Archiv für Oktober 20th, 2015

Oktober 20th, 2015

Hansjörg Schertenleib: «Bin nicht geeignet für Freundschaften»

Schriftsteller Hansjörg Schertenleib gibt im Focus Einblicke in seine Lebenswelt und bietet als Auslandschweizer seine Sicht auf unser Land am Tag nach den Parlamentswahlen.Vor rund 20 Jahren ist er nach Irland ausgewandert, um zu schreiben und die geographische und geistige Enge der Schweiz hinter sich zu lassen. Er lebt dort mit wenig Geld, dafür mit vielen Freiheiten.Sein neuer Roman «Jawaka» spielt in der Zukunft. Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Die Menschen leben wie im Mittelalter. Eine Welt, die dem Autor Schertenleib gefällt, besser als die Welt, die sich uns heute präsentiert. Seine eigene Welt spielt hauptsächlich zwischen dem irischen Donegal und einem Dorf im Aargau, wo er ein Teil des Jahres mit seiner zweiten Frau und deren Kindern lebt.Weshalb träumt der irisch-schweizerische Doppelbürger von einem Ford Mustang, während er einen Skoda Fabian fährt? Hansjörg Schertenleib ist Gast im Focus bei Dominic Dillier.

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Oktober 20th, 2015

Michael Wilhelm (CDU, Innen-StS Sachsen) zu Pegida

Interview mit Pascal Fournier | Im SWR-Tagesgespräch mit Pascal Fournier verteidigt Wilhelm die sächsische Dialog-Strategie gegenüber Pegida. Zwar habe das eigens eingerichtete Dialogforum bisher nicht die gewünschte Resonanz – aber es gebe keine Alternative zum Aufklären, Erklären udn Richtigstellen. Man könne seitens der Politik nicht einfach von oben herab sagen: „Was wir machen, ist richtig!“

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Oktober 20th, 2015

Jeanette Biedermann, Künstlerin – 19.10.2015

Sie war ein Teenie-Star,wurde als „deutsche Britney Spears“ gehandelt und von einem Männermagazin zur „Sexiest woman in the world“ gewählt.Heute mit 35 Jahren,ist Jeanette Biedermann eine erwachsene Frau und gestandene Künstlerin. Bis zu ihrem neunten Lebensjahr wuchs sie in Ostberlin auf. 1989 gelang es der Familie Biedermann, über die Prager Botschaft in die Bundesrepublik auszureisen. „Danach wohnten wir nur zehn Minuten Luftlinie von unserer ehemaligen DDR-Wohnung entfernt im Westen Berlins.“ Jeanette hatte eine schöne Kindheit. Ihre Eltern sorgten stets dafür, dass es ihr an nichts fehlte. „Sie waren nicht nur meine Eltern, sondern auch meine beste Freundin und mein bester Kumpel.“ Schon früh äußerte sie den Wunsch, Sängerin und Schauspielerin zu werden. Der Mutter zuliebe entschied sie sich nach dem Schulabschluss aber erst einmal für eine handfeste Ausbildung und ging bei Starfriseur Udo Walz in die Lehre – bis sie 1999 einen Musikwettbewerb gewann, einen Plattenvertrag ergatterte und eine Rolle in der Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ übernahm. Seitdem spielt Jeanette Biedermann in verschiedenen Serien, Filmen sowie Theaterstücken. Außerdem hat sie sechs Soloalben herausgebracht, die mehrfach mit Gold und Platin ausgezeichnet wurden. 2005 gewann sie einen Echo und 2011 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz für ihr ehrenamtliches Engagement beim Roten Kreuz verliehen. Mit dem Erfolg erlebte sie aber auch die Schattenseiten des Berühmtseins. Ein Stalker brach in ihre Wohnung ein und Fans belagerten sie sogar beim Einkaufen. „Dieser Hype, die vielen Leute – das war in meiner Planung nicht vorgesehen. Ich wollte einfach nur Musik machen.“ Heute ist es ruhiger geworden um den einstigen Teenie-Star. Zusammen mit ihrem Ehemann, dem Gitarristen Jörg Weißelberg, und dem Komponisten Christian Bömkes, hat sie 2012 die Band „Ewig“ gegründet und macht ihre eigene, selbst geschriebene Musik. Nächstes Jahr soll es auf Tour gehen. Bis dahin spielt Jeanette Biedermann an verschiedenen Theatern und ist jeden Tag dankbar, „weil ich das tun kann, was mich glücklich macht.“

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Oktober 20th, 2015

Nizaqete Bislimi, Anwältin für Asylrecht – 20.10.2015

„Durch die Wand“ ist die Geschichte eines Aufstiegs gegen jede Wahrscheinlichkeit. Es ist die Lebensgeschichte der Roma Nizaqete Bislimi. Heute ist sie Rechtsanwältin für Ausländer- und Asylrecht in einer Essener Kanzlei. Moderation: Norbert Joa

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Oktober 20th, 2015

«Wir liefern sozusagen die Buchstaben, nicht die Sprache»

Wie viele Menschen leben in der Schweiz? Was sprechen, glauben, arbeiten sie? Um wie viele Quadratmeter wächst die Siedlungsfläche? Diese Daten erhebt das Bundesamt für Statistik. «Sie ermöglichen eine breite Sicht auf die Gesellschaft», sagt Georges-Simon Ulrich, der oberste Schweizer Statistiker.«Wir interpretieren die Zahlen nicht», sagt Ulrich auf den Vorwurf, Statistiken könnten immer beides erklären, das Dafür und das Dawider. Es sei Sache der Benutzerinnen und Benutzer, die Statistiken zu interpretieren. «Unsere Statistiken liefern Inhalt für den Diskurs», erklärt der Direktor des Bundesamts für Statistik. Und was, wenn die Resultate politisch umgedeutet würden? «Wir wollen den Diskurs nicht verhindern. Er gehört zu einer Demokratie.»

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Oktober 20th, 2015

Am Tisch mit Stefan Weiller, "Letzte-Lieder-Sammler"

Seit 2009 macht er Kunstprojekte, die Menschen in den Mittelpunkt des Interesses stellen, die dort ansonsten eher selten zu finden sind: misshandelte Frauen, Obdachlose, Sterbende.

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