Archiv für Oktober, 2015

31. Oktober 2015

Jürgen Domian – Deutschlands bekanntester Nighttalker

Seit 20 Jahren ist Jürgen Domian auf Sendung und spricht nachts mit Menschen, die verzweifelt und einsam sind und ihm ihr Innerstes anvertrauen. Im Schutz der Dunkelheit öffnen sie ihre Seelen, für viele ist Domian ein Rettungsanker. Ende 2016 will er dennoch aufhören. Denn die Aufgabe zehrt an ihm. Jetzt kommt aber erstmal ein Doku-Film über Domian in die Kinos: „Interview mit dem Tod“ heißt er. Darin geht es um das Thema Tod, das für den Moderator und Autor zu einem zentralen Lebensthema geworden ist – beruflich als auch privat. Mariela Milkowa hat mit Jürgen Domian gesprochen.

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31. Oktober 2015

Koalitionskrach zur Flüchtlingskrise – "Machen die endlich mal Politik?"

CSU-Chef Horst Seehofer, SPD-Chef Sigmar Gabriel und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzen in einer Reihe. (imago/Zeitz)Der Streit zwischen CDU, CSU und SPD über die Flüchtlinge hat mit Politik nichts zu tun, sagt die Kommunikationswissenschaftlerin Christina Holtz-Bacha. Es sei eher das Reden über Politik, geschuldet der Profilierungssuche der Politiker.

Christina Holtz-Bacha im Gespräch mit Anke Schäfer und Christopher Ricke
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31. Oktober 2015

Terrorist Denis Cuspert – "Er war die Galionsfigur der Salafistenszene"

Ein Foto des IS-Kämpfer Denis Cuspert, das die Terrorgruppe verbreitet hat. (picture alliance / dpa)Der aus Berlin stammende IS-Terrorist Denis Cuspert wurde bei einem US-Luftangriff in Syrien getötet. Was Cuspert für Islamisten in Deutschland bedeutet hat, erklärt der Islamwissenschaftler Thorsten Gerald Schneiders.

Thorsten Gerald Schneiders im Gespräch mit Anke Schäfer und Christopher Ricke
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31. Oktober 2015

Psychologe zur Flüchtlingskrise – "Die Sehnsucht nach Begrenzung wächst"

Man sieht den auf den Boden gebogenen Zaun im Morgengrauen; er wird von einem Scheinwerfer aus dem Eurotunnel-Gelände angestrahlt. (AFP / PHILIPPE HUGUEN)Der Psychologe Stephan Grünewald ist überzeugt: Nur wenn wir uns selbst vergewissern, wer wir sind, können wir die vielen Flüchtlinge integrieren. Es brauche ein gesundes Verhältnis zwischen Abgrenzung und Öffnung.

Stephan Grünewald im Gespräch mit Dieter Kassel
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31. Oktober 2015

Flüchtlingsdebatte – Es kann keine Obergrenze geben

Flüchtlinge auf dem Weg von Österreich nach Bayern. Ein Schild weist den Weg nach Deutschland. (picture alliance / dpa / Armin Weigel)Der Migrationsforscher Herbert Brücker hält nichts von Forderungen, die Zahl der Flüchtlinge zu begrenzen. Das funktioniere weder juristisch noch praktisch. Deutschland sei langfristig in der Lage, die hohe Zahl von Zuwanderern zu bewältigen.

Herbert Brücker im Gespräch mit Dieter Kassel
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31. Oktober 2015

Deutsche Bank und VW – Hohe Rendite, großer Betrug

Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel. (Imago / Ulli Winkler)Der Ökonom Rudolf Hickel stellt VW und der Deutschen Bank ein schlechtes Zeugnis aus: Beide Konzerne schauten nur auf schnelle Gewinne und würden zentralistisch-autoritär geführt. Das befördere illegales Handeln.

