Archiv für Februar 3rd, 2015

Februar 3rd, 2015

Monika Rühl: «Entlassungen sind die letzte Konsequenz!»

Ein Kostenmoratorium für die Wirtschaft fordert der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse. Keine neuen Abgaben oder Steuern. Besser noch: Kosten senken. Auf wessen Kosten? Economiesuisse-Direktorin Monika Rühl ist Gast von Susanne Brunner.Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse vertritt 100’000 Unternehmen mit rund zwei Millionen Beschäftigten aus allen Branchen. Seitdem die Schweizerische Nationalbank den Euro-Mindestkurs von 1.20 Franken aufgehoben hat, machen sich viele Sorgen, wie es weitergeht. Nun seien Wirtschaft und Politik gleichermassen gefordert, sagt die Direktorin von Economiesuisse, Monika Rühl im Tagesgespräch. Die Wirtschaft müsse noch effizienter werden. Und von der Politik verlangt Rühl ein Kostenmoratorium: «Keine neue Abgaben und Steuern!»

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Februar 3rd, 2015

Dick Marty: «Mein Gewissen ist ein strenger Richter»

Er war Staatsanwalt, Ständerat, Sonderbeauftragter des Europarats. Dick Marty hat in den 1980er-Jahren die Libanon-Connection gesprengt und stand damit am Anfang der Affäre Kopp. Er jagte die Mafia und hat sich mit der CIA angelegt. Was treibt den heute 70-Jährigen an? Die Gerechtigkeit?Seine beruflichen Wechsel hätten immer mit einem unerwarteten Anruf spätabends oder am Wochenende begonnen, sagt er. Und immer musste er sich schnell entscheiden. Das klingt nicht nach Karriereplanung.Wenn man seinen beruflichen Werdegang studiert, kriegt man allerdings den Eindruck, da sei einer in einer Mission unterwegs, im ständigen Kampf für Gerechtigkeit. Ob CIA-Geheimgefängnisse in Europa oder Menschenrechtsverletzungen im Kosovo. Ob Folter, Geldwäscherei oder Doping. Dick Marty ermittelt und klagt an. Im Gespräch mit Tom Gisler erklärt uns Dick Marty was ihm so gefällt am steten Kampf als David gegen Goliaths.

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Februar 3rd, 2015

Gerd Köster, Musiker (28.01.2015)

Angefangen hat er mit 22 Jahren mit der Anarcho-Rockband Schroeder Roadshow und steht nun seit über 30 Jahren auf der Bühne. Inzwischen singt er Balladen, Chan-sons und Blues oft hohe Dichtkunst auf Kölsch. – Moderation: Gisela Keuerleber © WDR 2015

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Februar 3rd, 2015

Norbert Bisky, Maler (21.01.2015)

Seine Ausstellungen haben Titel wie „Schlachteplatte“, „Ich war’s nicht“ oder „cloud cuckoo land“, die aktuelle heißt „Zentrifuge“. Und während sich Norbert Bisky früher unter anderem die DDR „aus der Seele gemalt“ hat, zeigt er zurzeit in der Rostocker Kunsthalle, wie er sich im Laufe der letzten Jahrzehnte als Künstler entwickelte. – Moderation: Gisela Steinhauer © WDR 2015

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Februar 3rd, 2015

Tischgespräch mit Michael Horbach (14.01.2015)

Michael Horbach stammt aus einfachen Verhältnissen, entwickelt sich vom Außenseiter zum erfolgreichen Unternehmensberater und verkauft mit 50 Jahren seine Firma. Heute gilt sein Engagement der Kunst und sozialen Projekten. – Moderation: Maria Ott-Hinüber © WDR 2015

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Februar 3rd, 2015

Freya Lemcke, Leiterin des Referats Handelspolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag, zum Freihandelsabkommen TTIP

Interview mit Marion Theis | Im SWR-Tagesgespräch mit Marion Theis bedauert Lemcke, dass bei der Diskussion über TTIP dessen Gefahren teilweise übertrieben würden.

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Februar 3rd, 2015

Zu Gast: Daniel Schulze, Sprachwissenschaftler und "Lügen-Experte"

„Alle Kreter lügen“, sagt ausgerechnet der Kreter, und wir wissen nicht weiter. Das alte Paradox zeigt uns, wie verwirrend die Welt der Lüge ist. Wir schätzen die Wahrheit hoch, brauchen aber offenbar die kleine und große Lüge in unserem Alltag wie die Luft zum Atmen. In der Literatur wird sowieso systematisch und mit Vergnügen gelogen, behaupten ihre Kritiker. Aber was ist eine Lüge? UNd kann man sie messen? Das erforscht der Würzburger Sprachwissenschaftler Daniel Schulze über die Zeiten und Kulturen hinweg. Im hr2-Kulturcafé gibt er Auskunft zur Ethik und Ästhetik der Lüge.

