“Wir können unmöglich schweigen, über das, was wir gesehen und gehört haben.” Diesen Bibelspruch hat sich Bruder Lothar zum Lebensmotto gemacht. Seit vier Jahren engagiert sich der 38-Jährige für Straßenkinder in Sierra Leone, einem der ärmsten Länder der Welt und leitet in Freetown die Salesianereinrichtung “Don Bosco Fambul”. Eines seiner größten Anliegen ist dabei der Kampf gegen Kinderhandel, Zwangsbeschneidung und Prostitution. Geboren wurde Lothar Wagner in Trier. Seine Eltern erzogen ihn im katholischen Glauben, doch in der Schule konnte er mit der “einseitigen Theologie” nichts anfangen und besuchte lieber den Ethikunterricht. Nach dem Abitur entschied er sich für ein Leben als Salesianerbruder und studierte später Soziologie und Theologie.
Poliça – 06.07.2012
Carolin Emcke, Publizistin
Carolin Emcke ist eine genauso erfahrene wie sensible Reporterin, und sie schreibt brilliant. Für den Spiegel berichtete sie viele Jahre aus Kriegs- und Krisengebieten, inzwischen arbeitet sie frei. Sie hat viele Auszeichnungen bekommen und viel Lob. Beispielsweise für das Buch, das sie über ihren Patenonkel, den von der RAF ermordeten Bankier Alfred Herrhausen, geschrieben hat. Ihr neues Buch heißt “Wie wir begehren”. Es geht um sie. Es ist ihre Geschichte und dennoch, wie sie sagt, “keine Geständnis-Literatur, denn ich muss mich ja nicht mehr outen.”
Am Tisch mit Katharina Schüttler, "Spiel-Wütige"
Zu Gast: Hans von Trotha , Autor von "Lexikon der überschätzten Dinge"
Was haben Berlin, Coffee to go und die Direkte Demokratie miteinander gemeinsam? Alle drei werden überschätzt – behauptet Hans von Trotha. Sie und so manches andere, über dessen wirklichen Wert nachzudenken sich lohnt, versammelt er in seinem “Lexikon der überschätzten Dinge” – den Begriff des Lexikons übrigens auch.







