so ist.

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5. Oktober 2017

Der Koran als Forschungsobjekt – Angelika Neuwirth

Sie lebt in Berlin und in Jerusalem und hat noch ein Schlafzimmer in Beirut: Die Islamwissenschaftlerin Angelika Neuwirth, die als die führende deutschsprachige Koran-Forscherin gilt.

Moderation: Achim Schmitz-Forte

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5. Oktober 2017

Orchester für Junge und Junggebliebene – Ingo Ernst Reihl

Ingo Ernst Reihl war 15 Jahre alt, als er „das junge orchester NRW“ – kurz djoNRW – gründete. 32 Jahre später dirigiert er dieses freie Orchester noch immer. Er berichtet, wie er als Musiker und Mensch daran gewachsen ist.

Moderation: Ralph Erdenberger

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5. Oktober 2017

Best of der WDR 3 Operngespräche mit Richard Lorber

Prominente Vertreter der Musiktheaterszene mit ihren künstlerischen Anschauungen, musikalischen Vorlieben und Arbeitsweisen, darunter die Sänger Jonas Kaufmann, Cecilia Bartoli und Thomas Hampson, die Regisseure Hans Neuenfels und Christof Loy, die Dirigenten Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt und Christian Thielemann und der Komponist Wolfgang Rihm. Die interessantesten dieser Interviews sind in Buchform erschienen als Koproduktion von WDR 3 mit dem Bärenreiter- und Metzler-Verlag.

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5. Oktober 2017

SWR2 Zeitgenossen: Wolfgang Kraushaar, Politikwissenschaftler

Die Medien nennen ihn „Chronist der bundesdeutschen Bewegungsjahre“. Doch den Titel sieht Wolfgang Kraushaar zweischneidig: „Chronisten sind fleißig, gelten aber nicht als Historiker“. Der gebürtige Nordhesse sagt von sich: „Ich bin nur ein Tangential-68er“. Keiner hat so akribisch wie er die 68er-Generation und den RAF-Terrorismus seziert – und mit heutigem Polit-Aktivismus à la „Attac“ und „Occupy“ verglichen. Außerdem erzählt Wolfgang Kraushaar von seinem privaten Hobby: Der Leichtathletik.

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5. Oktober 2017

Die stellvertretende Präsidentin des Bundestages, Petra Pau

im Interview mit Florian Rudolph | im SWR-Tagesgespräch warnt Pau davor, Kandidaten der AfD für die ihr zustehenden Posten im Deutschen Bundestag generell abzulehnen. Das schaffe Märtyrer.

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5. Oktober 2017

Emran Feroz, Journalist und Blogger

Seine Eltern kommen aus Afghanistan und flohen vor den sowjetischen Truppen nach Deutschland. Er selbst hat in Tübingen Politologie und Islamwissenschaften studiert und arbeitet heute als Journalist und Blogger. Emran Feroz berichtet häufig aus und über Afghanistan, speziell über die Folgen des US-amerikanischen Drohnenkrieges, die in der öffentlichen Wahrnehmung keine große Rolle spielen, obwohl diese Angriffe dramatisch viele zivile Opfer fordern. Feroz hat für diese Opfer eine virtuelle Gedenkstätte initiiert und aktuell das Buch mit dem Titel „Tod per Knopfdruck“ veröffentlicht.

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5. Oktober 2017

Volker Mosbrugger – Generaldirektor des Senckenberg-Instituts in Frankfurt

Seit 2005 leitet Prof. Volker Mosbrugger das Senckenberg-Institut in Frankfurt und verfolgt den „integrativen Ansatz“ in der Forschung. Es geht ihm um die Vielfalt des Lebens auf der Erde und darum, wie alles zusammenhängt: Atmosphäre, Wasser, Eis, Boden, Gestein – auch mit uns Menschen. „Faszination Vielfalt“ heißt die neue Sonderausstellung im Museum Senckenberg und sie macht deutlich, wie die Forscher Ihre Arbeit verstehen. Stefan Bücheler hat Prof. Volker Mosbrugger zum Interview getroffen.

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5. Oktober 2017

Am Tisch mit Thommy Ten & Amélie van Tass, "Magierweltmeister"

Sie sind Weltmeister der Mentalmagie und können Gedanken lesen. Wie sie das machen? Sie verraten es nicht – Berufsgeheimnis!