Rudolf Hickel im Gespräch mit Dieter Kassel
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31. Oktober 2015

Andres Veiel über Deutsche Bank – "Es hat ein Bankraub von innen stattgefunden"

Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Bank: Das Unternehmen muss kräftig sparen. (dpa / picture alliance / Arne Dedert)Was für ein Einstand: Der neue Chef der Deutschen Bank John Cryan will künftig mit gut 25.000 Stellen weniger auskommen. Dokumentarfilmer Andres Veiel sieht die Schuld aber bei den Investmentbankern. Unverantwortliche Boni-Zahlungen hätten die Bank ruiniert.

Moderation: Liane von Billerbeck und Hans-Joachim Wiese
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31. Oktober 2015

Ingrid von Kruse im Gespräch

Die Fotografin befragt von Michael Köhler.

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31. Oktober 2015

SP-Chef im taktischen Abseits

Christian Levrat ist leidenschaftlicher Schachspieler in der Polit-Partie um den Bundesrat aber scheint dem SP-Präsidenten das taktische Geschick abzugehen: Die politische Mitte folgt seinem Wunsch scheinbar nicht und verzichtet auf eine Bundesrats-Kandidatur. Hat sich Levrat verspekuliert?Und: Welche Züge unternimmt er, um die geschwächte Linke neu aufzustellen?CVP, Grünliberale und selbst BDP-Politiker sagen in bemerkenswerter Einmütigkeit: Der Sitz der abtretenden BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gehöre der SVP. Für SP-Präsident Christian Levrat ist das eine Niederlage: Bereits vor den Parlamentswahlen hatte er Druck auf die Mitte ausgeübt. Diese solle im Falle eines Rückzuges von Widmer-Schlumpf einen neuen Mitte-Kandidaten aufbauen. Daraus wird nun offenbar nichts. Was bedeutet die taktische Schlappe für die SP? Wie stellt sie sich nun auf für die Bundesratswahl und die Departements-Verteilung im künftigen Bundesrat?Ohnehin haben die Sozialdemokraten wenig zu lachen im Politherbst 2015: Die Nationalratswahlen brachten ihnen und ihren Verbündeten Verluste der SP-Fraktionschef wurde gar abgewählt. Prompt gibt es Diskussionen über die Ausrichtung der Partei. Nimmt die SP die Ängste der Menschen vor der Migration zu wenig ernst? Müsste sie sich mehr Richtung Mitte orientieren? SP-Chef Levrat äussert sich zur Zukunft seiner Partei.

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31. Oktober 2015

mit dem Schriftsteller Laabs Kowalski – Liebeserklärung an den Pott (Sendung vom 31.10.15)

Studiogast: Laabs Kowalski, Schriftsteller; Moderation: Elif Senel © WDR 2015

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31. Oktober 2015

Kathrin Vogler – Bundestagsabgeordnete der Linken und MS-Patientin

Kathrin Vogler leidet an Multipler Sklerose. Wenn gesunde Menschen ihr sagen, dass ein eingeschränktes Leben für sie keinen Wert mehr hätte, dann wird sie wütend. Deshalb kämpft sie gegen die Sterbehilfe. Zusammen mit Abgeordneten von CDU/CSU, SPD und Union hat Vogler deshalb einen von insgesamt vier Gesetzentwürfen formuliert, über die der Bundestag am 6. Dezember abstimmt. hr-iNFO Hauptstadtkorrespondent Daniel Bauer hat mit Karthrin Vogler darüber gesprochen

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31. Oktober 2015

Halloween – Sich mit dem Tod beschäftigen

Ein Schaufenster in Wien, welches mit Gespensterfiguren dekoriert ist.  (Deutschlandradio / Ellen Wilke)Die Todes-Grusel-Romantik von Halloween hat einen reinigenden Effekt, sagt die Kulturanthropologin Gabriele Stefanie Dafft. Verbindungen zu keltischen Bräuchen seien aber nicht belegbar.

