Archiv für Juni, 2016

30. Juni 2016

Abtretender Hotelleriesuisse-Chef Christoph Juen

Schweizer Hotels kämpfen gegen Gästeschwund, Euroschwäche und Buchungsplattformen. Nach einer längeren Durststrecke sei nun aber Erholung in Sicht, meint Hotelleriesuisse-Chef Christoph Juen. Er ist Gast von Marc Lehmann.Seit der Finanzkrise hat die Schweizer Hotellerie so einiges durchgemacht. Heute sagt Juen: «Wir haben unsere Abhängigkeit vom Euro-Raum deutlich reduziert, heute stammt nur noch ein Drittel der Gäste aus EU-Ländern.» Früher sei es fast jeder Zweite gewesen. In die Lücke springen heute vor allem Gäste aus dem Nahen Osten und Asien. «Da hat Schweiz Tourismus einen guten Job gemacht», lobt Juen die Tourismusorganisaton. Trotzdem: Der «Brexit» könnte die Lage erneut verschärfen. Juen rät seinen Hotelier-Kolleginnen und Kollegen, nicht weiter am Preis zu schrauben. «Hier liegt nichts mehr drin.» Wer seine Preise noch stärker senke, gerate in eine Abwärtsspirale, aus der er nicht mehr herausfinde.

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30. Juni 2016

Wolfgang Schüssel zu EU und «Brexit»: «Kühlen Kopf bewahren»

Der ehemalige österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel ist ein überzeugter Europäer, und er hat vor den Folgen eines «Brexit» gewarnt. Die EU diskutiert in Brüssel das «Wie weiter?» Susanne Brunner stellt dem ÖVP-Politiker dieselbe Frage.Wolfgang Schüssel wurde einen Monat nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Wien geboren. Als Politiker der Nachkriegsgeneration war für ihn klar, dass es nie mehr Krieg in Europa geben darf. Die Europäische Union ist für ihn in erster Linie ein Friedensprojekt. Das sehen aber immer mehr Menschen in Europa nicht mehr so. Die Briten wollen sich von der EU verabschieden und stürzen die EU damit in ihre bisher grösste Krise. «Ich war entsetzt», sagt Wolfgang Schüssel über das Abstimmungsresultat. Bereits rufen Niederländer und Franzosen auch nach einer Abstimmung über den Verbleib in der Europäischen Union. Die Einigung Europas kommt bei vielen nicht als Friedensprojekt an, weil sie keine Arbeit finden, unter rigiden Sparmassnahmen leiden – und unter der Konkurrenz von Migranten. Die Jugendbeschäftigung sehe auch er als eines der wichtigsten Themen der EU, so Wolfgang Schüssel. Die EU können da sicher helfen, doch es seien vor allem die einzelnen Regierungen gefordert. «Auch der Schutz der Aussengrenze ist ein zentrales Gebot.» Zum «Brexit» sagt er: «Die EU darf jetzt nicht mit Rachegedanken auftreten, sondern muss einen kühlen Kopf bewahren und den Zusammenhalt der 27 Mitglieder gewährleisten.» Wolfgang Schüssel war österreichischer Wirtschaftsminister, Aussenminister und von 2000 bis 2007 Bundeskanzler. Er war ebenfalls Präsident des Europäischen Rates.

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30. Juni 2016

Globetrotter Joannis Stefanidis

Joannis Stefanidis‘ Problem: Tinnitus. Die Lösung: Deutschland verlassen. Seine Reisen nach Asien und anderswo führten Stefanidis zu jeder Menge „Holy Freaks“, wie er sie nennt. Ob sie ihn vom Tinnitus befreien konnten?

Gast: Joannis Stefanidis, Globetrotter; Moderation: Ralph Erdenberger

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30. Juni 2016

Historiker Bastian Pütter

Der Dortmunder Bastian Pütter gibt eine Obdachlosenzeitung heraus, die im Ruhrgebiet mit 20.000 Auflage monatlich erscheint. Sie gehört einem internationalen Verbund an, der 6 Millionen Exemplare vertreibt. Seit 2013 gibt es sie sogar in Griechenland – die Krise macht’s nötig.

