Archiv für April, 2017

22. April 2017

Guillaume Paoli zu den Frankreichwahlen

«Egal, wen die Französen wählen als Staatsoberhaupt: Drei Viertel werden unzufrieden sein», sagt Guillaume Paoli im Tagesgespräch bei Ivana Pribakovic. Der französische Philosoph lebt in Berlin und wird am Sonntag auch wählen.Viele in Frankreich sind desorientiert, wen sie wählen sollen. Daher sei es schwierig zu sagen, wer es in den zweiten Wahlgang schaffen werde. «Evident ist aber, dass wir in Frankreich das Ende der politischen Parteien beobachten können», so Paoli. Der Schriftsteller ist besorgt, weil das Misstrauen in der Bevölkerung gegenüber den Politikern wächst. «90 Prozent der Jungen denken, die Politik sei korrupt». Welche Folgen hat das für die Demokratie? Und wie wird sich Frankreich entscheiden: weiterhin für die EU – oder eher für den nationalen Alleingang? Der ehemalige Haus-Philosoph des Leipziger Centraltheaters und Schriftsteller hat Antworten.

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22. April 2017

Nikos Dimou: «Man lernte, mit der Diktatur zu leben»

Vor 50 Jahren putschten sich in Griechenland die Obristen an die Macht. An die Militärdiktatur, die sieben Jahre dauerte, erinnert sich der griechische Schriftsteller Nikos Dimou, der damals 31 Jahre alt war. Er ist Gast von Susanne Brunner.Es ging ganz schnell damals, am 21. April 1967 in Griechenland. Nach wochenlangem politischem Seilziehen und täglichen Demonstrationen putschte sich eine Gruppe von Offizieren an die Macht. In einer Nacht- und Nebelaktion liessen sie einige Tausend Politiker, Intellektuelle und Linke verhaften und stiessen beim Volk zunächst kaum auf Widerstand. Es gab zwar internationale Proteste gegen die furchtbaren Haftbedingungen, die die Militär-Junta dann etwas verbesserte, aber trotz Berichten über grausamste Folter handelten auch viele europäische Staaten weiterhin mit Griechenland.1974 war die Militärdiktatur nach einem gescheiterten Putsch auf Zypern, der dort einen Krieg mit den Türken provozierte, am Ende. Nach der Diktatur veröffentlichte der griechische Schriftsteller, Kolumnist und Fernseh-Talkshow-Moderator Nikos Dimou das Buch «Über das Unglück, ein Grieche zu sein.» Die Kritik an seinen Landsleuten und ihrem Verhalten während der Militärdiktatur kam damals gar nicht gut an. Nach Beginn der Schuldenkrise wurde es zum Bestseller. Wie wird über die Diktatur von damals in Griechenland heute noch geredet?

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22. April 2017

Reisen und Schreiben

Der Publizist und Schriftsteller Marko Martin, aufgewachsen in der DDR, ist auf der ganzen Welt unterwegs. Seine Texte erzählen von Begegnungen und Beobachtungen, die er am Rand der Gesellschaft erlebt.

Gast: Marko Martin, Autor; Moderation: Thomas Koch

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22. April 2017

Die "Rote Zora"

Die Rote Zora kennen einige vielleicht noch als rothaarige Anführerin einer Kinderbande aus einem Kinderbuch. In den Siebziger und Achtziger Jahren hat eine Gruppe militanter Feministinnen unter genau diesem Namen zahlreiche Anschläge in Deutschland verübt. Katharina Karcher hat ein Buch über sie geschrieben.