Gabriele Stefanie Dafft im Gespräch mit Ute Welty
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31. Oktober 2015

Neuwahlen in der Türkei – Angespannte, schwierige Situation

Antiregierungsproteste in Istanbul nach dem Anschlag in Ankara. (picture alliance / dpa / Tolga Bozoglu)Im Juni verfehlte die islamisch-konservative AKP von Staatspräsident Erdogan erstmals die Mehrheit bei den Parlamentswahlen: Für Erdogan ein „Fehler“, den die Türken „korrigieren“ sollten. Kristian Brakel, Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung Istanbul, glaubt nicht, dass Erdogan sein Ziel erreicht.

Kristian Brakel im Gespräch mit Ute Welty
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31. Oktober 2015

Streit um Flüchtlinge – Unionsfraktionsvize mahnt zur Mäßigung im Ton

Beamte der Bundespolizei führen am 30.10.2015 an der deutsch-österreichischen Grenze nahe Wegscheid (Bayern) Flüchtlinge zu Bussen. (dpa / picture-alliance / Armin Weigel)Krach in der großen Koalition: CSU-Chef Seehofer setzt der Kanzlerin ein Ultimatum, SPD-Chef Gabriel sieht die Handlungsfähigkeit der Regierung gefährdet. Vor dem Koalitions-Krisentreffen plädiert Unionsfraktions-Vizechef Michael Kretschmer für die Begrenzung des Flüchtlingszustroms.

Michael Kretschmer im Gespräch mit Ute Welty
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30. Oktober 2015

Steaming Satellites

Die Welt ist nicht genug für diese Band – es muss schon der Weltraum sein. Vier Herren, die sich „die dampfenden Satelliten“ nennen – Steaming Satellites – und die Raketen, Raumschiffe und Roboter besingen. Vielleicht zieht es die Band in unendliche Weiten, weil ihre Heimat vor allem unendliche Höhen zu bieten hat: die Steaming Satellites kommen nämlich aus Salzburg in Österreich. Ganz selbstbewusst hat die Band ihr neuestes Album einfach nach sich selbst benannt: Steaming Satellites. Nach Konzerten mit den Raveonettes und Portugal. The Man sind die Österreicher nun selbst auf Headliner-Tour.

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30. Oktober 2015

Zu Gast: Bettina Reitz, Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film

Bettina Reitz wird neue Präsidentin der Hochschule für Fernsehen und Film München. Diese gilt neben der Berliner DFFB als Kaderschmiede für den deutschen Filmnachwuchs. Hier haben internationale und oscargekörnte Regisseure wie Caroline Link, Doris Dörrie, Florian Henckel von Donnersmarck, Wim Wenders und Roland Emmerich ihr Handwerk gelernt. Jetzt bekommt die Filmhochschule am Bernd-Eichinger-Platz eine Präsidentin.

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30. Oktober 2015

Es donnert und dröhnt und wabert düster – 29.10.2015

Eine Mischung aus Nick Cave und TV On The Radio: die Band Algiers. In dunklem Gospel-Post-Punk verpacken sie ihre Kritik an Rassismus und Kapitalismus. Überall tauchen biblische Bilder in den Texten auf. Warum? Das haben wir sie gefragt.

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30. Oktober 2015

Mario Felix Liebold – Vom Zahntechniker zum preisgekrönten Kaffee-Röster – 29.10.2015