Gast: Bastian Pütter, Historiker; Moderation: Elif Senel

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30. Juni 2016

Gentleman zu Gast in 1LIVE

Gentleman hat uns im 1LIVE-Studio besucht und neben „Flach-Witzen“ auch über sein neues Album gesprochen. Die neue Platte heißt Conversations und wurde zusammen mit Bob Marleys Sohn Ky-Mani aufgenommen.

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30. Juni 2016

Günter Verheugen (SPD), früherer EU-Kommissar, zu EU-Gipfel und Brexit

Interview mit Marion Theis | Im SWR-Tagesgespräch mit Marion Theis gibt Verheugen seinen Eindruck wieder, dass die EU in der Brexit-Krise zusammenstehe und das Schiff auf Kurs halte.

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30. Juni 2016

Elmar Brok, CDU, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament zur EU-Flüchtlingspolitik

Interview mit Marion Theis | Im SWR-Tagesgespräch mit Marion Theis warnt Brok vor Millionen Flüchtlingen aus Schwarzafrika. Nur EU-Abkommen mit afrikanischen Staaten könnten verhindern, dass Menschen auf der Flucht sterben und Schlepperbanden sich bereichern würden.

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30. Juni 2016

Nele Landero, Videoproduzentin und Fotografin

Nele Landero ist Journalistin, Videoproduzentin, Fotografin und leidenschaftliche Camperin. Gemeinsam mit ihrem Mann Jalil, den sie auf Reisen kennengelernt hat, ist sie auf einem mehrmonatigen Trip durch Europa mit dem Camper gefahren. 15 Länder haben sie bereist, immer mit dem Fokus: Camping und Lifestyle zu verbinden. In ihrem Camping-Blog geben sie Campingeinsteigern Tipps. Von den 10 Dingen, die in jedes Cockpit gehören bis zum Camping-Einmaleins und sie verraten beste Camping-Insider-Tricks.

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30. Juni 2016

Robert Kisch, Journalist und Schriftsteller

Er war im Journalismus eine ganz große Nummer, eine sogenannte Edelfeder. Er schrieb für die großen Blätter, stieg in den besten Hotels ab, kassierte die ganz großen Honorare. Dann der Abstieg. Keine Aufträge mehr, kein Geld, keine Frau. Einer, der ganz oben ist, landet ganz unten. Robert Kisch (der Name ist ein Pseudonym) steht vor der Alternative, Schluss zu machen oder weiter zu machen. Er arbeitet als Verkäufer in einem Möbelhaus, er reist durch Deutschland auf der Suche nach dem Glück. Beides verarbeitet er literarisch.

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30. Juni 2016

Burghart Klaußner

Er erzählt und singt mit seiner Band eine Hommage an den großen Künstler Charles Trenet, dessen Lieder heute der musikalische Inbegriff eines Frankreichs der Lebensfreude sind: am 4. Juli tritt er im Tipi-Zelt auf mit seinem Programm „Je chante.

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30. Juni 2016

Otto lädt ein

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30. Juni 2016

Sven Hammond

Die Niederländer verstehen was von Soul, das zeigen die Jungs von Sven Hammond mit ihrem neuen Album IV. Neben dem Soul gibt es auch durchaus etwas rockige Einflüsse und im Mittelpunkt steht, wie der Name bereits erahnen lässt, die Hammond-Orgel. Mal rau, mal geschmeidig, mal wild, mal ruhig. Das Album ist abwechslungsreich, der rote Faden ist dabei die starke Stimme des Sängers.

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30. Juni 2016

Heikedine Körting im Gespräch

Geräusche hat Heikedine Körting nie genug: Ihr Mikrofon hat sie immer dabei. Den Raben Blacky aus ihrer Serie „Die drei ???“ spricht die erfolgreiche Produzentin selbst.

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30. Juni 2016

Christine Thürmer – Langstreckenwanderin

Sie läuft und läuft und läuft: 33.000 Kilometer hat Christine Thürmer zu Fuß zurückgelegt und dabei draußen im Zelt gelebt. In ihrem Buch „Laufen. Essen. Schlafen.“ beschreibt sie das karge Outdoorleben und ihre Wandlung von der toughen Geschäftsfrau zur meistgewanderten Frau Deutschlands. Über ihre Beweggründe und Erlebnisse spricht Mariela Milkowa mit Christine Thürmer in hr-iNFO Das Interview.