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5. Oktober 2017

Zu Gast: Schriftsteller Doron Rabinovici über seinen Roman "Die Außerirdischen"

Im aktuellen Roman des israelisch-österreichischen Schriftstellers Doron Rabinovici landen Außerirdische auf der Erde. Sie scheinen friedlich zu sein, fordern aber die Menschen auf, sich freiwillig und gegen reiche Belohnung als Nahrungsquelle zu Verfügung zu stellen. Außerdem werden Spiele ausgerichtet, die an Gladiatorenkämpfe erinnern und es kommen Gerüchte über Lager auf, in denen die Gegner dieser Kämpfe interniert seien. Doron Rabinovici, der mit seinem letzten Roman „Andernorts“ auf der shortlist zum Deutschen Buchpreis stand, gibt Auskunft.

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5. Oktober 2017

Das aktuelle Kulturgespräch (Lebenswert am Feiertag)

Zu Gast: Prof. Dr. Beate Mitzscherlich,
Professorin für Pflegeforschung u. Psychologin
an der Westsächssischen Hochschule Zwickau

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5. Oktober 2017

zu Gast: Jan Gerchow, Direktor des historischen Museums Frankfurt

Ein neues Haus für die Frankfurter Geschichte – Gespräch mit Jan Gerchow, Direktor des historischen Museums Frankfurt.
– In dieser Woche wird der Neubau des historischen Museums auf dem Frankfurter Römerberg für das Publikum eröffnet. Über 50 Millionen Euro hat der Neubau gekostet, für den nach Beschluss der Stadtregierung der Betonbau aus den siebziger Jahren abgerissen wurde. In dem neuen Museumsgebäude aus rotem Sandstein gibt es mehr Platz und angemessenen Raum für die stattlichen Sammlungen der Stadt Frankfurt. Was die Bürgerinnen und Bürger, die ab kommenden Wochenende ihr Stadtmuseum in Besitz nehmen können, dort erwartet, wie die Historie der Messe und einstigen Kaiserkrönungsstadt Frankfurt heute präsentiert wird, welche Brücken zwischen der reichen Stadt-Geschichte und der Gegenwart dort geschlagen werden, das erzählt Museumsdirektor Jan Gerchow im hr2-Kulturfrühstück am 3. Oktober, ab ca. 09.15 Uhr im Gespräch mit hr2- Moderatorin Ria Raphael.

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5. Oktober 2017

Axel Hacke

Axel Hacke ist mit humorvollen Büchern bekannt geworden, zum Beispiel „Der kleine Erziehungsberater“ oder „Der weiße Neger Wumbaba“. Jetzt schreibt er über den „Anstand in schwierigen Zeiten“ – und spricht auch darüber: am Tag der Deutschen Einheit im hr1-Talk mit Uwe Berndt.

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5. Oktober 2017

Medizinnobelpreis für drei US-Genetiker – Neue Erkenntnisse um die innere Uhr

Michael Young (l-r), Jeffrey C. Hall und Michael Rosbash (picture alliance/dpa/Foto: Wenig;Bukaty;Sikes)Die US-Wissenschaftler Michael W. Young, Jeffrey C. Hall und Michael Rosbash haben den inneren Rhythmus des Menschen erforscht und sind dafür nun mit dem Nobelpreis belohnt worden. Eine Antwort auf den klassischen Jetlag steht indes noch aus.

Michael Lange im Gespräch mit Miriam Rossius
www.deutschlandfunkkultur.de, Interview
Hören bis: 10.04.2018 12:47
Direkter Link zur Audiodatei

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5. Oktober 2017

Henning Beck (Gehirnforscher)

Henning Beck weiß, was in unseren Gehirnen vorgeht, denn er ist Neurobiologe und kennt den aktuellen Stand der Hirnforschung genau. Das Beste: Als Deutscher Meister im Science-Slam versteht er die komplizierten Vorgänge in unseren Köpfen nicht nur, er kann sie auch auf äußerst unterhaltsame Weise gut verständlich erklären: Er weiß, wie wir am besten lernen. Er erklärt, wie ein Blackout entsteht und warum Fußball-Profis beim Elfmeter manchmal meterweit am Tor vorbeischießen, gerade weil sie diese Situation schon tausendfach geübt haben. Er verrät, warum rein rationale Entscheidungen gar nicht möglich sind. Und er tröstet alle, die vergeblich nach Perfektionismus streben: Gerade die vielen Fehler, die unseren Gehirnen tagtäglich unterlaufen, sind unsere wahre Stärke. Denn der kreative Umgang mit Fehlern macht uns in Konkurrenz zu Computern unschlagbar.

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5. Oktober 2017

Lutz Kleveman, Autor

Bevor Lutz Kleveman das Familiengut Ankelohe übernahm, zog es ihn hinaus in die Welt. Fast zehn Jahre lang reiste Kleveman als junger Kriegsreporter an die Orte, in denen Gewalt, Tod und Zerstörung zum Alltag gehören. Mittlerweile hat Kleveman an sein altes Leben wieder angeknüpft. Moderator: Achim Bogdahn

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