„Kaffee muss man sich erschließen. Die Zeremonie für eine gute Bohne hat mit Zeit und der richtigen Zubereitung zu tun.“ Das beliebteste Getränk der Deutschen ist für Mario Felix Liebold viel mehr als nur schwarz und heiß. Kaffee ist seine Berufung und Leidenschaft. Eine Leidenschaft, die bei ihm auch zu hören ist. Denn er sagt: „Kaffee muss man schlürfen!“ Mario Felix Liebold ist preisgekrönter Kaffee-Röster und Barista. Seit 2007 betreibt er die erste Kaffee-Rösterei am Tegernsee und sein eigenes Café. Dabei ist er eigentlich gelernter Zahntechniker und Exportökonom. Doch Kaffee faszinierten ihn schon als kleinen Jungen. „Ich hatte Kaffee-Junkie-Frauen um mich. Meine Oma und meine Mutter hatten immer irgendwo eine Tasse Kaffee rumstehen.“ Als Jugendlicher lebte er mit seinen Eltern außerdem zweieinhalb Jahre in Bahrain, wo seine Begeisterung weiter wuchs: „Ich fand es einfach spannend, was man aus Kaffee alles machen kann!“ Nachdem er beruflich rund 200 Tage im Jahr durch die ganze Welt jettete, kam er auch in das größte kaffeeproduzierende Land der Welt, Brasilien. Dort und auch weil er in seinem Job nicht mehr glücklich war, entwickelte er die Idee, sein Hobby zum Beruf zu machen. In diesem Jahr feiert Mario Felix Liebold achtjähriges Jubiläum seiner Rösterei und freut sich, dass er die anfangs recht skeptischen Tegernseer doch von seinen Kaffee-Spezialitäten überzeugen konnte.

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30. Oktober 2015

Viktor Staudt, Autor – 30.10.2015

Viktor Staudt leidet an einer Borderline-Persönlichkeitsstörung, die ihn fast das Leben kostete. Er überlebte und verlor dabei beide Beine. Fast 16 Jahre ist das nun her und er hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Tabu Suizidgefahr zu brechen und mit Vorträgen die Prävention zu stärken. Moderation: Daniela Arnu

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30. Oktober 2015

Erwin Heri über die Folgen der Tiefzins-Welt

Die US-Notenbank Fed schiebt die Zinswende immer weiter hinaus. Weshalb getraut sich die Fed nicht, den Leitzins, der sich seit 2008 nahe Null befindet, auch nur ganz leicht anzuheben? Volkswirtschaftsprofessor Erwin Heri ist Gast bei Iwan Lieberherr im Tagesgespräch.Vom Zinsniveau in den USA ist auch die Schweizer Wirtschaft direkt abhängig. Hierzulande hat die Nationalbank «Strafzinsen» eingeführt, um Anleger abzuschrecken und so Druck vom zu starken Franken zu nehmen. Zu den Verlierern dieser Negativzinsen gehören insbesondere Sparer sowie gegenwärtige und künftige Rentner. So senkt etwa der Bundesrat auf nächstes Jahr den Mindestzinssatz in der obligatorischen Beruflichen Vorsorge; Pensionskassenguthaben werden dann zu einem tieferen Satz verzinst.«Die weltwirtschaftliche Situation ist im Moment nicht so schlecht, wie die Zentralbanken glauben machen», ist Erwin Heri überzeugt. Er entwickelt die Internet-Plattform fintool.ch, auf der er versucht, wirtschaftliche Themen so zu erklären, dass sie der Mann und die Frau von der Strasse verstehen. Heri kennt das Wirtschaftsgeschehen von zwei Seiten: als Volkswirtschaftsprofessor der Universität Basel, wie auch aus der Praxis; er war in verschiedenen Positionen bei Banken und Versicherungen tätig, unter anderem war er Konzernleitungsmitglied der Winterthur Versicherungsgruppe.«Der Negativzins der Nationalbank ist nur ein vorübergehendes Phänomen», ist Heri überzeugt. «Wir werden über kurz oder lang höhere Inflationsraten und schliesslich höhere Zinsen haben.» Allerdings sei wichtig, dass sich Zentralbanken nicht von der Politik vereeinnahmen liessen. «Die Zentralbanken sollen sich auf ihre Aufgaben konzentrieren und stabile Rahmenbedinungen schaffen», fordert er.

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