Gast: Dr. Katharina Karcher, Autorin; Moderation: Thomas Koch

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22. April 2017

Halsey zu Gast in 1LIVE DIGGI

Halsey zu Gast in 1LIVE DIGGI

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22. April 2017

Evelyne Gebhardt, stellv. Präs. EP, zu den Wahlen in Frankreich am Sonntag

SWR2 Tagesgespräch mit Pascal Lechler | Evelyne Gebhardt, stellv. Präs. EP warnt im SWR2 Tagesgespräch nach den Anschlägen von Paris vor einer Massenbewegung hin zu Le Pen

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22. April 2017

Annette Kulenkampff, Kunsthistorikerin

Ist Geschäftsführerin der Kasseler documenta und fordert/fördert politische Kunst. | Aus 100 000 ehemals verbotenen Büchern wird eine Nachbildung der Akropolis auf dem Friedrichsplatz in Kassel zur documenta 14 errichtet. Die weltweit wichtigste Ausstellung für moderne Kunst wird im Juni in Kassel eröffnet, in Athen läuft sie bereits seit April. Die documenta-Macher sehen in Athen den symbolischen Ort für politisch motivierte Arbeiten. „In politisch brisanten Zeiten ist die documenta politischer und muss es auch sein“, sagt documenta Geschäftsführerin Annette Kulenkampff. Seit 2014 ist die Kunsthistorikerin für die documenta verantwortlich. Davor war sie Geschäftsführerin des Kunstverlags Hatje Cantz, der die Kataloge zur documenta veröffentlicht. Sie war Vorsitzende des Württembergischen Kunstvereins in Stuttgart und Vorstandsmitglied der Freunde der Staatsgalerie Stuttgart und des Literaturhauses Stuttgart.

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22. April 2017

Gesine Cukrowski, Schauspielerin

Gesine Cukrowski ist eine Künstlerin, die auf Vielseitigkeit Wert legt. Als Schauspielerin steht sie auf der Bühne und vor der Kamera. Sie hat eine abgeschlossene Gesangsausbildung. Und sie hat eine eigene Filmproduktionsfirma. Als Schauspielerin bundesweit bekannt wurde sie in der ZDF-Serie „Der letzte Zeuge“ als Gerichtsmedizinerin an der Seite von Ulrich Mühe. Aus dieser beruflichen Zusammenarbeit ist eine enge Freundschaft entstanden. Ergebnis: Nach Mühes Tod und dem Tod seiner Frau Susanne Lothar nimmt Gesine Cukroski deren Tochter Sophie in ihrer Familie auf. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende der Hilfsorganisation „Findelbaby“, die junge Mütter unterstützt, damit die ihre Babys nicht zur Adoption freigeben müssen.

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22. April 2017

Rachael Yamagata

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22. April 2017

Decibelles

Decibelles sahen wir Rookies am 11. Juni letzten Jahres auf dem 30. Geburtstag von Trust live im Bremer Schlachthof. Die drei Französinnen sollten dort vor Pascow auftreten, mussten aber wegen einer mehrstündigen Autopanne als letzte Band auf die Bühne. Wer Pascow schon mal live gesehen hat, weiß, dass danach nicht mehr so viel kommen kann. Nicht so bei Decibelles, die völlig unbeeindruckt von allen Rahmenbedingungen den Schlachthof zusammengespielt und das Publikum zu Begeisterungsstürmen gebracht haben. Ihr neues Album „Tight“ erfüllt alles, was nach diesem Konzert zu hoffen war: Mit schneidendem Gesang, noisiger Gitarre und unkonventionellen Drums entzieht es sich jeder Kategorisierung und zählt doch zum Schönsten, was Noise derzeit zu bieten hat… Die drei Französinnen sind heute Abend „bei Ruth“ und waren vorher zu Gast im radioeins Studio…

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22. April 2017

Port Noo

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22. April 2017

Zu Gast: Bernd Kauffmann

Freiheit – Mit welcher Sichtweise vermag der Sünder Judas in seinem Monolog bei den Festwochen die Zuschauer ins Grübeln zu bringen?

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22. April 2017

Kai Jäger – Paläontologe

Wissenschaft braucht mehr Öffentlichkeit, sagt Kai Jäger. Der Paläontologe von der Uni Bonn wurde 2014 deutscher Science-Slam-Meister und möchte andere auf populäre Weise für Fossilien begeistern. Mariela Milkowa hat mit Kai Jäger über seine Forschung gesprochen.