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Februar 3rd, 2015

EU-Experte – Das Fundament Europas bröckelt

Ein Mitglied der rechtsgerichteten Blut und Ehre-Kulturvereinigung trampelt auf eine Europafahne.    (dpa / picture alliance / epa MTI Kovacs)Syriza in Griechenland, Victor Orban in Ungarn, Abspaltungstendenzen in Großbritannien: Der EU-Experte Kai-Olaf Lang von der Stiftung Wissenschaft und Politik sieht die europäische Idee unter Beschuss.

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Februar 3rd, 2015

Studienplatzvergabe – Studentenwerk fordert verpflichtende Kooperation

Studenten in einem Hörsaal (Jan Woitas, dpa)Viele tausend Studienplätze bleiben jedes Semester unbesetzt. Der Generalsekretär des Studentenwerks fordert, alle Hochschulen an die zentrale Studienplatzvergabe anzuschließen. Denn es hapert vor allem am Nachrückverfahren.

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Februar 3rd, 2015

Verhandlung über TTIP – Freihandel? Ja, aber!

Ein Zuhörer einer Europawahlkampfveranstaltung der SPD protestiert in Nürnberg (Bayern) mit einem Plakat mit der Aufschrift "Stoppen Sie TTIP" gegen das geplante EU-US-Freihandelsabkommen TTIP. (Picture Alliance / dpa / Daniel Karmann)Die USA und Europa ringen um das Freihandelsabkommen TTIP. Das Ziel: mehr Handel, mehr Wachstum. Historisch betrachtet seien solche Abkommen aber kein Garant für wachsenden Wohlstand, sagt der Historiker Peer Vries.

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Februar 3rd, 2015

Mensch Otto mit Fritz Orter 2.2.2015 – 02.02.2015

Er hat mehr gesehen, als ein Mensch ertragen kann. Der österreichische Journalist Fritz Orter war in 14 Kriegen und sagt: „Ich hasse den Krieg. Er ist die größte mentale Verirrung der Menschheit, Irrsinn gewordene Realität.“ Er hat mehr gesehen, als ein Mensch ertragen kann. Der österreichische Journalist Fritz Orter war in 14 Kriegen und sagt: „Ich hasse den Krieg. Er ist die größte mentale Verirrung der Menschheit, Irrsinn gewordene Realität.“ Todmüde, verdreckt, manchmal betrunken vor Wut oder Angst, die Nerven lagen blank, Bilder von Toten, Vergewaltigten und Gefolterten vor Augen war Fritz Orter oft auf der Flucht vor Bombenangriffen oder Mordanschlägen. Der Alltag eines Kriegsreporters hat ihn oft aufgefressen, gleichzeitig aber auch berauscht und berühmt gemacht. Für seine ORF-Reportagen von Kriegsschauplätzen gewann er viele internationale Preise. Er sieht sich eher als „Friedensberichterstatter“, den Begriff „Kriegsreporter“ mag er nicht. Denn sein Anspruch war, respektvoll über die Menschen vor Ort zu berichten, das Leben der Betroffenen zu zeigen – und er fühlte sich immer der Wahrheit verpflichtet. „Wir glaubten immer, dass die Storys, die wir produzierten, wichtiger waren als der Einsatz, den wir riskierten.“ Doch der schlimmste Tod, den er miterleben musste, war der seiner über alles geliebten Frau. Heute hat er dem ORF und der Kriegsberichterstattung den Rücken gekehrt. Er versucht durch Wandern, Lesen und Musikhören seine Balance wieder zu finden. Doch Journalist bleibt er „bis zum letzten Seufzer“.