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30. Juni 2016

Am Tisch mit Marcus Willaschek, "Kant-Enthusiast"

Das neue Kant-Lexikon, herausgegeben vom Frankfurter Philosophie-Professor Marcus Willaschek ist ein Mammut-Werk mit fast dreitausend Seiten, verfasst von über zweihundert Autorinnen und Autoren aus über zwanzig Ländern. Im Gespräch mit Regina Oehler erklärt Willaschek, warum z.B. „Treibholz“ ein wichtiges Stichwort in diesem Lexikon ist.

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30. Juni 2016

Am Tisch mit Moritz Freiherr Knigge, "Unhöflicher"

„Komisch. Alle halten sich für höflich und üben sich allein darin, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Doch wo steckt die Höflichkeit wirklich? Sie liegt auf der Intensivstation, verlassen von Freund und Feind. Und das ist gut. Denn Ruhe ist, was sie nun am meisten braucht.“

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30. Juni 2016

Zu Gast: Der schwedische Journalist Richard Swartz

Den schwedischen Journalisten Richard Swartz kennen wir vor allem durch sein Buch „Room Service – Geschichten aus Europas Nahem Osten“. Jetzt hat er in dem neuen Buch „Blut, Boden & Geld“ über seine kroatische Familie gechrieben. Seit 25 Jahren lebt Richard Swartz in einem kleinen Dorf in Istrien und ist mit der kroatischen Schriftstellerin Slavenka Drakulic verheiratet. Wie kaum ein anderer kennt er das Land und die Leute. Mittendrin und doch mit eigenem Blick von außen blickt er auf Ideologie und Religion, Heimat und Grenze. Eine Mentalität, die ganz anders ist als die uns vertraute westliche.

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30. Juni 2016

Zu Gast: Andreas Wicke

Handelt es sich bei Benjamin Blümchen um einen ökologisch-bewegten Wutbürger, ist das Sams ein anarchischer Romantiker und Pippi Langstrumpf das Versprechen einer Erziehung nach Auschwitz? – Kasseler Erziehungs- und Literaturwissenschaftler haben das Kinderhörspiel in den Fokus genommen. Das Ergebnis ihrer Nachforschungen im Rahmen einer Ringvorlesung ist jetzt in einem Sammelband nachzulesen. Über die politischen und sozialen Rollenbilder, die Bibi Blocksberg, das Sams, Pippi Langstrumpf, Asterix oder He-Man vermitteln, sprechen wir mit dem Kasseler Literaturwissenschaftler und Mitherausgeber Andreas Wicke.

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30. Juni 2016

Zu Gast: Dr. Peter Oliver Loew, Polen-Kenner

Deutsche und Polen sind Nachbarn – seit mehr als 1000 Jahren. Ihre gemeinsame Geschichte hat Höhen und Tiefen erlebt, nicht nur den zweiten Weltkrieg, als von deutscher Hand Millionen von christlichen und jüdischen Polen ums Leben kamen. Deutschland und Polen – das heißt auch: Kontakte im Mittelalter, Danzig als deutschsprachiges Zentrum im Ostseeraum, Juden, die von Deutschland nach Polen auswandern oder Polen, die in großen Massen Ende des 19. Jahrhunderts ins Ruhrgebiet gezogen sind. Und es heißt natürlich auch: Begenungen auf dem Fußballplatz. Mehr über die komplexe Geschichte einer Nachbarschaft – im Gespräch mit Peter-Oliver Loew, der gemeinsam mit drei weiteren Autoren den Band „Die Deutschen und die Polen“ ( Theiss-Verlag) herausgegeben hat.

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30. Juni 2016

Aufstieg und Fall von Polit-Clowns – "Kein Kunststück, mal eine Pointe loszuschießen"

Ein Plakat mit Kariakturen von Donald Trump und Boris Johnson, die durchgestrichen sind. Andere Plakate zeigen die Aufschrit "No Borders".  (dpa/ Sputnik / Alex Mcnaughton)Brexit-Verfechter Boris Johnson und US-Milliardär Donald Trump setzen auf eine Politik mit Showeffekt. Der Ästhetik-Professor Bazon Brock erklärt, das Phänomen des Polit-Clowns hänge mit der Geschichte des Kabaretts und der Absurdität klassischer Politik zusammen.

Publizist Bazon Brock im Gespräch mit Vladimir Balzer und Axel Rahmlow
www.deutschlandradiokultur.de, Interview
Hören bis: 04.01.2017 16:21
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