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22. April 2017

Alexander Gauland – stellvertretender AfD-Vorsitzender

Kurz vor dem Bundesparteitag der AfD in Köln hat der stellvertretende Parteivorsitzende Alexander Gauland im Interview mit hr-iNFO scharfe Kritik an Partei-Chefin Frauke Petry geübt. Es geht um den künftigen Kurs der Partei.

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22. April 2017

Am Tisch mit Fritz Jantschke, "Tierfreund"

Wer ihn derzeit nach seinem Beruf fragt, der bekommt zur Antwort, Fritz Jantschke sei Reiseführer. Das ist nicht falsch – und doch eine ungeheure Untertreibung.

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22. April 2017

Am Tisch mit Andreas Rebers, "Reverend"

Mit dem Soloprogramm „AMEN“ beendet Andreas Rebers „seine Trilogie des Glaubens“, wie er es selbst nennt, vorläufig. „AMEN“ ist für ihn „das Extrakt aus langjähriger Gemeindearbeit, und friedlicher Ökumene von München über Wien bis Bagdad“.

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22. April 2017

Zu Gast: Volker Weiß, Historiker

Volker Weiß, ein Historiker, der über rechtsextreme Bewegungen forscht, hat gerade ein Buch veröffentlicht, in dem er sich mit der „Neuen Rechten“ auseinandersetzt. Er zeigt darin mit welchen Methoden und Strategien die rechtspopulistischen Bewegungen arbeiten und auf welch historischen Vorbilder sie zurück greifen. Über sein „Die autoritäre Revolte – Die Neue Recht eund der Untergang des Abendlandes“ spricht er im hr2-Kulturcafé.

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22. April 2017

Zu Gast: Lüül, Musiker

Als Banjospieler der 17 Hippies, aber nicht nur als solcher, hat Lüül mehr als die halbe Welt bereist
und davon handeln seine Lieder. Bei Lüül & Band lernt man die Welt kennen. Mit seiner rauen
Stimme erinnert er an einen Seemann, der aus jedem Hafen der Welt eine neue Moritat zu berichten
hat. Aber Lüül kann auch melancholisch, was er nicht zuletzt als Lebenspartner von Nico, der Sängerin von Velvet Underground, gelernt hat. Nun ist er wieder auf Tournee.

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22. April 2017

Stiftungswoche 2017 – Zusammenhalt ist abhängig von Haltung

Wolfgang Huber Mitglied Deutscher Ethikrat  (Deutschlandradio / Bettina Straub  )In Berlin läuft derzeit gerade die Stiftungswoche. Leitmotto dieses Mal: „Was uns zusammenhält“. Altbischof Wolfgang Huber findet: Das Problem ist nicht so schlimm, wie es gemacht wird. Und: Wir können es lösen.

Altbischof Wolfgang Huber im Gespräch mit Dieter Kassel
www.deutschlandradiokultur.de, Interview
Hören bis: 27.10.2017 08:35
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22. April 2017

Becketts "Glückliche Tage" in Berlin – Glück ist gar nicht so einfach zu haben

Der Regisseur Christian Schwochow. (picture alliance / dpa / Jörg Carstensen)Am 22. April feiert das Stück „Glückliche Tage“ von Samuel Beckett Premiere im Deutschen Theater in Berlin. Für den Regisseur Christian Schwochow geht es in dem berühmten Drama nicht so sehr um Glück, sondern um Zweckoptimismus. Dem gefühlten Glücksdruck begegnet er mit bewusster Verweigerung – vielleicht der Grund, warum er momentan glücklich und zufrieden ist.

Christian Schwochow im Gespräch mit Dieter Kassel
www.deutschlandradiokultur.de, Interview
Hören bis: 27.10.2017 07:37
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