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Februar 3rd, 2015

Überleben im Trümmerfeld Kobane

Autor: Glasenapp, Martin
Sendung: Interview

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Februar 3rd, 2015

Daniel Spoerri, Künstler – 03.02.2015

Aus seinen Kunstwerken sprechen Sammelleidenschaft und Humor. Daniel Spoerri ist aber nicht nur Sammler, sondern auch Jäger – seine aktuelle Ausstellung im Künstlerhaus Marktoberdorf. „Jäger und Gejagte“ zeigt Kunst aus Totenschädeln, Kinderstühlen, Vogelköpfen und Krähenfüßen. Moderation: Norbert Joa

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Februar 3rd, 2015

«Es ging um Stimmung, um das gekränkte Selbstbild»

20 Jahre nach dem Bürgerkrieg in Jugoslawien hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag entschieden: Weder Kroatien noch Serbien haben Völkermord begangen. Balkan-Experte Norbert Mappes-Niediek analysiert den Entscheid im Tagesgespräch bei Marc Lehmann.«Der Entscheid des Gerichts überrascht deshalb nicht, weil bisher noch nie Staaten für Völkermord verurteilt wurden», sagt Mappes-Niediek. Ausserdem sei der Prozess für die beiden Länder auch nicht mehr von zentraler Bedeutung gewesen. «Als die Klagen eingereicht wurden, waren noch beide Kriegspräsidenten an der Macht. Seither ist aber viel passiert.» In den Klagen sei es so oder so nicht um materielle Forderungen gegangen, sondern viel mehr um politische Stimmungsmache.

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Februar 3rd, 2015

Internationaler Gerichtshof zum Kroatienkrieg – Kriegsverbrechen, aber kein Völkermord

Internationaler Gerichtshof in Den Haag: Urteil zum Kroatienkrieg am 3. Februar 2015; weder Serbien noch Kroatien sind demnach schuldig, in den Jahren 1991-95 Völkermord begangen zu haben. (picture alliance / dpa)Der Krieg zwischen Serbien und Kroatien in den 1990er Jahren war grausam – aber kein Völkermord. Das hat der Internationale Gerichtshof in Den Haag am Dienstag entschieden. Dušan Reljić, Balkanexperte der Stiftung Wissenschaft und Politik, begrüßt das Urteil.

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Februar 3rd, 2015

Am Tisch mit Feridun Zaimoglu, "Desillusionierer"

Er ist Schriftsteller, Maler, Theater-Autor und neuerdings auch Stadtschreiber von Mainz. „Ich freue mich wahnsinnig“, kommentiert er die Auszeichnung.

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Februar 3rd, 2015

Neue Studie – Mehr Schwarzarbeit durch Mindestlohn

Gerüstbauer arbeiten auf einer Baustelle. (picture-alliance / dpa / Christian Charisius)Seit Jahren geht der Anteil der Schattenwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt zurück. Das könnte sich durch die Einführung des Mindestlohns ändern. „Die Schwarzarbeit wird um ungefähr 1,5 Milliarden Euro steigen“, prognostiziert der Ökonom Friedrich Georg Schneider.

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Februar 3rd, 2015

Ulrich Chaussy, BR-Hörfunk-Journalist

Das Oktoberfest-Attentat am 26. September 1980 war der schlimmste Terroranschlag in der Geschichte der Bundesrepublik. 13 Menschen starben, 200 wurden zum Teil schwer verletzt. Viele Jahre gingen die Behörden davon aus, dass der Neonazi Gundolf Köhler Alleintäter war – eine These, die vor allem der BR-Journalist Ulrich Chaussy immer bezweifelte. Chaussy hat Jahre und Jahrzehnte recherchiert – und vor allem ihm ist es zu verdanken, dass die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wieder aufgenommen hat. Was damals passierte, dem widmet heute die ARD einen Themenabend. Erst mit dem Spielfilm "Der blinde Fleck", dann mit der Oktoberfest-Dokumentation von Ulrich Chaussy.

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Februar 3rd, 2015

Mindestlohn – "Museen werden mit den Mehrkosten alleingelassen"

Eckart Köhne ist Präsident des Deutschen Museumsbundes und Leiter des Badischen Landesmuseums KarlsruheDer Mindestlohn sorgt für Mehrkosten, auch in der Kultur. Wieder einmal würden die Konsequenzen einer politischen Entscheidungen einfach auf die Institutionen abgewälzt, beklagt Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes.

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Februar 3rd, 2015

Ukraine-Krise – "Waffenlieferungen erhöhen den Druck"

Eine Gruppe von ukrainischen Soldaten steht bewaffnet und mit Sandsäcken gesichert unter einer Brücke. (picture alliance / dpa / Anastasia Vlasova)Die deutsche Regierung lehnt Waffenlieferungen der USA an die ukrainische Regierung bisher klar ab. Der Diplomat Hans-Dieter Heumann meint hingegen, die Ukraine müsse in der Lage sein, ihre territoriale Integrität zu bewahren.

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