Birgit Fischer ist immer wieder zurückgekommen: Mit 42 Jahren erpaddelte sie sich ihre achte Goldmedaille im Kanusport. Kurz vor den Qualifikationsrennen für die Olympischen Spiele in London stellte der Arzt eine Herzmuskelentzündung fest. – Moderation: Gisela Keuerleber © WDR 2012
Klaus-Peter Siegloch, Journalist und Lobbyist – 19.06.2012
“Am liebsten war ich Reporter und bei den Menschen. Wenn man aus der Distanz berichtet, fühlt man das Leben nicht.” Klaus-Peter Siegloch arbeitete über 20 Jahre lang für das ZDF. Er erlebte die Wiedervereinigung in Berlin, berichtete über die Wahl von Präsident Barack Obama und plauderte mit Superstar Lady Gaga über Rilke und ihre Tattoos. Siegloch leitete unter anderem die Studios in Bonn, Washington und New York. Außerdem moderierte er Ende der 90er im Wechsel mit Petra Gerster die heute-Sendung und war von 2003 bis 2007 Anchorman des Heute-Journals, bei dem er sich mit Marietta Slomka und Claus Kleber abwechselte. Auch mit 66 Jahren denkt Klaus-Peter Siegloch noch lange nicht an den Ruhestand. Im Gespräch mit Thorsten Otto verrät er uns von seinen Plänen, wenn er doch einmal aufhören sollte, zu arbeiten.
Wolfgang Ambros, österreichischer Liedermacher – 20.06.2012
Wolfgang Ambros ist 60 und so heißt seine neue Platte schlicht: “190352″. Im März ließ er sich – leicht widerwillig – feiern und wurde anderntags mit Schädelweh auch noch von der örtlichen Blaskapelle Waidring beschallt. Die hätte allein aus seinen größten Hits ein sehr langes Potpourri machen können: “Du bist die Blume aus dem Gemeindebau”, “Hoit, da is a Spoit”, “Es lebe der Zentralfriedhof”, “Die Gailtalerin”, “Allan wia a Stan …” und: “SCHIFOAN”. Moderation: Wolfgang Ambros
Ortungsdienste – lokalisiert und identifiziert
Wer mit dem Handy telefoniert, wer den Computer benützt oder wer auf WLAN im Internet surft, hinterlässt Spuren. Diese verraten, wo sich jemand befindet, wie sich jemand bewegt. Das ist gut, um Verkehrsstaus besser vorauszusagen, aber schlecht für all jene, die ihre Privatsphäre gefährdet sehen, wie eine neue Studie von TA-Swiss, dem Kompetenzzentrum für Technologiefolgenabschätzung zeigt. Guido Berger, Digital-Redaktor SRF, sieht im Gespräch mit Urs Siegrist für Bewohner der Schweiz kaum Gefahren, wenn die Anwender mit den Ortungsdiensten verantwortungsbewusst umgehen. Die Löschung der eigenen Daten mittels eines «digitalen Radiergummis» hält Berger in der Theorie für anstrebenswert, sie werde in der Praxis aber nur schwer durchzusetzen sein.
Griechenlands Entscheid zum radikalen Sparkurs
Radikal sparen oder den Austritt aus der Eurozone wagen und bankrott gehen? Die Mehrheit der Griechen hat sich an der Urne fürs Sparen entschieden. Die Angst vor dem Zerfall des staatlichen Gefüges habe vor allem bei älteren Menschen dominiert, beobachtet Massimo Agostinis. In Brüssel hoffe man nun auf eine möglichst breite Regierungskoalition in Griechenland, sagt EU-Korrespondent Urs Bruderer.
Bernie Schürch von Mummenschanz tritt ab
Als verliebte Steckdosen, weinende Toiletten-Papierköpfe oder streitende Pfeiffenputzerfiguren: Mummenschanz verzaubern seit 40 Jahren ihr Publikum. Sie sind jahrelang am Broadway aufgetreten, im Zirkus Knie, an der Expo 02 und auf den Bühnen der ganzen Welt. Nun ist für einen der Gründer Schluss: Bernie Schürch sieht seinem letzten Auftritt entgegen und wird mit einer «Bernière» gewürdigt. Mummenschanz besteht weiterhin, aber unter den Masken und hinter den Figuren führen andere das Theaterensemble weiter. Die Fragen an Bernie Schürch stellte Urs Siegrist.
Euro-Mindestkurs: Notwendig oder nicht?
Die Schweizerische Nationalbank will den Mindestkurs von Fr. 1.20 für einen Euro weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen. Als unterem anderen aus den Reihen des Schweizerischen Gewerbeverbandes Kritik am Mindestkurs laut wurde, gab es einen Sturm der Entrüstung. Die Gedankenspiele des Gewerbeverbandes seien zu einer Unzeit gekommen, sagen die Vertreter der Industrie. Man müsse wissen, wann es besser sei, auch mal nichts zu sagen. Was der Mindestkurs für Gewerbe und Industrie bedeuten, und wie lange er zu halten ist, darüber diskutierten Jean-François Rime, SVP-Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes, und Peter Dietrich, Direktor des Verbandes der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie Swissmem unter der Leitung von Susanne Brunner.
Mäzen Hansjörg Wyss: «Kann es nicht fassen so viel Geld zu haben»
Mit Knochenschrauben und -platten wurde er zum vermutlich reichsten Schweizer. Seit dem Verkauf seiner Medizinaltechnik-Firma Synthes, wird sein Vermögen auf 10 bis 14 Milliarden Franken geschätzt. Und trotzdem kennt man in der Schweiz seinen Namen fast nur in Kunst- und Wirtschaftskreisen. Wer ist dieser geheimnisumwitterte Hansjörg Wyss, der sehr zurückgezogen und bescheiden lebt, aber sein Geld mit beiden Händen für wohltätige Projekte ausgibt, mit weit über 70 noch an einem 90km-Lauf teilnimmt und jeweils selber am Steuerknüppel sitzt, wenn er von seinem Hauptwohnsitz USA in die Schweiz fliegt? Eines seiner äusserst raren Interviews gibt der studierte Bauingenieur in «Focus».







